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Mitfahrzentrale: BlablaCar sammelt 100 Millionen Dollar bei Investoren ein

Rund eine Million Menschen nutzen sie, um Mitfahrer oder Mitfahrgelegenheiten zu suchen: Jetzt erhält die Mitfahr-App BlablaCar von 100 Millionen Dollar von Risikokapitalgebern - die Gründer hatten wesentlich weniger erwartet.

BlaBlaCar-App auf Handy: Kapital soll beim internationalen Wachstum helfen Zur Großansicht
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BlaBlaCar-App auf Handy: Kapital soll beim internationalen Wachstum helfen

Paris - Die französische Mitfahr-App BlaBlaCar bekommt von Investoren 100 Millionen Dollar, um schneller wachsen zu können. Vor allem der internationale Ausbau soll damit vorangetrieben werden, kündigte Firmenchef Frédéric Mazzella an. Der Dienst hat bisher acht Millionen Mitglieder in zwölf Ländern und rund eine Million Nutzer im Monat. Über BlaBlaCar können sich Leute zum Mitfahren verabreden, um die Kosten der Fahrt zu teilen.

In Deutschland gibt es nach einem Jahr über eine Million Mitglieder, hieß es. Hier startete jüngst der Hamburger Konkurrent WunderCar, der sein ursprünglich breiter angelegtes Geschäftsmodell nach Einschreiten der Behörden auf Mitfahrgelegenheiten reduzierte. Wenn Fahrer mit dem Mitnehmen von Passagieren Profit machen, überschreitet man schnell die Grenze zum gewerblichen Betrieb, der strikt reguliert wird. Deshalb sind die Preis fürs Mitfahren bei BlaBlaCar klar gekappt. Der Dienst will sich über eine Provision finanzieren.

Russland ist für BlablaCar interessanter als USA

Bei der vergangenen Finanzierungsrunde im Jahr 2012 hatte BlaBlaCar vergleichsweise bescheidene zehn Millionen Dollar eingenommen und expandierte danach in elf Länder. Der für das operative Geschäft zuständige Manager Nicolas Brusson sagte dem Technologieblog "Recode", BlaBlaCar habe für die aktuelle Runde eher eine Summe von 25 Millionen Dollar angepeilt, das Interesse der Investoren sei aber größer als erwartet gewesen. Das Geld kommt unter anderem von den Start-up-Finanzierern Index Ventures und Accel Partners.

Das Geschäft mit der Mobilität wird befindet sich in einer Umbruchphase. Als Trend zeichnet sich ab, dass weniger Menschen vor allem in den Städten eigene Autos besitzen wollen. Stattdessen versuchen diverse Online-Dienste, in die Bresche zu springen. Besonders bekannt wurde der auch in Deutschland aktive Fahrdienst Uber, der den Taxis Konkurrenz macht. Uber aus San Francisco bekam vor wenigen Wochen 1,2 Milliarden Dollar von Investoren und wurde dabei insgesamt mit 17 Milliarden Dollar bewertet.

BlaBlaCar habe keine Pläne, in den US-Markt zu gehen, sagte Brusson "Recode". Man sehe große Wachstumschancen in anderen Ländern. So habe der Dienst in Russland über 250.000 Mitglieder in den ersten drei Monaten gewonnen. Brusson sieht BlaBlaCar als erschwinglichere Alternative zu Uber. "Der eine Dienst wird von Bankern oder Anwälten genutzt, der andere von 99 Prozent der Bevölkerung."

ade/dpa

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Welche Typen von Elektroautos gibt es?
Reiner Elektroantrieb
Diese Fahrzeuge haben keinen klassischen Antriebsstrang mehr, der vom Motor die Bewegungsenergie auf die Räder überträgt. Stattdessen sind in den Radnaben Elektromotoren, die Energie kommt aus einem Akku, der an der Steckdose aufgeladen werden kann. Weil die Speicherkapazität der Batterien noch nicht mit einem klassischen Automobil vergleichbar ist, haben einige Elektromobile einen sogenannten Range Extender an Bord - einen kleinen Generator, der die Elektromotoren mit Energie versorgt, wenn der Akku leer ist.

Beispiele: Tesla Model S, VW E-Up, VW E-Golf, Renault Zoe, BMW i3, Ford Focus Electric, Nissan Leaf, Mercedes B-Klasse E-Drive
Hybridantrieb
Hybridautos haben zusätzlich zum klassischen Verbrennungsmotor einen Akku an Bord. Wenn der leer ist, springt der Benziner an. Eine Variante sind sogenannte Mild-Hybrid-Systeme, bei denen der Stromantrieb nur parallel unterstützend läuft, um den Benzinverbrauch zu reduzieren. Der Akku wird in der Regel durch Bremskraftrückgewinnung und einen Dynamo geladen. Zukünftige Hybridfahrzeuge sollen aber auch an der Steckdose aufladbar sein.

Beispiele: Toyota Prius, Toyota Prius+, VW Golf GTE, Porsche Panamera S E-Hybrid, Porsche 918 Spyder, Volvo V60 PiH, BMW i8
Brennstoffzellenantrieb
Bei diesen Fahrzeugen tankt man statt Benzin flüssigen Wasserstoff. In einer chemischen Reaktion wird das Hydrogen in der Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt, die dann das Fahrzeug antreibt. Anders als bei reinen Elektrofahrzeugen ist die Infrastruktur für den Wasserstoff eine ungelöste Frage. Vorteil der Brennstoffzellenfahrzeuge ist ihre größere Reichweite.

Beispiele: Hyundai ix35, Honda FCX Clarity, Hamburger Nahverkehrsbusse (Mercedes-Benz), Toyota Mirai
Range Extender
Im Gegensatz zu den herkömmlichen Elektroautos haben Range Extender einen Verbrennungsmotor an Bord, der anspringt, wenn die Ladung der Batterie zur Neige geht. Vorteil: Die Reichweite steigt auf das Niveau eines Autos mit konventionellem Antrieb. Vorreiter dieser Spezies ist der Opel Ampera, der die Kraft des Verbrenners aber auch nutzt, wenn die volle Leistung zum Beispiel auf der Autobahn abgerufen wird.

Beispiele: Opel Ampera (baugleich mit Chevrolet Volt), BMW i3 (optional mit Benzinmotor)

Im ABC finden Sie Erklärungen zu allen wichtigen Stichworten von Auto- oder Flüssiggas bis Wasserstoff:



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