Wirtschaft


Millionen-Forderung: Ex-Vorstände der BayernLB sollen Schadensersatz zahlen

Die BayernLB geht wegen der fatalen Übernahme der österreichischen Skandalbank HGAA gegen ihren damaligen Vorstand vor. Der Verwaltungsrat beschloss, gegen sämtliche am Erwerb beteiligten Vorstände Schadensersatzansprüche geltend zu machen.

Ex-Chef der Bayern LB Schmidt: Kaufvertrag hätte so nicht abgeschlossen werden dürfenZur Großansicht
dapd

Ex-Chef der Bayern LB Schmidt: Kaufvertrag hätte so nicht abgeschlossen werden dürfen

München - Die früheren Vorstände der krisengeschüttelten BayernLB sollen Schadenersatz für das Debakel um die österreichische Hypo Group Alpe Adria (HGAA) leisten. Der Verwaltungsrat habe beschlossen, gegen sämtliche am Kauf der HGAA damals beteiligten Vorstände Schadenersatzansprüche geltend zu machen, teilte die BayernLB am späten Montagabend nach einer außerordentlichen Sitzung des Gremiums mit.

Mit der Durchsetzung der Ansprüche beauftragte der Verwaltungsrat die Kanzlei Hengeler Mueller. Sie war in einem Gutachten zu dem Schluss gekommen, dass die früheren Vorstandsmitglieder der zweitgrößten deutschen Landesbank den Kaufvertrag für die frühere Tochter so nicht hätten abschließen dürfen und sich deshalb haftbar gemacht hätten. Dagegen ist der frühere Verwaltungsrat laut Gutachten nicht schadenersatzpflichtig.

Mit Blick auf eine möglicherweise zum Jahresende eintretende Verjährung würden die betroffenen Ex-Vorstände von der Kanzlei zu einer Erklärung aufgefordert, hieß es. Darin sollen sie darauf verzichten, sich auf eine Verjährung zu berufen. "Sollten die Vorstände dem nicht nachkommen, wird noch vor Ablauf dieses Jahres Klage auf Zahlung von Schadensersatz erhoben", hieß es in der Mitteilung.

luk/dpa

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insgesamt 9 Beiträge
hmorun 26.10.2010
Diese leute sollen mit Ihrem Privatvermögen haften. Notfalls enteignet werden und Ihr unrechtmäßig angehäuftes Vermögen verlieren. Arbeit muss sich lohnen- nicht Lug und Betrug. Die Habgier lässt unser land verkommen. Wenn [...]
Diese leute sollen mit Ihrem Privatvermögen haften. Notfalls enteignet werden und Ihr unrechtmäßig angehäuftes Vermögen verlieren. Arbeit muss sich lohnen- nicht Lug und Betrug. Die Habgier lässt unser land verkommen. Wenn perönliche Haftung kommt, dann ist so etwas wie stuttgart 21 auch gestorben. denn nur mit geld der anderen lässt sich schindluder treiben.
Wieso der Verwaltungsrat als Aufsichtsgremium nicht mit haftet, ist mir nicht ganz nachvollziehbar.
Zitat von sysopDie BayernLB geht wegen der fatalen Übernahme der österreichischen Skandalbank HGAA gegen ihren damaligen Vorstand vor. Der Verwaltungsrat beschloss, gegen sämtliche am Erwerb beteiligten Vorstände Schadensersatzansprüche geltend zu machen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,725275,00.html
Wieso der Verwaltungsrat als Aufsichtsgremium nicht mit haftet, ist mir nicht ganz nachvollziehbar.
lisa_p 26.10.2010
Spielen mit der Kohle anderer Leute rum. Da können die für ihre Fehler doch nicht noch zu Schadensersatzzahlungen heran gezogen werden! Bisher war doch immer so, das der Steuerzahler dafür verantwortlich ist.Ich habe bisher immer [...]
Spielen mit der Kohle anderer Leute rum. Da können die für ihre Fehler doch nicht noch zu Schadensersatzzahlungen heran gezogen werden! Bisher war doch immer so, das der Steuerzahler dafür verantwortlich ist.Ich habe bisher immer gedacht das solche Leute unantastbar sind. Warten wir mal ab wie es entschieden wird, da wird nichts bei raus kommen. So traurig wie es ist.
mm01 26.10.2010
Da werden sich aber die "Ösis" ganz ordentlich wehren. Nach der Devise: Beethoven war Österreicher, Hitler ein Deutscher. Keinen Cent werden wir in D für den Betrug der gefälschten Bilanzen bekommen. Das Thema wurde [...]
Da werden sich aber die "Ösis" ganz ordentlich wehren. Nach der Devise: Beethoven war Österreicher, Hitler ein Deutscher. Keinen Cent werden wir in D für den Betrug der gefälschten Bilanzen bekommen. Das Thema wurde übrigens schon vor einigen Wochen in A-Zeitungen abgehandelt.
petsche 26.10.2010
Der Erfolg der Schadenersatzansprueche wird darin liegen dass die Herren etwas geringere als Millionernboni mit einer zeitlichen Verzoegerung gegenueber den Oberaktivisten erhalten werden. Eine Kraehe der Anderen ... Wenn der [...]
Zitat von sysopDie BayernLB geht wegen der fatalen Übernahme der österreichischen Skandalbank HGAA gegen ihren damaligen Vorstand vor. Der Verwaltungsrat beschloss, gegen sämtliche am Erwerb beteiligten Vorstände Schadensersatzansprüche geltend zu machen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,725275,00.html
Der Erfolg der Schadenersatzansprueche wird darin liegen dass die Herren etwas geringere als Millionernboni mit einer zeitlichen Verzoegerung gegenueber den Oberaktivisten erhalten werden. Eine Kraehe der Anderen ... Wenn der Vorstand dem Verwaltungsrat entsprechende BONI zukommen laesst werden diese ihren Beschluss annulieren.
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  • Montag, 25.10.2010 – 23:32 Uhr
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