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Nach Gerichtsurteil Post-Billigtochter First Mail steht vor dem Aus

Zentrale der Deutschen Post in Bonn: Konzerntochter First Mail auf dem PrüfstandZur Großansicht
DPA

Zentrale der Deutschen Post in Bonn: Konzerntochter First Mail auf dem Prüfstand

Nach über zehn Jahren soll Schluss sein: Die Deutsche Post prüft laut einem Zeitungsbericht die Schließung ihrer Billigtochter First Mail. Ein Gerichtsurteil hatte zuvor das ursprüngliche Geschäftsmodell zunichte gemacht.

Bonn - Der Billig-Briefdienstleister First Mail steht vor der Schließung: Der Mutterkonzern Deutsche Post Chart zeigen erwägt die Auflösung seiner Billigtochter. Das bestätigte ein Sprecher des Konzerns gegenüber der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ("FAZ").

Der Entscheidung war ein ein Urteil des nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgerichts vorangegangen. Nach Meinung der Richter darf der Briefdienst nicht mit günstigeren Angeboten arbeiten als sein Mutterkonzern. First Mail muss nun seine Preise anheben. Damit verliere die Tochter ihr Geschäftsmodell, erklärte der Sprecher.

Der Konzern will sich die nächsten vier bis sechs Wochen die Marktchancen ansehen. Man wolle erst einmal abwarten, wie die Kunden reagieren. "Wenn eine Tochter auf Dauer nicht profitabel sein sollte, muss man sehen, wie es weiter geht", erklärte der Sprecher. Bei First Mail sind rund 1600 Menschen beschäftigt.

Das Gericht hatte kritisiert, dass die Firma mit Standorten in Düsseldorf, im Ruhrgebiet und in Teilen von Berlin mit Kampfpreisen offensichtlich die Konkurrenten des Mutterkonzerns verdrängen wolle. Bereits im Juni hatte die Bundesnetzagentur First Mail aufgefordert, das Preisniveau der Deutschen Post nicht zu unterschreiten. Dagegen hatte sich First Mail vor Gericht erfolglos zur Wehr gesetzt.

dis/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
MasterMurks 21.11.2011
Vielleicht wäre zu diesem Urteil etwas mehr Hintergrund interessant: Wie kommt First Mail zu diesen niedrigen Preisen? Wie sind die Arbeitsbedingungen dort? Wie ist der Service im Vergleich zur Post (Brieflaufzeit länger als ein [...]
Vielleicht wäre zu diesem Urteil etwas mehr Hintergrund interessant: Wie kommt First Mail zu diesen niedrigen Preisen? Wie sind die Arbeitsbedingungen dort? Wie ist der Service im Vergleich zur Post (Brieflaufzeit länger als ein Tag, Frankierservice, Abholung, ...)? Wie groß ist das Mindestauftragsvolumen? Macht der Verein überhaupt Gewinn oder finanziert die Post eine "Verdrängertochter"? Aber dazu findet man nichts im Artikel. Wahrscheinlich eine Agenturmeldung und das wars. Aber zum Thema: Sollte First Mail tatsächlich mit Abstrichen am Servie arbeiten und so trotz ordentlicher Bezahlung billiger sein als der Mutterkonzern und dabei trotzdem Gewinn machen, dann ist das Urteil eines der dümmsten der deutschen Geschichte. Sollte der Verein aber auf Kosten des Mutterkonzerns und der Arbeitnehmer bei gleichem Service und (kostenloser?) Nutzung der Infrastruktur des Mutterkonzerns dessen Konkurrenz aus dem Markt drängen, dann kann man das Urteil durchaus anchvollziehen. Mit den gegebenen Informationen ist jedoch keine sinnvolle Meinungsbildung möglich.
Methados 21.11.2011
sie haben vollkommen recht. qualitätsjournalismus sieht anders aus. zu ihrer info: verdängungstochter.
Zitat von MasterMurksVielleicht wäre zu diesem Urteil etwas mehr Hintergrund interessant: Wie kommt First Mail zu diesen niedrigen Preisen? Wie sind die Arbeitsbedingungen dort? Wie ist der Service im Vergleich zur Post (Brieflaufzeit länger als ein Tag, Frankierservice, Abholung, ...)? Wie groß ist das Mindestauftragsvolumen? Macht der Verein überhaupt Gewinn oder finanziert die Post eine "Verdrängertochter"? Aber dazu findet man nichts im Artikel. Wahrscheinlich eine Agenturmeldung und das wars. Aber zum Thema: Sollte First Mail tatsächlich mit Abstrichen am Servie arbeiten und so trotz ordentlicher Bezahlung billiger sein als der Mutterkonzern und dabei trotzdem Gewinn machen, dann ist das Urteil eines der dümmsten der deutschen Geschichte. Sollte der Verein aber auf Kosten des Mutterkonzerns und der Arbeitnehmer bei gleichem Service und (kostenloser?) Nutzung der Infrastruktur des Mutterkonzerns dessen Konkurrenz aus dem Markt drängen, dann kann man das Urteil durchaus anchvollziehen. Mit den gegebenen Informationen ist jedoch keine sinnvolle Meinungsbildung möglich.
sie haben vollkommen recht. qualitätsjournalismus sieht anders aus. zu ihrer info: verdängungstochter.
Nonvaio01 24.11.2011
die Firma wurde wohl eh nur fuer abschreibungen der Post genuzt. Ich denke nicht das damit ernsthaft Gewinn gemacht wurde. darum wohl auch der spruch der Richter, das die TOCHTER nicht den Preis der Mutter unterbieten kann. [...]
die Firma wurde wohl eh nur fuer abschreibungen der Post genuzt. Ich denke nicht das damit ernsthaft Gewinn gemacht wurde. darum wohl auch der spruch der Richter, das die TOCHTER nicht den Preis der Mutter unterbieten kann. was fuer mich soviel heisst wie man kann nicht absichtlich verlust machen. Naja wissen werden wir es wohl nie solange wir nicht den Fianzbericht haben.
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