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Auktion der Bundesnetzagentur: Mobilfunkfirmen zahlen 5,1 Milliarden Euro für schnelles Internet

Antennen für den Mobilfunk: Frequenzen sind von elementarer Bedeutung für die moderne Technologie Zur Großansicht
DPA

Antennen für den Mobilfunk: Frequenzen sind von elementarer Bedeutung für die moderne Technologie

Die Mobilfunkfrequenzen für das schnelle Internet sind verteilt: Vodafone, Telefónica Deutschland und Telekom zahlen insgesamt 5,1 Milliarden Euro. Der Staat kann sich über die Erlöse freuen.

Die Auktion um neue Mobilfunkfrequenzen für das schnelle Internet der Bundesnetzagentur bringt dem Staat einen höheren Erlös als zunächst angenommen. Die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland (O2) boten insgesamt knapp 5,1 Milliarden Euro. Das teilte die Bundesnetzagentur mit. Alle drei Bieter seien erfolgreich gewesen und hätten Frequenzen ersteigert.

Mit Hilfe der erstmals versteigerten 700-Megahertz-Frequenzen (MHz) sollen künftig auch in ländlichen Regionen schnellere Internetverbindungen über Mobilfunkgeräte wie Smartphones oder Tablets möglich sein. Für die Nutzungsrechte zahlt Telefónica Deutschland 1,2 Milliarden, die Deutsche Telekom 1,8 Milliarden und Vodafone 2,1 Milliarden Euro.

Die gut drei Wochen dauernde Auktion war damit teurer als von Experten erwartet, die mit einem Ergebnis von höchstens 4,5 Milliarden Euro gerechnet hatten. Die Erlöse gehen an den Staat, der einen Teil in den Breitbandausbau stecken will.

Bei der letzten Auktion vor fünf Jahren hatten Telekom, Vodafone und die mittlerweile fusionierten Firmen E-Plus und Telefónica zusammen 4,4 Milliarden Euro auf den Tisch gelegt. Allerdings hat sich die Branche seitdem deutlich gewandelt, da die Funknetze wegen des Booms von Smartphones und Tablet-Computern bald an ihre Grenzen stoßen.

brk/Reuters/dpa

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insgesamt 39 Beiträge
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1. Sinnvoll
sebastian.teichert 19.06.2015
Schnelles, zuverlässiges und bezahlbares Internet für alle bekommt man ganz bestimmt dadurch, den Mist so teuer wie möglich zu versteigern! -.- So viel zu die Politik hat das als Ziel. Lächerlich!
2.
ir² 19.06.2015
Die Erlöse des einen, sind die Kosten des anderen. Die 5,5 Mrd € finden sich auf den Rechnungen der Internet surfer wieder.
3. bei den Raubrittermethoden....
sabbajohne 19.06.2015
der Mobilfunkanbieter (siehe aufgeschobenes/fast aufgehobenes Roamingabkommen EU) sollte das doch locker zahlbar sein. Sie werden es sich doppelt und dreifach zurückholen!
4. Ich freu mich nicht über die 5 Mrd. Einnahmen
goetzuwe 19.06.2015
Die Firmen zahlen das ganze doch nur, weil Sie wissen, dass sie diese Kosten dauerhaft auf uns abwälzen können. Daher fände ich es besser, wenn der Staat das für je 1 EUR abgegeben hätte mit der Auflage das die Kosten / Netzabdeckung einen definierten Wert erfüllen müssen. Aber so ist das halt Gier frisst Hirn.
5.
hein.ch 19.06.2015
Warum nur einen Teil? Was macht denn der Staat dafür? Geld für nix kassieren und nicht sinnvoll investieren...
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Bundesnetzagentur
Die Behörde existiert unter diesem Namen seit Juli 2005. Die Bundesnetzagentur, die vorher Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post hieß, ist für die Beaufsichtigung und Regulierung der Energie-, Telekommunikations-, Post-, und Bahnnetze in Deutschland zuständig. Aufgabe der Bundesnetzagentur ist es, Wettbewerb in Monopolen zu ermöglichen und die Entstehung von Monopolen zu verhindern. Deswegen werden Märkte beobachtet, wettbewerbsgerechte Preise ermittelt und durchgesetzt. Die Bundesnetzagentur arbeitet weitgehend autark, ist aber hinsichtlich der politischen Hierarchie dem Bundeswirtschaftsministerium untergeordnet. ssu

