Nach der Pleite: Inder steigen bei Solarfirma Solon ein

Erst die Pleite, jetzt die Rettung? Das insolvente Berliner Solarunternehmen Solon hat laut einem Zeitungsbericht einen Investor gefunden: das indisch-arabische Unternehmen Microsol.

Solaranlagen: Die Branche steckt in der Krise Zur Großansicht
REUTERS

Solaranlagen: Die Branche steckt in der Krise

Berlin - Das insolvente Berliner Solarunternehmen Solon kann auf Rettung aus dem nahen und fernen Osten hoffen. Wie der "Tagesspiegel" berichtet, will das indisch-arabische Unternehmen Microsol größere Teile des börsennotierten Solon-Konzerns kaufen. Von den noch rund 400 in Berlin beschäftigten Mitarbeitern dürfe ein Großteil bleiben, 21 hätten eine Kündigung bekommen.

Laut "Tagesspiegel" will Microsol zumindest die Maschinen und das Inventar übernehmen, nicht aber das Verwaltungs- und Produktionsgebäude. Über die Kaufsumme sei nichts bekannt.

Solon hatte Ende 2011 Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen galt einst als Pionier in der Solarbranche und beschäftigt weltweit rund 800 Mitarbeiter.

Die deutsche Solarbranche steht unter erheblichem Druck. Billigkonkurrenz kommt vor allem aus Asien. In den vergangenen Monaten mussten weltweit bereits eine ganze Reihe Unternehmen Insolvenz anmelden. Experten rechnen mit weiteren Pleiten.

stk/dapd

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken
  • Nutzungsrechte Feedback
Fotostrecke
Grafikstrecke: Der weltweite Solarmarkt