Millionenstrafe Wal-Mart büßt für Müllsünden

Es geht um Pestizide, Dünger und Sprühdosen: Der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart zahlt wegen Umweltverschmutzung eine hohe Strafe. Die falsche Entsorgung von Müll kostet das Unternehmen insgesamt gut 27 Millionen Dollar.

Wal-Mart (Schild in Kalifornien): Satte Strafe wegen Umweltverschmutzung
AFP

Wal-Mart (Schild in Kalifornien): Satte Strafe wegen Umweltverschmutzung


Bentonville - Die Beilegung eines Umweltprozesses kommt Wal-Mart teuer zu stehen: Die US-Handelskette hat sich bereiterklärt, 27,6 Millionen Dollar Strafe zu zahlen. Damit endete ein jahrelanger Streit zwischen dem Staat Kalifornien und dem Konzern. Ein Teil der Strafe kommt Umweltprojekten zugute.

In dem fünf Jahre dauernden Verfahren wurde dem Konzern vorgeworfen, in etlichen seiner kalifornischen Filialen gefährliche Substanzen nicht fachgerecht entsorgt zu haben. Insgesamt wurden Vergehen in 236 verschiedenen Niederlassungen des Unternehmens festgestellt, sagte Staatsanwältin Bonnie Dumanis in San Diego.

Die größte Einzelhandelskette der Welt soll unter anderem Pestizide, Dünger, Farbe und Sprühdosen nicht umweltgerecht entsorgt haben. In einem Fall habe ein Junge in einem Haufen Dünger abseits der Gartenabteilung einer Wal-Mart-Filiale gespielt, sagte Dumanis. Die Ermittlungen wurden 2005 in Gang gesetzt, nachdem ein Angestellter der Umweltbehörde einen Wal-Mart-Mitarbeiter beobachtet hatte, wie dieser Bleiche in einen Abfluss schüttete.

Wal-Mart Chart zeigen versicherte, dass die Probleme längst abgestellt seien. "Diese Vorfälle sind vor mehr als vier Jahren passiert", sagte die Konzernverantwortliche Phyllis Harris. Heutzutage würden die Mitarbeiter entsprechend geschult.

Wal-Mart arbeite eng mit dem Staat Kalifornien zusammen, sagte Harris. Der Einzelhandelsriese ist einer der größten Arbeitgeber der Welt. Er hat allein in den USA 1,4 Millionen Angestellte.

wit/dpa/apn



insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
marypastor 04.05.2010
1. Ein Klacks.
Zitat von sysopEs geht um Pestizide, Dünger und Sprühdosen: Der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart zahlt wegen Umweltverschmutzung eine hohe Strafe. Die falsche Entsorgung von Müll kostet das Unternehmen insgesamt gut 27 Millionen Dollar. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,693012,00.html
27 Mio verdienen die pro Woche.
systemfeind 04.05.2010
2. Menschen machen Müll ...
Zitat von sysopEs geht um Pestizide, Dünger und Sprühdosen: Der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart zahlt wegen Umweltverschmutzung eine hohe Strafe. Die falsche Entsorgung von Müll kostet das Unternehmen insgesamt gut 27 Millionen Dollar. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,693012,00.html
walmart liefert nur das Material ( aus China ) . Das Boot ist voll , weltweit . Es wird keine "friedliche" Lösung geben , keinen "herrschaftsfreien Diskurs" wenn es um den letzten Liter Wasser geht . Bald kommt der Verteilungskrieg und wird die westeuropäische Gesellschaft grundsätzlich verändern . ( Ärztefamilien sagen : "bitte keine Primarschule , Danke" ) Die Primarschule als Standortnachteil ^^ wer hätte das gedacht .
charlie95 04.05.2010
3. zu niedrig ...
Zitat von marypastor27 Mio verdienen die pro Woche.
Laut Internet Umsatz 2009 404 Mrd US-D. Das sind 46 Mio US-D pro Stunde ....
Meckerliese 04.05.2010
4. keine Strafe
Das zahlen die doch aus der Portokasse.
Nachteuie 04.05.2010
5. Lächerliche Strafe !
Hallo ! Was sind denn das für Strafen für so einen Konzern ? Wenn man das auf die "erwischten" Filialen umrechnet sind das noch nicht mal 10000,- US$ pro Monat pro Filiale - das bezahlen ähnlich-große Einzelhandelsfilialen in Deutschland auch gerne mal pro Monat an Gebühren für die Entsorgung ihrer Abfälle - und das jeden Monat jahr für Jahr und nicht nur ein mal als "Strafe".... Umweltpolitik ist in den USA nur dann durchsetzbar, wenn ´s der Industrie und den Konzernen nicht weh tut - nur wir "Idio...." äh ich mein natürlich "Idealisten" in Westeuropa machen uns Sorgen um die Umwelt und die ökologische Zukunft unserer Kinder - und verspielen dabei im internationalen Wettbewerb durch unsere "Umweltschutz-induzierten-Mehrkosten" die ökonomische Zukunft unserer Kinder ! Die können dann aus dem schönen und gesunden Europa kommend als "Gastarbeiter" ins schmutzige Indien oder China arbeiten gehen.... Schön blöd !
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