Brüssel - Die EU-Kommission und das US-Justizministerium erlauben dem US-Internetkonzern Google die geplante Übernahme des Handy-Herstellers Motorola Mobility. Das Zusammengehen der beiden Unternehmen wecke keine kartellrechtlichen Bedenken, sagte EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia am Montag.
Wenige Stunden nach der Genehmigung aus Brüssel hatte auch das US-Justizministerium die geplante Übernahme in Höhe von 12,5 Milliarden Dollar genehmigt. Eine sechsmonatige Überprüfung habe ergeben, dass durch den Zusammenschluss der Unternehmen der Wettbewerb auf dem Markt für Mobilfunkgeräte nicht gefährdet sei, teilte das Ministerium mit.
Das Geschäft habe keine maßgeblichen Auswirkungen auf den Markt von Handy-Betriebssystemen und den dazugehörenden Patenten, hieß es auch aus Brüssel. Dennoch zeigten sich die Kartellwächter kritisch: Sie würden genau darauf achten, dass Google die Motorola-Patente künftig nicht missbräuchlich einsetze, sagte Almunia. "Das ist unsere Sorge."
Google-Aktien legten auf die Nachricht hin in New York zu. Die US-Behörden dürften die Übernahme noch in dieser Woche abnicken, wie Reuters in der vergangenen Woche aus Kreisen erfuhr. Das Geschäft muss unter anderem auch noch in China genehmigt werden.
Google
hatte die Übernahme von Motorola
im August angekündigt. Mit dem größten Zukauf in seiner Geschichte will der Internetriese seine Stellung im Mobilfunkmarkt stärken, wo das Unternehmen bislang hauptsächlich als Anbieter des Betriebssystems Android vertreten ist. Technologieunternehmen wie auch Apple und Samsung liefern sich erbitterte Kämpfe um begehrte Patente und gehen vor Gericht mit Urheberrechtsklagen immer härter gegen ihre Rivalen vor.
lgr/dpa/Reuters/dapd
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