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Vermittlungs-App: Daimler-Tochter übernimmt MyTaxi

MyTaxi auf einem Smartphone: Weltweiter Spitzenreiter Zur Großansicht
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MyTaxi auf einem Smartphone: Weltweiter Spitzenreiter

Die Taxibranche wird weiter aufgemischt: Daimler-Tochter Moovel übernimmt die Vermittler-App MyTaxi. Doch es gibt einen großen Unterschied zum aggressiven Start-up Uber.

Stuttgart/Hamburg - Daimler baut seine Mobilitätsangebote aus - und steigt stärker ins Taxi-Geschäft ein. Moovel, eine Tochterfirma des Autokonzerns, übernimmt den Betreiber der Taxivermittlungs-App MyTaxi, die Intelligent Apps GmbH aus Hamburg. Das teilten die beiden Unternehmen am Mittwoch mit. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Moovel hatte schon zuvor Anteile an der App gehalten. Mit mehr als zehn Millionen Downloads sei MyTaxi weltweit Spitzenreiter unter den Taxivermittlungs-Apps, hieß es. Ziel nach der Übernahme sei es, die internationale Expansion von MyTaxi voranzutreiben. Dafür soll die App künftig in die Moovel-Plattform integriert werden, auf der etwa das Carsharing-Angebot Car2go sowie Mobilitätsangebote von Fahrradverleihern, öffentlichem Nahverkehr und Mitfahrgelegenheiten miteinander verglichen werden können.

Anders als Anbieter wie das amerikanische Start-up Uber, das auch private Fahrer mit Kunden zusammenbringt und so das Taxigewerbe gegen sich aufbringt, strebt Moovel eine friedliche Kooperation mit den etablierten Zentralen an. "Wir suchen die Zusammenarbeit und möchten eine Einladung dazu aussprechen", sagte Moovel-Chef Robert Henrich. Gerade in Deutschland gebe es ein hohes, schützenswertes Qualitätsniveau.

Das neue Geschäft mit den Mobilitätsangeboten zahlt sich für Daimler Chart zeigen inzwischen aus: "Wir werden mit Car2Go und Moovel einen Umsatz von 100 Millionen Euro bis Ende 2014 erreichen", sagte Moovel-Finanzchef Marcus Spickermann. Das Unternehmen übernimmt zudem den Anbieter RideScout LLC MyTaxi für den Markt in Nordamerika. Alle Unternehmen sollen an ihren bisherigen Standorten eigenständig weitergeführt werden.

vks/dpa

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1.
garfield 03.09.2014
---Zitat--- Anders als Anbieter wie das amerikanische Start-up Uber, das auch private Fahrer mit Kunden zusammenbringt und so das Taxigewerbe gegen sich aufbringt, strebt Moovel eine friedliche Kooperation mit den etablierten Zentralen an ---Zitatende--- Ja, toll! Und worin besteht nun der im Zwischentitel reißerisch angekündigte "große Unterschied zum aggressiven Start-up Uber"? Nur darin, "eine friedliche Kooperation" zu suchen? Wenn's um die Verbindung zur nächsten Taxizentrale geht, wird diese in der Tat möglich sein. Das ist dann aber keine Konkurrenz, geschweige denn in irgend einer Form vergleichbar mit Uber.
2. clickbait
Chelios 03.09.2014
nennt man das im englischen, was SPON seit einiger Zeit mit seinen Artikelüberschriften macht. Das ist ganz schön nervig und zudem auch unnötig.
3. Über ist nicht gleich MyTaxi
oxy 03.09.2014
Verstehe ich nicht, was hat Über mit MyTaxi gemeinsam? Über MyTaxi ordere ich direkt ein ganz normales Taxi in der Nähe, halt ohne den Umweg über eine Zentrale. Dh: Fahrer zahlt Steuern, hat Beförderungsschein, ist versichert, Fahrgast ebenso. Und darum geht es doch!
4. ...
van_doesburg 03.09.2014
Und leider steht kein einziger Satz, keine einzige "journalistisch-motivierte Anmerkung" drin, was einer der haupt Beweggründe seitens Daimler/Mercedes ist... Selbst der schnellste und schluderigste aller dpa-Schreiberlinge hätte kurz erwähnen sollen, dass Mercedes das Gros der Taxiflotten-Fahrzeuge stellt: E-Klasse & Co. Mercedes ist zwar heute nicht mehr Alleinherrscher, wie in den 80ern & 90ern mit den Baureihen W123 und W124 der Fall, aber trotzdem geht's bei der MyApp-Übernahme v.a. um Sicherung des riesigen "original deutschen Taxi-Lizenz Inhaber" Kundenstamms.
5. taxipreise werden nicht vom Unternehmer bestimmt...
spon-facebook-10000165694 03.09.2014
sie mögen zwar von den Taxiunternehmen vorgeschlagen werden, jedoch bestimmt die Stadt ob der Tarif so in Ordnung ist.. es liegt somit nicht bei den Unternehmen, dass es manchen Menschen zu teuer erscheint, wenn Sie für 15 Minuten Arbeit und PKW-Gebrauch ca. 10 Euro zahlen sollen, bei ständiger Bereitschaft und Beförderungspflicht (was man dabei nicht vergessen sollte) Taxen kosten schließlich auch Geld, wenn kein Fahrgast da ist... mein Friseur bekommt für die gleiche Zeit ca. das gleiche Geld, jedoch muss der davon kein Sprit und keine Reparaturen an einem Auto bezahlen... ich empfinde die Entlohnung von Taxen daher als fair...
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