Modekette: Zara verspricht Kleidung ohne Schadstoffe
Bei der spanischen Modekette Zara sollen Kunden in spätestens acht Jahren mit gutem Gefühl einkaufen können. Bis 2020 will das Unternehmen alle gesundheits- und umweltschädlichen Chemikalien aus seinen Kleidungsstücken verbannen. Greenpeace spricht von einem Meilenstein.
La Coruna/Hamburg - Das spanische Modeunternehmen Zara will bis zum Jahr 2020 ohne gesundheits- und umweltschädliche Chemikalien Kleidungsstücke herstellen lassen. Der Dachkonzern Inditex, zu dem neben Zara auch eine Reihe anderer Modemarken gehört, verpflichtete sich in einer Erklärung zu einer Strategie der "Null-Belastung".
Bereits ab dem kommenden Jahr soll der Einsatz bestimmter Chemikalien unterbunden werden, teilte der Konzern mit. Zudem werde das Unternehmen in Textilfabriken und Zulieferfirmen Inspektionen vornehmen und offenlegen, welche Stoffe eingesetzt werden.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sieht die Ankündigung des spanischen Unternehmens als Resultat einer internationalen Kampagne. "Dies ist ein Meilenstein für eine saubere Textilproduktion", sagte die Chemie-Expertin der Organisation, Christiane Huxdorff. "Die gesamte Modebranche muss dem Marktführer nun folgen."
Inditex versicherte, das Unternehmen habe sich schon immer einer umwelt- und gesundheitsfreundlichen Produktion verpflichtet gefühlt. Die im Mai aufgenommenen Gespräche mit Greenpeace seien ein Teil dieser Strategie.
mmq/dpa
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