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Milliardenpoker der Ölkonzerne Wie BP die Zerschlagung verhindern will

Kampf gegen die Ölpest: Katastrophe kostet BP bereits über drei Milliarden DollarZur Großansicht
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Kampf gegen die Ölpest: Katastrophe kostet BP bereits über drei Milliarden Dollar

4. Teil: Rettung durch Staatsfonds aus dem Nahen Osten

Trotz des Optimismus von Analysten hat sich offenbar auch bei BP der Eindruck verfestigt, dass man es ohne fremde Hilfe nicht schaffen wird. Wegen der Herabstufungen durch die Rating-Agenturen ist es für den Konzern deutlich teurer geworden, sich am Kapitalmarkt zu refinanzieren. Darum hat BP nun nach Informationen von britischen Medien Staatsfonds im Nahen Osten kontaktiert. Das Ziel: Mit der Hilfe der finanzstarken Investoren könnte BP eine feindliche Übernahme abwehren und den Börsenwert wieder steigern.

Laut "Sunday Times" nahmen BP-Berater Kontakt mit Staatsfonds in Abu Dhabi, Katar und Kuwait auf. Demnach strebt das Unternehmen eine Kapitalerhöhung an - um bis zu sechs Milliarden Pfund (7,2 Milliarden Euro). Auch eine strategische Beteiligung eines Konkurrenten sei vorstellbar. Den Angaben zufolge geht es um ein Aktienpaket in Höhe von fünf bis zehn Prozent. BP wollte die Berichte bislang nicht kommentieren.

Arabische Investoren sind in den vergangenen Jahren bei mehreren Großkonzernen eingestiegen, etwa bei den Banken Citigroup und Barclays sowie beim deutschen Autobauer Daimler. Der arabische Investor Kuwait Investment Office (KIA) ist bereits mit 1,75 Prozent an BP beteiligt. 1998 besaß KIA schon einmal mehr als 20 Prozent der Aktien, musste die Beteiligung aber auf Druck der britischen Regierung auf unter zehn Prozent reduzieren.

Experten loben die Avancen von BP: Ein Engagement der Staatsfonds aus dem Nahen Osten habe sich zuletzt etwa für Daimler sehr positiv ausgewirkt, sagt Rainer Wiek, Chefredakteur beim Energie Informationsdienst (EID). Die staatlichen Investoren seien zudem sehr finanzstark und würden sich nicht ins Kerngeschäft einmischen.

Zumindest kurzfristig scheint sich der Schachzug für BP auszuzahlen. Die Aktie des Ölmultis war am Montag heiß begehrt und stieg an der Londoner Börse zeitweise um mehr als fünf Prozent.

Mit Material von dpa und Reuters

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Jacques Mesrine 06.07.2010
Ein erster Schritt ist ja schon damit getan, dass man die iranischen Passagierflugzeuge in Deutschland nicht auftanken wollte. Das freut die USA, in denen BP derzeit nichts zu lachen hat. Ich mein, was würde eine Werbekampagne [...]
Ein erster Schritt ist ja schon damit getan, dass man die iranischen Passagierflugzeuge in Deutschland nicht auftanken wollte. Das freut die USA, in denen BP derzeit nichts zu lachen hat. Ich mein, was würde eine Werbekampagne kosten, die ähnlichen Effekt erreicht? priceless....
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