Fehlende Fachkräfte Mittelstand entgehen 50 Milliarden Euro Umsatz

Viele Betriebe haben Schwierigkeiten, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Laut einer neuen Studie entgehen dem deutschen Mittelstand deshalb jährlich fast 50 Milliarden Euro, weil sie Aufträge nicht annehmen können.

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Dem deutschen Mittelstand entgeht jährlich Umsatz in Höhe von 49 Milliarden Euro durch fehlende Fachkräfte. Das geht aus einer Studie der Wirtschaftsberatung Ernst & Young hervor.

Rund jedes zweite Unternehmen beklage, wegen fehlender Fachleute Aufträge nicht annehmen zu können, erklärte die Beratung, die in ihrer Studie rund 3000 Mittelständler befragt hatte. Laut der Umfrage spreche jede neunte Firma von Umsatzausfällen von mehr als fünf Prozent.

Und 80 Prozent der Firmen falle es schwer, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Vor allem der Kraftfahrzeugbau und die Elektrotechnik seien betroffen.

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Grundsätzlich gehe es den Firmen aber gut. "Der deutsche Mittelstand macht beste Geschäfte - trotz der schwierigen wirtschaftlichen und politischen Großwetterlage", erklärte die Beratung. 59 Prozent der befragten Manager seien derzeit uneingeschränkt zufrieden mit der Geschäftslage. Dies sei der beste Wert seit Beginn der Umfrage 2004.

hej/Reuters



insgesamt 26 Beiträge
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herr_jaspers 26.01.2017
1. Jajaja, topaktuelles Thema
seit gefühlten Äonen. Ein Blick in Stellenbörsen offenbart die schlichte Wahrheit, das die Mehrzahl der Jobs von Sklavenhaltern, sorry, Personaldienstleistern angeboten werden. Für 10 €/h gibt's keine Fachleute. Zahlt ordentliche Löhne für Fach-Arbeit, dann erledigt sich das Problem fast von selbst. MfG herr_jaspers
mobbing 26.01.2017
2. Blablabla - siehe Golem.de
Dort werden 51.000 offene Stellen bei mind. 26.000 Arbeitslosen beklagt. Das Problem ist, es gibt kaum noch Streiten oder Schulungen im klassischen Sinne - mach das mal nebenbei online.
noalk 26.01.2017
3. Und wer macht kriegt dann den Auftrag ...
... und macht den Umsatz? Doch wohl die Konkurrenz. Und weil die dann damit ausgelastet ist, muss sie einen anderen Auftrag ablehnen, der dann zur weiteren Konkurrenz geht, uswusf. Mir scheinen daher die 50 Mrd. viel zu hoch gegriffen.
marthaimschnee 26.01.2017
4. dann sollten die Unternehmen
vielleicht mal über ihre Arbeitsbedingungen oder die gezahlten Löhne nachdenken! Es ist nicht so, daß die Fachkräfte pauschal fehlen, die sind nur nicht (mehr) bereit, zu deren Bedingungen zu arbeiten. Oder aber, den Arbeitgebern sind die Fachkräfte auf dem Markt nicht gut genug. Dann sollten sie ihre Ansprüche überdenken!
Leser161 26.01.2017
5. Idee!
Wenn man keine Fachkräfte findet, gibt es zwei Möglichkeiten a) Mehr zahlen als die Konkurrenz b) Die Fachkräfte selbst ausbilden. Die notwendigen Mehrkosten könnte man mit den 50Mrd decken die man durch die zusätzlichen Aufträge einnehmen würde. Dieser Mechanismus nennt sich Investition, Geld ausgeben um noch mehr geld einnehmen zu können. Oder dachte die Wirtschaft das die Allgemeinheit diese Kosten für sie übernimmt?
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