Aktienhoch BASF und Bayer wollen angeblich Monsanto kaufen

Glyphosat, Genmais - der Agrarchemie-Riese Monsanto ist eines der umstrittensten Unternehmen der Welt. Nun sollen gleich zwei deutsche Konzerne seine Übernahme planen.

Protest gegen Monsanto
DPA

Protest gegen Monsanto


Übernahmespekulationen haben die Aktien des Agrarchemie-Konzerns Monsanto am Donnerstag vorbörslich in die Höhe schnellen lassen. Sowohl der Chemiekonzern BASF als auch der Pharma- und Chemiekonzern Bayer sollen Berichten zufolge Interesse an den US-Amerikanern haben. Die Aktie von Monsanto legte zeitweise um zehn Prozent zu.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg prüft Bayer ein 40 Milliarden Dollar schweres Angebot. Kurz zuvor hatte der Branchendienst Streetinsider.com berichtet, dass BASF mit Investmentbanken wegen eines möglichen Übernahmeangebots gesprochen habe.

Im März hatte es in Medienberichten geheißen, Monsanto habe mit den beiden deutschen Konzernen Gespräche über deren Argarchemie-Sparten geführt.

Monsanto stand in den vergangenen Jahren vielfach in der Kritik. Das Unternehmen produziert Saatgut und Herbizide und setzt seit den Neunzigerjahren Technologien zur Erzeugung gentechnisch veränderter Pflanzen ein. Auch wegen seines umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat machte Monsanto zuletzt Schlagzeilen.

Ein Bayer-Sprecher wollte auf Anfrage keinen Kommentar zu den Marktgerüchten abgeben. Auch ein Monsanto-Sprecher wollte sich gegenüber Bloomberg dazu nicht äußern.

ssu/dpa-AFX



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