Mobile Breitbandformate
UMTS
Universal Mobile Telecommunications System - wird oft als Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G) bezeichnet, da er deutlich höhere Datenübertragungsraten als sein Vorgänger GSM ermöglicht. Deutsche UMTS-Netze schaffen üblicherweise eine Bandbreite von 384 Kbit/s im Standardmodus. Mit der Erweiterung HSPA+ (siehe dort) sind bis zu 42 Mbit/s möglich (Stand Ende 2012). Reguläre DSL-Anschlüsse bieten heute üblicherweise 16 Mbit/s. (mehr ...)
HSPA+
High Speed Packet Access - setzt auf UMTS auf, erzielt aber deutlich höhere Übertragungsraten bei der Übertragung vom Mobilfunkmast zum Endgerät. Die praktisch erreichbare Datenrate liegt zurzeit bei 42 Mbit/s (Stand Ende 2012). Der HSPA+-Standard sieht Übertragungsraten von bis zu 168 Mbit/s vor, die bisher allerdings noch nicht erreicht werden. (mehr ...)
LTE
Long Term Evolution ist der Name, den eine Reihe von Mobilfunkunternehmen diesem Standard der vierten Mobilfunkgeneration gegeben haben. LTE ist im Grunde eine Weiterentwicklung von UMTS - braucht aber gänzlich neue Hardware, einschließlich neuer Sendestationen. Theoretisch sind per LTE Downloadraten von bis zu 300 Mbit/s per Mobilfunk möglich. Tatsächlich werden von LTE-Netzbetreibern maximal 100 Mbit/s angeboten. In Deutschland werden für LTE Frequenzbänder verwendet, die durch die Umstellung der TV-Ausstrahlung auf digitale Angebote frei geworden sind. Einer der Vorteile von LTE ist die im Vergleich zu UMTS größere Reichweite der Funkmasten. Unter anderem deshalb wird LTE in Deutschland genutzt, um ländliche Gegenden, in denen eine DSL-Verkabelung nicht wirtschaftlich wäre, mit schnellen Datendiensten zu versorgen. Ein Problem bei LTE ist, dass es regional und je nach Anbieter auf unterschiedlichen Frequenzen arbeitet. Da nicht jeder LTE-Chip alle diese Frequenzen beherrscht, können manche Endgeräte trotz grundsätzlicher LTE-Tauglichkeit nicht alle LTE-Netze nutzen. . (mehr ...)
GPRS
General Packet Radio Service - dieser Standard zerlegt Daten beim Sender in einzelne Pakete, überträgt sie gestückelt und setzt sie beim Empfänger wieder zusammen. Durch Bündelung mehrerer Übertragungskanäle ist theoretisch eine Übertragungsrate von bis zu 171,2 Kbit/s möglich. Im praktischen Betrieb sind es meist 55,6 Kbit/s - so langsam waren Modems in den Zeiten vor DSL. (mehr ...)
EDGE
Enhanced Data Rates for GSM Evolution - Technik zur Erhöhung der Übertragungsrate von Daten in GSM-Mobilfunknetzen. Durch effizientere Modulationsverfahren sollen in der Summe bis zu 384 Kbit/s erreicht werden - das ist UMTS-Geschwindigkeit. Edge wurde bisher in 75 Ländern eingeführt. (mehr ...)
WiMax
Die WiMax-Technologie umfasst mehrere Standards zu Datenübertragung auf verschiedenen Funkfrequenzen. Manche WiMax-Standards brauchen eine Sichtverbindung zwischen Sender und Empfänger, bei anderen können die Signale auch Mauern durchdringen. Bei Tests soll WiMax schon Datentransferraten von mehr als hundert Mbit/s erreicht haben. Hermann Lipfert, Experte für Drahtlosnetze beim Münchner Institut für Rundfunktechnik (IRT), schätzt, dass in einer regulären WiMax-Funkzelle Transferraten von 50 Mbit/s realistisch sind - unter idealen Bedingungen und bei Anwendung aller derzeit zur Verfügung stehenden technischen Tricks. Diese Bandbreite müssten sich dann wie bei UMTS alle Nutzer teilen, die in der jeweiligen Funkzelle online sind. Bislang hat WiMax aber noch keine Bedeutung (Stand Ende 2012).(mehr ...)

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