Mobilfunk-Branche Nokia und HTC einigen sich in Patentstreit

Nokia macht seine Mobilfunk-Patente zu Geld: Der finnische Konzern hat einen Deal mit dem Smartphone-Hersteller HTC ausgehandelt. Der Konkurrent soll künftig für die Nutzung von Technologien zahlen. Im Gegenzug zieht Nokia mehrere Patentklagen zurück.

Vorrat an Erfindungen: HTC zahlt künftig für die Nutzung von Nokia-Patenten.
DPA

Vorrat an Erfindungen: HTC zahlt künftig für die Nutzung von Nokia-Patenten.


Espoo - Die Handy-Hersteller Nokia und HTC haben einen lange währenden Patentstreit beigelegt. HTC werde an den finnischen Konzern künftig für die Nutzung seiner Erfindungen zahlen, teilten die Unternehmen am Freitag mit. Damit würden auch alle Patentklagen beigelegt. Außerdem wollen Nokia und HTC demnach eine technische Kooperation ausloten.

Die genauen Konditionen des Deals blieben geheim. Nokia hatte sich in den vergangenen Monaten in mehreren Patentverfahren durchgesetzt - und damit den Spielraum für HTC immer weiter eingeengt.

Seit 2012 klagte Nokia gegen mehrere Konkurrenten. Der Vorwurf: Die Verletzung von insgesamt 45 Patenten. Das Unternehmen zehrt nach vielen Jahren an der Spitze des Handy-Geschäfts von einem reichen Vorrat an geschützten Erfindungen.

In der Mobilfunkbranche läuft seit mehreren Jahren ein großer Patentkonflikt, bei dem oft Geräte mit dem Google-Betriebssystem Android im Visier stehen. Der schärfste Kampf wird dabei vom iPhone-Konzern Apple und dem Smartphone-Marktführer Samsung ausgefochten. Nokia hatte sich mit Apple schon 2011 auf einen Patent-Deal geeinigt - und damit einige seiner Erfindungen versilbert.

usp/dpa

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