Nach Scheinkontenskandal Milliardenstrafe gegen Wells Fargo

Ein Skandal um fingierte Konten und andere dubiose Geschäftspraktiken kommt die US-Großbank Wells Fargo teuer zu stehen.

Wells-Fargo-Logo in Chicago
REUTERS

Wells-Fargo-Logo in Chicago


Im Rahmen eines Vergleichs mit verschiedenen US-Regulierern zahlt Wells Fargo insgesamt eine Milliarde Dollar, wie US-Behörden in Washington mitteilten.

Wells Fargo kämpft schon länger mit den Folgen einer Affäre. Nachdem die Bank im September 2016 eingeräumt hatte, dass Mitarbeiter über Jahre von Kunden nicht genehmigte Konten eingerichtet hatten, war rasch weiterer Ärger etwa wegen dubioser Preisaufschläge bei Auto- und Hypothekenfinanzierungen hinzugekommen.

Tausende Mitarbeiter wurden wegen des Skandals gefeuert, auch der langjährige Vorstandschef John Stumpf musste seinen Posten räumen. Mit Sammelklägern hatte sich Wells Fargo schon 2017 auf einen Vergleich von mehr als 110 Millionen Dollar geeinigt. Auch von US-Behörden waren bereits zuvor Bußgelder über 185 Millionen Dollar verhängt worden.

Im Februar hatte zudem die US-Notenbank einen Wachstumsstopp verfügt, der es Wells Fargo verbietet, die Bilanzsumme auszuweiten, bevor die internen Kontrollen ausreichend verbessert werden. Dennoch laufen die Geschäfte gut: Im ersten Quartal steigerte Wells Fargo den Gewinn im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar.

hej/dpa



zum Forum...
Sagen Sie Ihre Meinung!

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.