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Multimedia-Ausrichtung: Telekom-Chef Obermann ändert Konzernstrategie

Die Grenzen zwischen Internet, Mobilfunk und Fernsehen verwischen - jetzt soll sich die Telekom mit voller Kraft auf die neue Multimedia-Welt einstellen. Im SPIEGEL-Interview kündigt Konzernchef Obermann eine neue Ausrichtung binnen Monaten an und kritisiert die staatlichen Regulierungsbehörden.

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Telekom-Chef Obermann: Neue Strategie für den Konzern

Bonn - Konzernchef René Obermann will die strategische Ausrichtung der Deutschen Telekom grundlegend erneuern. Schon im Frühjahr 2010 soll eine "Strategie 2.0" vorgestellt werden, mit der die Telekom auf die wachsenden Herausforderungen der neuen Multimedia-Welt antworten will. Dies kündigt der Telekom-Chef in einem Interview mit dem SPIEGEL an.

Hintergrund der neuen Ausrichtung ist laut Obermann die Tatsache, dass die "Grenzen zwischen Internet, Mobilfunk und Fernsehen" zunehmend verschwinden. Darauf wolle sich der Konzern einstellen.

Mehrere Arbeitsgruppen entwickelten derzeit Konzepte, die "Wachstumschancen gerade mit Blick auf Internetdienste stärker" betonten. Ein Beispiel für die neue Ausrichtung sei der "jüngst übernommene Internetdienstleister Strato", sagte Obermann. Außerdem soll es zunehmend Telekom-Produkte geben, die man per Handy, PC oder Fernsehen nutzen kann.

Kritik an Wettbewerbsaufsicht

Obermann greift die für die Telekom zuständigen Regulierungsbehörden scharf an. In ihren bisherigen Entscheidungen hätten sie den sich verschärfenden Wettbewerb zum Beispiel durch die TV-Kabelnetzbetreiber nur ungenügend berücksichtigt.

"Wenn sich Investitionen nicht mehr lohnen, weil wir unsere Netze zu vorgeschriebenen Preisen jedem Konkurrenten zur Verfügung stellen müssen", werde es Probleme geben, sagte der Telekom-Chef. Dann "wird es zum Beispiel sehr schwer, die weißen Flecken, die es in der Breitbandversorgung in Deutschland gibt, zu schließen".

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 55 Beiträge
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1. Telekommunikationspolitik
penthalon 27.12.2009
Man will von der Politik einerseits die Vorteile eines Fernmeldemonopols erhalten, wie zum Beispiel keine Streikmöglichkeit bei der Telekommunikation oder flächendeckende Versorgung. Andererseits will man in der Politik aber die Vorteile eines vollen Wettbewerbs, wie günstige Preise. Das geht nicht oder nur zu Lasten der Telekom, die meiner Meinung nach bald in die Pleite rutscht. Dann haben wir aber die wirklichen Probleme, denn dann werden nur die wirklich lohnenden Kunden in den Ballungszentren versorgt und sicher bei den jetzt schon niedrigen Festnetzpreisen nicht das flache Land, das jetzt noch ganz gut (mit Abstrichen) von der Telekom versorgt wird.
2. Das wird ein Flop
wrzlbrnft 27.12.2009
Wenn man die bisherige Internetpräsenz von T-xxxx betrachtet, wird dies auch ein Flop: Ein Sammelsurium unstrukturierter, ungeplanter und verwirrenden Internet Seiten. Will man irgendwo auf seinen persönlichen Account gelangen, muss man unübersichtliche und unnötige Sicherheitsschranken überwinden. All dies ein abschreckendes Musterbeispiel, wie man es nicht machen sollte.
3. Konzern-Strategen ...
frankwis 27.12.2009
Zitat: " - jetzt soll sich die Telekom mit voller Kraft auf die neue Multimedia-Welt einstellen." Na, danke auch. Wenn diese "Einstellung", wie aus allzu häufiger Erfahrung der letzten Jahrzehnte zu befürchten steht, nach dem altbekannten Muster des notorischen Kommunikationsverhinderungsbeamtenstadls abläuft, dann wisssen wir ja schon, was da auf uns zukommt. Dieser Laden voll Drehstuhlpiloten als Zukunftsweiser - haben wir gelacht! Merke: Ein neues Motto ändert nichts am alten Stall mit den alten Gäulen, genausowenig wie weiland der neue Stall mit Namen "Agentur für Arbeit"(!!!) etwas an den alten Gäulen "Arbeitsvermittler" mit neuem Namen "Fallmanager" (und schon wieder: "was haben wir gelacht"!) geändert hat: einmal träger Sesselfurzer, immer träger Sesselfurzer. Zum Thema Obermann: Hat er eigentlich immer noch nicht seine Schäfchen im Trockenen, das er da noch rumtönen muß? Sollte er vieleicht mal den Zumwinkel kontaktieren, damit der ihm ein paar Tips gibt, wie man sich als Topmanager gesundstößt (und vieleicht sogar, OHNE dabei erwischt zu werden??) ...
4. hausaufagaben
ozlemon 27.12.2009
die tcom soll erstmal ihre hausaufgaben machen und zusehen, dass sie ihr dsl netz flächendeckend an den start bekommt. dann kommt der service, dann die preise, dann die grotiigen internetseiten und und und.. vorher sollten sie mal die finger von großen würfen lassen, das geht eh in die hose..
5.
sweetyboy 27.12.2009
Man hätte damals bei der privatisierung, das gesamte bestehende Netz, Hausanschlüsse usw nicht der Telekom überlassen dürfen. Das gesamte Netz samt Hausanschlüsse hätte ich der Regulierungsbehörde überlassen, die von jedem Internetanbieter eine Gebühr zum benutzen der Hausanschlüsse und Netze verlangt. Derzeit hat die Telekom sozusagen die Macht über das damalige Netz und es kann kein vernünftiger Wettbebeewrb stattfinden. Und die Regulierungsbehörde wäre auch für den weiteren Ausbau der Netze uswverantwortlicht, das wäre eine Maßnahme gewesen, die mich damals hoch erfreut hätte. Wie jetzt die Bundespolitiker den fatalen fehler begehen werden, wahrscheinlich, bei der Banprivatisierung, wo der Deutschen Bahn das gesamte Bahnnetz überlassen werden soll, anstatt das das gesamte Bannetz samt stillglegter Streckenabschnitte beim Staat verbleibt. Ich bin zwar ehem FDP Mitglied und heiße privatisierungsmaßnahmen teilweise für sinvoll, aberbei solchen Sachen sollte der Staat regulierend eingreifen, damit wirklicer wettbewerb auc stattfinden kann. Und wen nder Staat zuständig ist für den Ausbau der Glasfasernetze, und kein Unternehmen, kann der Staat sagen: Ok, wir bauen für Dorf x eine Internetverbindung auf. Die Dorfbewohner können sic am Ausbau beteiligen. Ein Unternehmen muss zwangsläufig auf die wirtschaftlickeit bei einem Proekt schauen, der Staat wesentlich weniger. Und es würde bei Vertrasverhandlungen zwischen Vororten einer Stadt die nicht angeschlossen sind ans Netz, die mit der Telekom verhandeln, nict monatelang dauern bis eine einigung erzielt wurde.
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