Monsanto-Deal Bayer sammelt weitere Milliarden von Anlegern ein

Für die Übernahme des US-Konzerns Monsanto braucht Bayer viel Geld. Über Anleihen und die Ausgabe neuer Aktien sammeln die Leverkusener bei Anlegern Milliarden ein.

Fahnen auf dem Bayer-Gelände
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Fahnen auf dem Bayer-Gelände


Der Bayer-Konzern hat sich für die Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto eine weitere Milliardensumme gesichert. Über neue Anleihen sammelte der Dax-Konzern nach eigenen Angaben 15 Milliarden Dollar ein. Das Geld komme von institutionellen Investoren aus mehreren Ländern. Bayer will damit einen Teil der Kredite für die Zwischenfinanzierung der Übernahme zurückzahlen.

Einen weiteren Teil der Monsanto-Übernahme will Bayer mit der Ausgabe neuer Aktien finanzieren. An diesem Dienstag läuft die Frist für die Bayer-Aktionäre ab, sich über Bezugsrechte an der Kapitalerhöhung des Konzerns zu beteiligen.

Bayer wird mit dem Kauf größter Saatguthersteller

Die neuen Anleihen, die Bayer bei Investoren platziert hat, sind in acht Tranchen aufgeteilt. Ihre Laufzeiten liegen zwischen 3 und 30 Jahren. Die Nachfrage nach den neuen Bayer-Anleihen war hoch. Nach Unternehmensangaben war die Platzierung etwa dreifach überzeichnet.

Bayer hatte Monsanto samt übernommener Schulden für 63 Milliarden Dollar erworben und will einen großen Teil des Kaufpreises mit Eigenkapital stemmen.

Es ist die größte Übernahme eines deutschen Unternehmens im Ausland. Mit dem Kauf von Monsanto steigt Bayer zum weltgrößten Hersteller von Saatgut und Pflanzenschutzmitteln auf. Der Name Monsanto soll künftig verschwinden.

Die Integration des US-Riesen in die eigenen Konzernstrukturen muss allerdings noch warten. Diese kann erst erfolgen, wenn der Verkauf wichtiger Geschäftsteile an den Rivalen BASF abgeschlossen ist - eine Auflage der Kartellbehörden.

cop/dpa



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