Milliardenauftrag USA planen Kampfjet-Deal mit dem Irak

Das Geschäft könnte Milliarden in die Kassen von Amerikas Rüstungsgiganten spülen. Laut "Wall Street Journal" will die Regierung in Washington Dutzende F-16-Kampfjets an den Irak verkaufen. Möglich wird die Lieferung durch Bagdads üppige Einnahmen aus der Ölförderung.

F-16: US-Kampfflugzeuge für den Irak
AP

F-16: US-Kampfflugzeuge für den Irak


Hamburg/Washington - In Deutschland gibt es eine heftige Debatte, weil die Bundesregierung möglicherweise Kampfpanzer nach Saudi-Arabien liefert. Nun wird bekannt, dass auch die USA einen milliardenschweren Waffen-Deal im Nahen Osten planen. Insgesamt geht es laut "Wall Street Journal" (WSJ) um 36 amerikanische F-16 Kampfflugzeuge, die in den Irak verkauft werden sollen.

Bagdad habe Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten aufgenommen um die Kampfjets zu kaufen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Insider aus beiden Ländern. Washington hoffe damit, den Irak auch nach dem anstehenden Truppenabzug zu stabilisieren. Man wolle auch verhindern, dass das Nachbarland Iran zu viel Macht in der Region bekommt und die irakische Regierung langfristig an sich binden, hieß es weiter in dem Bericht.

Die USA wollen bis Ende 2011 alle verbleibenden Bodentruppen aus dem Irak abzuziehen. Die Kampfjets könnten laut "WSJ" erst in einigen Jahren geliefert werden. Nach Angaben der Zeitung soll im Irak neben den F-16 Jets auch ein bodengestütztes Luftabwehrsystem installiert werden. Das Pilotentraining, Ersatzteile und Munition lieferten die USA ebenfalls gleich mit. Das gesamte Waffenpaket würde den irakischen Staat mehrere Milliarden Dollar kosten.

Hoher Ölpreis spült Geld in Iraks Kassen

Das Land kann sich die teuren Waffensysteme dank des hohen Ölpreises leisten. Schätzungen zufolge hatte der Irak im ersten Halbjahr zehn Milliarden Dollar Mehreinnahmen durch den Erdölexport. Durch den Waffen-Deal kann jetzt auch die amerikanische Wirtschaft profitieren. Die Kampfflugzeuge werden von Lockheed Martin in Texas gebaut.

Es ist bereits der zweite Versuch zwischen den USA und dem Irak, ein Waffengeschäft zu besiegeln. Ein früherer Plan Bagdads, 18 Jets zu kaufen, war abgesagt worden, nachdem es im Nahen Osten aufgrund von Massenprotesten zu politischer Instabilität kam. In der Region hat sich die Lage zwar noch nicht beruhigt, wie die anhaltenden Demonstrationen in Syrien und Ägypten zeigen, dennoch werden Rüstungsgüter inzwischen wieder geliefert.

Amerikanische Kampfflugzeuge gehen nicht nur an den Irak, auch Oman soll Vertragsverhandlungen für F-16-Lieferungen wieder aufgenommen haben. Hinzu kommt der mögliche Kampfpanzer-Deal zwischen Saudi-Arabien und Deutschland.

ang

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insgesamt 113 Beiträge
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Seite 1
Lavajürgen 12.07.2011
1. Titel
Und das Karusell dreht sich von vorn.. Manchmal könnte man fast schon lachen..
anders_denker 12.07.2011
2. Aber wehe
Deutschland verkauft Leos!
Growling Mad Scientist 12.07.2011
3. history repeats itself
Zitat von sysopDas Geschäft könnte Milliarden in die Kassen von Amerikas Rüstungsgiganten spülen. Laut "Wall Street Journal" will die Regierung in Washington Dutzende F-16-Kampfjets an den Irak verkaufen. Möglich wird die Lieferung durch Bagdads üppige Einnahmen aus der Ölförderung. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,773803,00.html
Und wer kauft die amerikanischen Rüstungsexporte? Den Amerikanern "noch" treue Verbündete, die wahrscheinlich mit verschwundenen Geld des Oil-for-Food-Programms bestochen wurden.
Rodelkönig 12.07.2011
4. qwertzuiop
Naja, ist doch logisch. Erst rüstet man Saddam auf, damit er gegen den Iran besetehen kann, dann schießt man seine Flugzeuge 1990 wieder kaputt und lässt ihn sich wieder ein bissl aufrüsten. Dann schießt man den Irak, seine Panzer und Flugzeuge wieder kaputt und jetzt liefert man ihnen wieder neue, natürlich im Tausch für Erdöl, auf das man keinen Zugriff hatte, als Saddam noch an der Macht war. Wann schießen wir sie das nächste mal kaputt? Viele Grüße
Rübezahl 12.07.2011
5. Unbegreiflich
Wie soll man das noch begreifen ? Und dafür gaben junge amerikanische Soldaten ihr Leben hin.
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