Mobilfunk-Allianz: T-Mobile und Orange fusionieren in Großbritannien

Seit langem sucht die Deutsche Telekom nach einem Ausweg für ihre kriselnde Mobilfunk-Tochter in Großbritannien - und hat nun mit der France Télécom einen Partner gefunden. Beide Unternehmen verhandeln über den Zusammenschluss von T-Mobile UK und Orange UK - und wollen so zum Marktführer auf der Insel werden.

T-Mobile-Laden neben Orange-Shop in Liverpool: Harte Konkurrenz Zur Großansicht
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T-Mobile-Laden neben Orange-Shop in Liverpool: Harte Konkurrenz

Bonn/London - Große Pläne auf dem Mobilfunkmarkt: Die Deutsche Telekom Chart zeigenund France Telecom Chart zeigen Télécom wollen ihre britischen Töchter verschmelzen - und damit gemeinsam zum Marktführer in Großbritannien werden. Verhandlungen für ein Joint Venture aus T-Mobile UK und Orange UK liefen bereits, teilte die Telekom am Dienstag mit. Kommt der Zusammenschluss zustande, hätte das Unternehmen nach Telekom-Angaben 28,4 Millionen Kunden und 37 Prozent Anteil am britischen Mobilfunk-Markt.

Mit der Ankündigung bestätigte die Telekom Gerüchte, die seit Tagen am Markt kursierten. Kommt das Gemeinschaftsunternehmen zustande, wäre dies ein Rückschlag für den britischen Anbieter Vodafone Chart zeigen, der seinerseits die schwächelnde Mobilfunk-Tochter der Telekom kaufen wollte. Die Telekom hatte monatelang nach einem Käufer für T-Mobile UK gesucht.

Telekom steht in Großbritannien unter Druck

Die Telekom hat seit geraumer Zeit Probleme auf dem britischen Markt, auf dem sie mit Vodafone, O2, Orange Chart zeigen und Hutchison Whampoa Chart zeigen in harter Konkurrenz steht. Der Bonner Telefonriese wechselte unlängst das Management von T-Mobile UK vollständig aus und schrieb 1,8 Milliarden Euro des Firmenwertes ab. Anfang Mai erklärte Telekom-Chef René Obermann allerdings, das T-Mobile-Netz in Großbritannien sei erstmals in einem wettbewerbsfähigen Zustand.

In das neue Joint Venture will die Deutsche Telekom die gesamten Aktivitäten von T-Mobile UK ohne Barmittel und Schulden einbringen. France Télécom geht dagegen mit einer Nettoverschuldung von 1,25 Milliarden Pfund in das Bündnins. Auf diese Weise sollen die Wertunterschiede zwischen Orange, der Nummer Drei auf dem britischen Markt, und der deutlich kleineren T-Mobile UK ausgeglichen werden.

Der Vertragsschluss wird für Ende Oktober erwartet. Allerdings stehe die gesamte Transaktion noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrates der Deutschen Telekom, des Board of Directors von France Télécom sowie der Genehmigung durch die entsprechenden Wettbewerbsbehörden, erklärten die Unternehmen.

yes/AFP/AP

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