Insolventer Großbetrieb Ex-Manager von Skandalbäckerei Müller-Brot vor Gericht

Mäusedreck und Kakerlaken in der Brotfabrik: Vor vier Jahren ging die Großbäckerei Müller-Brot an einem Lebensmittelskandal zugrunde. Jetzt müssen sich drei frühere Manager vor Gericht verantworten.

Angeklagten  Ex- Manager im Landgericht Landshut: Ungeziefer in der Bäckerei
DPA

Angeklagten Ex-Manager im Landgericht Landshut: Ungeziefer in der Bäckerei


Fast vier Jahre nach dem Skandal um Hygienemängel in der Großbäckerei Müller-Brot hat der Prozess gegen drei frühere Manager begonnen. Damals wurden Mäusedreck und Kakerlaken in der Backfabrik im Münchner Vorort Neufahrn gefunden.

Den Ex-Managern der inzwischen pleitegegangenen Großbäckerei wird vorgeworfen, in mehreren Fällen große Mengen von Lebensmittel in den Handel gebracht zu haben, die nicht zum Verzehr geeignet waren. Die damaligen Geschäftsführer, darunter auch der frühere Haupteigentümer Klaus Ostendorf, stehen zudem wegen Insolvenzverschleppung und Betrugs vor dem Landgericht Landshut.

Anfang 2012 hatte das Landratsamt Freising die Produktion in der Skandalfirma gestoppt. Zwei Wochen später meldete Ostendorf Insolvenz an. Das Verfahren gegen einen damaligen Betriebsleiter, den Produktionsleiter und die Leiterin des Qualitätsmanagements war wegen Geringfügigkeit eingestellt worden.

mxw/dpa



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
catcargerry 02.11.2015
1. Les ich das richtig?
Diejenigen, die für die Produktionsbedingungen und die Hygiene vor Ort verantwortlich waren, wurden wegen geringer Schuld laufen gelassen? Natürlich sind Geschäftsführer für alles verantwortlich und haben die Organisation so zu gestalten und zu überwachen, dass alle einschlägigen Vorschriften eingehalten werden. Deshalb sind sie immer mit dran. Aber danach waren die lautstarken Vorwürfe wegen der Hygiene, die den Exitus herbeigeführt haben, wohl Pipifax und jetzt bleiben nur Insolvenzvergehen übrig.
andros0813 02.11.2015
2.
ist wohl wieder ein lehrstück, das sich betrug lohnt..anklage wegen insolvensverschleppung, bring 2 mon. auf bewährung, tats all...für tausende menschen, deren unmittelbare gesundheit gefährdet wurde und die sicher auch spätfolgen haben, ist das ein schlag ins gesicht...anklage wegen schwerer körperverletzung ist das mindeste, wofür sich diese mafiosis zu verantworten hätten...ein kleinunternehmen, das belegte brötchen nebenbei verkauft, wird vom gesundheitsamt dransaliert, muss mehrere hygieneabnahmen machen, aber hier können jahrelang kriminelle verfaulte grundnahrungsmittel zusammenschütten und in den handel bringen...man sollte auch ein paar amtspersonen zur verantwortung ziehen und es müsste sofort die streichung von pansionsansprüchen folgen.. ich kaufe seit jahren regionale biobrote, deren bäcker ich kenne..
wauz 02.11.2015
3. Müller Brot
macht Mäuse tot! Aber der Spott gilt nicht mehr. Die Fabrik wurde unter neuer Leitung wieder auf die Füße gestellt und produziert Brot, das den Regeln entspricht. Abgesehen davon sind gebackene Kakerlaken wahrscheinlich nicht gesundheitsschädlich, sonder bloß ein bisserl bää.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.