Verheerende Krypto-Bilanz Bitcoin-Kurs verliert 75 Prozent in elf Monaten

Vor rund einem Jahr erreichte die Bitcoin-Begeisterung ihren Höhepunkt - und der Wert der Digitalwährung 20.000 Dollar. Seitdem bewegt sich der Kurs allerdings vornehmlich in eine Richtung: abwärts.

Symbolbild
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Der Sinkflug der populären Digitalwährung Bitcoin hat ein neues Stadium erreicht. An Handelsbörsen wie Bitstamp ist der Kurs für einen Bitcoin zwischenzeitlich bis auf 4200 Dollar gefallen. Damit summieren sich die Kursverluste der Kryptowährung auf etwa 25 Prozent in weniger als einer Woche.

Der Bitcoin steht damit auf dem tiefsten Stand seit Oktober 2017. Mehr noch: Seit dem Allzeithoch am 21. Dezember 2017 hat die Kryptowährung mehr als 75 Prozent ihres Werts verloren. Befeuert durch zahlreiche Berichte über immer neue Kursrekorde pumpten damals viele Anleger Milliardensummen in die Kryptowährung. Gelohnt hat sich das kaum: Wer beispielsweise vor elf Monaten zum Höchstpreis von 19.840 Dollar einen Bitcoin gekauft hat und ihn heute loswerden will oder muss, würde mehr als 15.000 Dollar Verlust machen.

Nicht nur Bitcoin, auch andere bekannte Digitalwährungen wie XRP, Ether oder Bitcoin Cash standen am Dienstag weiter unter Druck. Das Internetportal Coinmarketcap gibt den Wert aller rund 2000 Kryptoanlagen aktuell mit rund 152 Milliarden Dollar an. Das sind fast 60 Milliarden Dollar weniger als noch vor knapp einer Woche. Zu Zeiten des Kryptobooms vor etwa einem Jahr hatte der Marktwert aller Digitalwährungen bis zu 830 Milliarden Dollar betragen.

Fachleute nennen viele Gründe für den aktuellen Ausverkauf von Digitalanlagen. Unter dem Strich laufen viele Argumente auf eine schlechte Stimmung unter der Krypto-Anhängerschaft und interessierten Anlegern hinaus. So gibt es etwa Streit über die Aufteilung ("Hard Fork") des "kleinen Bruders" von Bitcoin, Bitcoin Cash.

Hinzukommen Entscheidungen der US-Börsenaufsicht SEC, die am vergangenen Freitag zwei Unternehmen wegen sogenannter digitaler Börsengänge (ICOs) zu Strafen verurteilt hat. Außerdem warten Anleger seit Langem vergeblich auf die Zulassung eines börsengehandelten Indexfonds (ETF) auf Bitcoin.

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dbate

beb/Reuters

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