Neue Konzernspitze GM-Chefin Barra verdient angeblich 14,4 Millionen Dollar

Seit Januar ist Mary Barra neue Chefin von General Motors - und sie könnte dieses Jahr 14,4 Millionen Dollar verdienen. Das teilte der Opel-Mutterkonzern nun mit und begründete zugleich, warum Barra 60 Prozent mehr als ihr Vorgänger bekommen soll.

GM-Chefin Barra: "Auf Augenhöhe mit vergleichbaren Managern"
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GM-Chefin Barra: "Auf Augenhöhe mit vergleichbaren Managern"


Detroit - Als erste Frau leitet Mary Barra General Motors (GM), den zweitgrößten Autokonzern der Welt. Sie ist seit Januar im Amt - und wird in diesem Jahr wohl 60 Prozent mehr verdienen als ihr Vorgänger. Die Ingenieurin kann mit 14,4 Millionen Dollar rechnen, wie der Opel-Mutterkonzern am Montag mitteilte. Das sind umgerechnet etwa 10,6 Millionen Euro. Barras Vorgänger Dan Akerson hatte in den Vorjahren jeweils rund neun Millionen Dollar verdient.

"Marys Gesamtgehalt ist auf Augenhöhe mit vergleichbaren Managern", erklärte der Verwaltungsratsvorsitzende Tim Solso. Er trat damit dem Eindruck entgegen, die erste Frau an der Spitze eines Autokonzerns bekomme deutlich weniger Geld als ihr männlicher Vorgänger. GM Chart zeigen hatte zunächst nur Teile des Gehaltspakets veröffentlicht, was zu dieser Fehleinschätzung mancher Medien führte.

Barra bekommt demnach ein Grundgehalt von 1,6 Millionen Dollar sowie sofort fällige Boni über 2,8 Millionen Dollar. Hinzu kommen Aktien im Wert von 10 Millionen Dollar, die zeitlich verzögert ausgegeben werden. "Am Ende wird das Abschneiden des Unternehmens darüber entscheiden, wie viel sie bekommt", sagte Solso. Barras Vergütung muss im Juni von den Aktionären genehmigt werden.

Die gebürtige Detroiterin Barra hat ihr gesamtes Berufsleben bei GM verbracht - und sich von weit unten emporgekämpft. Im Jahr 1980 startete sie als Studentin am General Motors Institute und arbeitete zunächst als Ingenieurin in einem Werk der GM-Marke Pontiac, wo ihr Vater 39 Jahre lang beschäftigt war. In ihrer Laufbahn bei dem US-Konzern leitete Barra unter anderem ein Autowerk, war weltweite Personalchefin und zuletzt für die Produktentwicklung zuständig.

Ihr Vorgänger Dan Akerson sagte über sie: "Mary Barra ist tough. Sie mag nett aussehen, aber hinter der Fassade verbirgt sich ein Kern, der ist hart." Barra sei ein bescheidener Mensch, der von vielen gemocht werde: "Aber sie kann schwierige Entscheidungen treffen und den Druck aushalten."

aar/dpa/Reuters



insgesamt 13 Beiträge
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andreas.breu 11.02.2014
1. na ja,
wenn man bedenkt was so mancher fußballspieler verdient und man ebenfalls berücksichtigt dass frau barra einen weltkonzern mitleitet dann ist die gute auf keinen fall überbezahlt...., ich würde sagen: "absolut angemessen, eher noch unterbezahlt".
Berufskritiker 11.02.2014
2. Eine super glaubhafte Begründung!
Zitat von sysopDPASeit Januar ist Mary Barra neue Chefin von General Motors und sie könnte dieses Jahr 14,4 Millionen Dollar verdienen. Das teilte der Opel-Mutterkonzern nun mit - und begründete zugleich, warum Barra 60 Prozent mehr als ihr Vorgänger bekommen soll. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/neue-general-motors-chefin-barra-bekommt-wohl-14-4-millionen-dollar-a-952651.html
Vor Monaten, bzw. seit Jahren, steht Opel auf der Kippe, weil es nicht rentabel ist. Unter anderem wurde ein zu teurer Standort moniert. Sicher können wir alle rechnen. Aber die Opelgranden eher nicht. Alleine mit den 60% mehr Gehalt - für was eigentlich schon jetzt - könnte man den Arbeiter die Gehälter erhöhen oder einfach einen Fonds bilden um in Notzeiten eine Reserve zu haben! Aber als Frau, also Minderheit in den Geschäft, ist jedes Argument recht!
Levkowitz 11.02.2014
3. Überbezahlt
Also ein oder zwei Mille reichen wohl auch aus. Einfach nicht gerechtfertigt soviel Geld zu verdienen. Es steht in keinem Verhältnis zur geleisteten Arbeit. Für 10 Mille klapper ich einfach die Eliteunis ab und kaufe mir 30 Supertalente und mache daraus die Automarke Nummer 1 in der Welt. Denn mehrere Köpfe leisten mehr als ein überbezahlter alleine.
Altesocke 11.02.2014
4. Interessant!
Was begruendet "sofort fällige Boni über 2,8 Millionen Dollar'? Ich dachte, Boni gibt es fuer geleistetes, nicht als Antrittsgeld. Aber ne gute Idee fuer Bankster: Boni am Jahresanfang, fuer das kommende Jahr!
koepi71 11.02.2014
5. cooler Maßstab
"Marys Gesamtgehalt ist auf Augenhöhe mit vergleichbaren Managern" Es wird immer jemanden geben der mehr verdient. Also anheben. Man muss sich ja auf Augenhöhe bewegen. Habe das Gefühl, bei der zur Zeit herrschenden und lenkenden Nehmerkaste gibt es schon lange keine Grenzen mehr. Alle anderen Einkommen gleichen sich kuntinuierlich nach unten an. Im Unternehmen xy sind die Personalkosten nur bei zz. Da müssen wir uns angleichen, am besten noch drunter, sonst kostet das Arbeitsplätze.
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