Illegale Vermietung in München Gericht zwingt Airbnb zur Herausgabe von Vermieterdaten

Wer in München private Wohnungen mehr als acht Wochen bei Airbnb vermietet, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Die US-Firma muss den Behörden helfen, solche Vergehen zu ahnden, hat nun ein Gericht entschieden.

Büro der Airbnb Germany GmbH in Berlin (Archiv)
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Büro der Airbnb Germany GmbH in Berlin (Archiv)


Der Online-Unterkunftsvermittler Airbnb muss der Stadt München die Namen und Adressen von Anbietern illegal genutzter Ferienwohnungen preisgeben. Das Verwaltungsgericht München teilte am Donnerstag mit, dass eine Klage des US-Unternehmens gegen eine entsprechende Anordnung der Stadt abgewiesen worden sei. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Behörden der bayerischen Landeshauptstadt können somit die Daten aller privaten Unterkünfte bei Airbnb anfordern, die länger als acht Wochen im Zeitraum von Januar 2017 bis einschließlich Juli 2018 als Ferienwohnung angeboten worden sind. Private Wohnungen, die mehr als acht Wochen im Jahr als Ferienwohnung angeboten werden, gelten als zweckentfremdet - die Anbieter begehen eine Ordnungswidrigkeit.

Airbnb bedauerte das Urteil und kündigte an, weitere Schritte prüfen zu wollen.

beb/dpa



insgesamt 52 Beiträge
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Seite 1
loncaros 13.12.2018
1.
Wieso können sie das Urteil nicht einfach ignorieren? Sie haben in Deutschland keine Mitarbeiter, die man verhaften könne. Sie haben hier kein Vermögen, das man einfrieren könnte Sie haben hier keine Werte, die man beschlagnahmen könnte.
hazelhoff78 13.12.2018
2. Richtig so!
Genau wegen solcher Profitgier wie bei AirBnB wird die Wohnungsnot in Städten immer größer und größer. Kann ja nicht sein, dass Einheimische auf der Straße sitzen während privater Wohnraum an Touristen verhökert wird.
anders_denker 13.12.2018
3. Solange Einkünfte ordentlich versteuert werden
hat das eigentlich keinen etwas anzugehen. Es gibt so viele Leute die beruflich unterwegs sind und Ihre Wohnung nur an Wochenenden benötigen oder sogar noch seltener.
j.c78. 13.12.2018
4. Gleichbehandlung
Warum muss der Besitzer einer Wohnung, die er vielleicht als Altersvorsorge erworben hat, diese dem Wohnungsmarkt zur Verfügung stellen? Natürlich verpflichtet Eigentum! Aber warum gelten für Immobilen ungleich härtere Voraussetzungen? Wenn man die Nutzung privater Wohnung sozialisiert, dann bin ich dafür, dass die Einkommen von Akademikern zu 10 Prozent zwingend für 10 Kahre bei örtlichen Energieversorger mit einer festen Zinsbindung angelegt werden. Wenn Eigentum verpflichtet, dann gilt das auch für alle...
w.diverso 13.12.2018
5. Irrsinnig kluger Ansatz!
Zitat von loncarosWieso können sie das Urteil nicht einfach ignorieren? Sie haben in Deutschland keine Mitarbeiter, die man verhaften könne. Sie haben hier kein Vermögen, das man einfrieren könnte Sie haben hier keine Werte, die man beschlagnahmen könnte.
Aber man kann die Seiten von Airbnb überall dort sperren wo sie sie die Zusammenarbeit verweigern. Außerdem geht es da um Fälle wo Private illegal ein Geschäft machen welches eigentlich Hotels machen sollten, und das ohne die behördlichen Auflagen (Brandschutz etc.) die Hotels haben zu erfüllen, und voraussichtlich auch ohne dafür Steuern zu zahlen.
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