Trotz Insolvenz: Schlecker plant neue Läden in Spanien

Schlecker hat es in Deutschland nicht geschafft, seine Läden zu retten. Doch nach der Pleite plant die Drogeriekette nun neue Filialen in Spanien. Dort habe man "den größten Erfolg" erzielt.

Ausverkauf bei Schlecker: Leere Regale in Deutschland, neue Geschäfte in Spanien Zur Großansicht
dapd

Ausverkauf bei Schlecker: Leere Regale in Deutschland, neue Geschäfte in Spanien

Madrid - Für Schlecker gab es in Deutschland auch nach monatelangem Ringen keine Zukunft mehr. In Spanien will die insolvente Drogeriemarktkette jetzt dennoch weiter expandieren. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters bestätigte am Donnerstag Medienberichte in Spanien, nach denen Schlecker dort bis 2014 insgesamt 62 neue Läden eröffnen will.

In Spanien betreibt Schlecker derzeit 1127 Filialen und beschäftigt 3228 Mitarbeiter. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz sucht derzeit nach einem Käufer für die spanische Tochtergesellschaft. Man habe bereits Kontakt zu mehreren Interessenten aufgenommen, sagte er nach Angaben der staatlichen spanischen Nachrichtenagentur Efe. Bis Ende des Jahres solle ein Käufer gefunden werden. Spanien sei der Markt, auf dem Schlecker "den größten Erfolg" erzielt habe - der Umsatz lag 2011 bei 320 Millionen Euro.

In Deutschland verloren nach der Insolvenz Tausende Schlecker-Frauen ihren Job, bei der Tochtergesellschaft Schlecker XL wurde das endgültige Aus kurze Zeit später verkündet. Bei den noch laufenden Verhandlungen über die Schlecker-Tochter IhrPlatz sind weitere 4000 Arbeitsplätze in Gefahr.

mal/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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1. langsam
crocodil 05.07.2012
wundert mich hier in der Wirtschaft garnichts mehr. Wie kann Schlecker noch investieren, wo er doch bankrott ist? Aber vielleicht profitirt er auch von dem EU - Rettungsschirm und sonnt sich in seiner Villa auf Mallorca. Seine früheren Mitarbeiter in Deutschland waren doch nur Mittel zum Zweck, und interessieren ihn heute nicht mehr.
2.
meimei 05.07.2012
Zitat von crocodilwundert mich hier in der Wirtschaft garnichts mehr. Wie kann Schlecker noch investieren, wo er doch bankrott ist? Aber vielleicht profitirt er auch von dem EU - Rettungsschirm und sonnt sich in seiner Villa auf Mallorca. Seine früheren Mitarbeiter in Deutschland waren doch nur Mittel zum Zweck, und interessieren ihn heute nicht mehr.
steht doch im Artikel, eine Tochtergesellschaft.
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