Öffnung für Händler: Arbeitnehmer scheitern mit Sanierungskonzept für Neckermann

Der Aufsichtsrat sagt Nein: Arbeitnehmer des angeschlagenen Versandhauses Neckermann haben vergeblich einen Vorschlag zur Rettung der Logistiksparte vorgelegt. Nun fürchten sie die Folgen eines "Schrumpfkonzepts".

Neckermann-Paket in Frankfurt: Jede zweite Stelle soll wegfallen Zur Großansicht
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Neckermann-Paket in Frankfurt: Jede zweite Stelle soll wegfallen

Frankfurt am Main - Enttäuschung für die Beschäftigten des Versandhändlers Neckermann: Ein von Arbeitnehmervertretern vorgeschlagenes Sanierungskonzept ist gescheitert. Der Aufsichtsrat habe den Vorschlag mehrheitlich abgelehnt, sagte der stellvertretende Aufsichtsratschef Thomas Schmidt am Freitag.

Kernforderung der Arbeitnehmervertreter war, die Logistiksparte in Frankfurt mit rund 870 Beschäftigten nicht zu schließen, sondern für andere Anbieter wie große Textilhersteller und Modeketten zu öffnen. Viele von ihnen seien nicht auf die Abwicklung von Online-Bestellungen eingerichtet, oft fehlten ihnen Lager und Fachkräfte dafür. Neckermann könne so den Versand und Retouren für andere Einzelhändler übernehmen. Außerdem wollten Vertreter der Gewerkschaft Ver.di den Handel mit Textileigenmarken erhalten.

Mit der Ablehnung des Plans wird der geplante Stellenabbau konkreter: Neckermann hatte Ende April bekanntgegeben, von den gut 2500 Stellen 1380 zu streichen. Das Unternehmen will das seit Jahren schrumpfende Katalog-Geschäft aufgeben und sich ganz auf den Online-Handel beschränken, der 80 Prozent des Umsatzes ausmacht. Die Angestellten sollen am kommenden Dienstag auf Betriebsversammlungen über die Entscheidung informiert werden.

Das Sanierungskonzept der Geschäftsführung ist nach Ansicht von Ver.di unrealistisch, weil es gleich in mehreren Punkten auf falschen Annahmen beruhe. "Ich glaube, dass man insgesamt die Konzepte noch einmal korrigieren muss", sagte Wirtschaftsprüfer Günter Stolz, den die Gewerkschaft mit der Überprüfung des Neckermann-Sanierungsplans beauftragt hat. Alles in allem handele es sich um ein "Schrumpfkonzept, das nicht perspektivträchtig ist".

Das 1950 gegründete Versandhaus gehört dem US-Finanzinvestor Sun Capital. Davor war es zusammen mit der großen Schwester Quelle und den Karstadt-Warenhäusern unter dem Dach des Handelskonzerns Arcandor gewesen, bis dieser in die Pleite rutschte.

dab/Reuters/dapd

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1. Ganove
allereber 04.05.2012
Auch Neckermann lebte von billigen DDR Häftlingen. Der Betrieb wurde vorher von Juden billig erzwungen. Neckermann war schon immer ein falscher Hund.
2. Neckermann war ein Strolch und irgendwie...
Demokrator2007 04.05.2012
Zitat von allereberAuch Neckermann lebte von billigen DDR Häftlingen. Der Betrieb wurde vorher von Juden billig erzwungen. Neckermann war schon immer ein falscher Hund.
Die Firma entstand durch die Zwangsenteignung mehrerer jüdischer Textilkaufleute im 3ten Reich. Dazu gehörte auch der Großvater des US-Sängers Billy Joel, dem Firma und Villa gestohlen wurden. Die Bundesrepublik "entschädigte" ihn dafür mit 2 Mio. D-Mark,viel zu niedrig. Neckermann ist heute einer der größten Spammer im Online-Versandhandel. Die Zerschlagung des Unternehmens wäre schon durch diese Fakten gerechtfertigt. Ciao DerDemokrator
3.
animanera 06.05.2012
Abgesehen von der Historie Neckermanns, ist es eine Schande wie hier mit den Beschäftigten umgegangen wird. Willkommen im Land der Heuschrecken. 1380 Arbeitslose mehr, wat solls!
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  • Freitag, 04.05.2012 – 19:39 Uhr
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