Neue Aktienstruktur Facebook fädelt Börsengang ein

Es mehren sich die Anzeichen für einen Börsengang von Facebook. Die Online-Plattform führt eine Aktienstruktur ein, nach der sich Stimmrechte derzeitiger Anteilseigner verzehnfachen. Experten werten das als ersten Schritt für den bevorstehenden Weg aufs Parkett - noch wiegelt Unternehmenschef Zuckerberg ab.

Facebook-Chef Zuckerberg: Plattform für rund 300 Millionen Nutzer
AP

Facebook-Chef Zuckerberg: Plattform für rund 300 Millionen Nutzer


Palo Alto - Facebook bereitet sich offenbar auf einen Börsengang vor. Das Online-Netzwerk führt eine Zwei-Klassen-Aktienstruktur ein. In einer Erklärung betonte Facebook allerdings, ein Gang an die Börse stehe nicht unmittelbar bevor. Man wolle lediglich für bestimmte Angelegenheiten die Kontrolle der bisherigen Aktieninhaber sichern.

Marktbeobachter werten den Schritt dagegen als eindeutiges Zeichen. "Das ist ein klarer Hinweis darauf, dass sie sich für den Börsengang vorbereiten", sagte Francis Gaskins, Präsident des Börsendienstleisters IPODesktop.com der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. "Es gibt keinen anderen Grund für so etwas."

Facebook ist mit mehr als 300 Millionen Nutzern das populärste Online-Netzwerk. Bislang finanzierte sich das von dem inzwischen 25-jährigen Mark Zuckerberg gegründete Unternehmen durch Kapitalgeber, die zusammen mehr als 600 Millionen Dollar investiert haben.

Alle bisherigen Facebook-Anteilseigner sollen nach den neuen Plänen sogenannte Class-B-Aktien bekommen, die ihnen mehr Stimmrechte und damit auch künftig mehr Einfluss auf die Geschicke des Unternehmens sichern. Class-B-Aktionären sollen zehnmal so viele Stimmrechte erhalten wie herkömmliche Papiere der Klasse A, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eine Person, die Einsicht in entsprechende Dokumente haben soll. Damit würde bei einer Aktienplatzierung vor allem die starke Rolle von Mark Zuckerberg gesichert.

Vorbild Google

Eine solche Zwei-Klassen-Struktur hatte unter anderem der Internetkonzern Google gewählt, um bei seinem Börsengang im Jahr 2004 den Einfluss der Gründer Larry Page und Sergey Brin zu garantieren.

Einen Börsengang zur Aufstockung der Finanzen erwägt derzeit auch der Kurznachrichtendienst Twitter. Zu einem gewissen Zeitpunkt sei ein solcher Schritt durchaus eine Option, erklärte Mitgründer Biz Stone diese Woche. Bislang lebt das populäre Netzwerk vor allem von Investitionen seiner Kapitalgeber.

Bei Online-Netzwerken wie Facebook können Nutzer eigene Profile anlegen und miteinander kommunizieren. Da Facebook als eines der vielversprechendsten Internetunternehmen gilt, wird bereits seit längerem ein Börsengang erwartet. Zuckerberg hatte einen solchen Schritt mehrfach nicht ausgeschlossen, um dem Unternehmen Geld für die weitere Entwicklung zu sichern.

ssu/dpa-AFX

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Forum - Wie verändern neue Freundesnetze das Sozialleben?
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einfeindesein 28.02.2009
1. Neues und Altes
Zitat von sysopVon Facebook bis MySpace: Freundesnetze werden immer beliebter und gehören inzwischen zum kommunikativen Alltag. Wie verändert die Teilnahme an diesen Internet-Gemeinschaften das Sozialleben?
Der Mensch ist ein soziales Wesen und kann durch neue Möglichkeiten mehr Kontakte knüpfen. Allerdings kann das auch zu Einsamkeit führen, wenn man nur noch zu Hause vor dem Rechner brütet. Oder ist es ZUfall, daß die Zahl der Singles zunimmt und die Einsamkeit um einen herum auch? Und man hinterlässt auch Spuren im Netz, die man nicht mehr löschen kann, wenn sie einmal verbreitet sind. Und eventuell bei potentiellen Partnern oder auch Personalchefs weniger gut ankommen. Und noch nie war es so einfach, Banalitäten so schnell zu verbreiten. Bei der Fülle an Informationen ist es genauso schwer, aus der Masse aufzutauchen wie analog etwa in Kneipen oder Discotheken.
emma, 28.02.2009
2. irrelevant
Für mein "Sozialleben" bedeutet es nichts, ich könnte auch darauf verzichten. Stayfriends, wer-kennt-wen und ähnliche Seiten sind ganz gut um das weitläufige Umfeld (ehemalige Mitschüler, entfernte Bekannte/Verwandte) nicht komplett aus den Augen zu verlieren. Aber die wichtigen Kontakte zu Freunden und Familie finden im realen Leben statt. emma
Roter Stern, 28.02.2009
3. Glück VS Befriedigung
Zitat von sysopVon Facebook bis MySpace: Freundesnetze werden immer beliebter und gehören inzwischen zum kommunikativen Alltag. Wie verändert die Teilnahme an diesen Internet-Gemeinschaften das Sozialleben?
Ich kenne einige Leute, die nach oder vor ihren Arbeitszeiten Stunden mit der Abhandlung aller Internetportale und Communities verbringen (müssen). Ein komischer Zwang, der einfach nur Zeit kostet. Der Unterschied, zum Beispiel in einem Smalltalk mit dem Imbissbesitzer ein Feedback und ein freundliches Lächeln zu bekommen, gar noch einen schönen Tag gewünscht zu bekommen, zu dem Smilie und den virtuellen Freundschaftsangeboten im Web 2.0 ist: Das erstere macht glücklich, das zweitere befriedigt nur.
MarkH, 28.02.2009
4.
Zitat von sysopVon Facebook bis MySpace: Freundesnetze werden immer beliebter und gehören inzwischen zum kommunikativen Alltag. Wie verändert die Teilnahme an diesen Internet-Gemeinschaften das Sozialleben?
Kaum .. wer "ab vom Schuss" wohnt, der hat dadurch nicht umbedingt mehr Lebensqualität. Die Hoffnung, die ich damit verband, dass man auf dem Land leben und Kontakte zu Projekten halten könnte, hat sich nicht erfüllt. Besser man freundet sich mit den Bauern an ;)
Mocs, 28.02.2009
5.
Dieses "facebook", "Stasi-VZ", usw. Geraffel ist doch ideal für emotionale Krüppel. Ich bevorzuge "Real Life 1.0" - echte Menschen am Tresen oder sonstwo kennenlernen, sie anfassen und riechen können, zeitgleich lachen können usw., usw., usw. . Obwohl ich sehr viel im Internet bin - die Teilnahme an derartigen Communities ist ein Armutszeugnis.
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