Globale Expansion Netflix ist jetzt in 190 Ländern verfügbar

Der Online-Videodienst Netflix ist ab sofort in fast jedem Land der Erde präsent. Konzernchef Hastings spricht schon von der Geburt eines globalen TV-Netzwerks. Ein wichtiger Staat sperrt sich allerdings gegen seinen Dienst.

Netflix-Logo: Präsenz in 190 Ländern
REUTERS

Netflix-Logo: Präsenz in 190 Ländern


Der Online-Videodienst Netflix ist am Mittwoch in 130 weiteren Ländern gestartet. Bisher war Netflix in rund 60 Ländern präsent. Damit hat der Dienst fast sein Ziel erfüllt, global verfügbar zu sein. "Sie erleben heute die Geburtsstunde eines neuen globalen Internet-TV-Netzwerks", werbetextete Konzernchef Reed Hastings auf der Technikmesse CES in Las Vegas. Bis Ende 2016 wolle man in 200 Ländern verfügbar sein.

Die Onlinevideothek startete auch in Indien. Damit expandiert Netflix in ein Land mit 1,3 Milliarden Einwohnern, in dem der Breitbandausbau massiv anzieht und ein Fünftel der Bevölkerung online ist.

Ein wichtiger Staat fehlt dem Unternehmen allerdings noch auf seiner Liste: China. In dem 1,4-Milliarden-Menschen-Reich gebe es Netflix weiterhin nicht, räumte Hastings ein. Er hoffe aber, mit der Zeit auch dort zu starten. Auch auf der Krim, in Nordkorea und in Syrien ist aufgrund der US-Sanktionen, denen amerikanische Unternehmen unterliegen, kein Zugriff auf Netflix möglich.

Die US-Firma, das mit dem Postversand von DVDs anfing, ist einer von mehreren Anbietern, die Filme und Videos aus dem Netz bereitstellen. Sie hat inzwischen mehr als 70 Millionen Mitglieder.

Ein internationaler Rivale ist Amazon mit seinem Streaming-Angebot, außerdem gibt es lokale Anbieter wie Maxdome oder Watchever in Deutschland.

Netflix, Amazon und andere Online-TV-Dienste greifen immer stärker nach der Macht in der TV-Industrie. Sie vermessen den Zuschauer - und verändern seine Sehgewohnheiten. Die traditionellen Fernsehsender geraten durch die digitale Konkurrenz zusehends unter Druck.

Das Fernsehen der Zukunft: Multimedia-Reportage aus Los Angeles

ssu/dpa-AFX/Reuters



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insgesamt 9 Beiträge
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thegambler 06.01.2016
1.
Ist auch gut so, dass die Kabel-Anbieter und Sender und Druck geraten. Es kommt so viel Schund im TV und wenn etwas interessantes läuft kommt, habe ich nicht mal die Wahl OV zu gucken, muss eine Woche warten bis zur nächsten Sendung und bin abhängig von den Sendezeiten, nee Danke. Durch Netflix fahre ich da bedeutend besser. Mag natürlich nicht für jeden zutreffen, aber für mich passts auch vom P/L-Verhältnis.
fixik 06.01.2016
2.
Preis/Leistungsverhältnis ist bei Netflix immer noch katastrophal. Ich habe die russisches Alternative zu Netflix. Der Preis ist zwar doppelt so hoch, die Leistung jedoch 10 mal besser, 250 Sender, größere Videothek, aktuellere Filme, 14-tägige Archive für die meisten der 250 Sender, bei den Sendern sind auch Sender wie Discovery Chanal, History Chanal, Animal Chanal ect mit dabei. Alleine diese Sender sind den Preis fast schon wert. Da muss Netflix leistungsmäßig noch einiges nachlegen. Auch technisch wirkt Netflix unausgereift.
tulius-rex 06.01.2016
3. Zeitenwende
Die Zeit ist vorbei, in der man Termine oder Besuche platzen lassen musste, weil eine spannende Sendung kam. Man schaut dann, wenn man Zeit und vor allem Lust dazu hat und ist überdies der eigene Programmgestalter an welchem Ort auch immer ohne "...bei-Risiken-und-Nebenwirkungen-fragen-Sie-Ihren-Arzt-oder-Apotheker-Quatsch". Zeitversetztes FS über Festplattenspeicher ist unkomfortabel und von gestern, weil die (überflüssige) Werbung leider mit aufgenommen und gespeichert wird. Die klassischen Sender haben es immer noch nicht kapiert indem sie wichtige Beiträge lediglich 7 Tage in den Mediatheken anbieten und als Gipfel der Frechheit Sendungen auf DVD verkaufen,obwohl der ör-Kunde sie schon einmal mit seinen Gebühren bezahlt hat. Deswegen ist NETFLIX unschlagbar gut und jederzeit kündbar; ein Geschäftsmodel mit Zukunft.
frank-bhv 06.01.2016
4. Nicht die ÖR-Sender, #3
Dass viele Beiträge nur 7 Tage vorliegen, liegt nicht an den Sendern, sondern den Ministerpräsidenten der Länder. Die haben das so im Rundfunkstaatsvertrag vorgesehen. Sonst aber gebe ich Recht: Seit Netflix (& co.) da sind, ist lineares TV bei uns eher out, wenn auch nicht ganz weg vom Fenster. Die Möglichkeiten sind einfach besser.
amdorf 07.01.2016
5. Watch never
Der Konkurent Watcgever wird zu Watch never tendieren, weil dieser Streamingdienst ein überaltertes Programm anbietet welchers auch noch sehr überschaubar ist.
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