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Neue Pipeline Gas-Überschuss könnte Preissturz ab 2015 bewirken

Wie entwickelt sich der Gaspreis mit der neuen Ostsee-Pipeline? Laut einer Studie wird der Energieträger zunächst deutlich teurer. Ab 2015 werde dann aber ein Überschuss dazu führen, dass Gas um bis zu 60 Prozent billiger wird.

Berlin - Der Gaspreis wird in Europa einer Studie zufolge in den kommenden Jahren deutlich steigen. Bis 2014 sei mit Preisanstiegen bis zu 40 Prozent zu rechnen, sagte die Unternehmensberatung A.T. Kearney in einer am Dienstag veröffentlichten Studie voraus.

2015 werde dann allerdings zum Wendejahr, und die Preise im Großhandel würden bis zu 60 Prozent einbrechen. Es sei mit Überkapazitäten zu rechnen, die sich auch auf die Auslastung neu gebauter und geplanter Pipelines aus Russland und dem kaspischen Raum auswirken würden.

Die Ostsee-Pipeline Nord Stream werde aber wohl kaum zusätzliche Gasmengen transportieren. Sie sei vor allem eine Alternativroute zu existierenden Verbindungen. Russlands Präsident Dmitrij Medwedew und Kanzlerin Angela Merkel weihten die Leitung am Dienstag ein.

Steigende Nachfrage nach Gas auch im Zuge der Reaktorkatastrophe von Fukushima treibe den Preis des Brennstoffs bis 2014 nach oben, heißt es in der Studie. Besonders betroffen seien Industrie- und Gewerbekunden. Die hatten zuletzt auch stärker von niedrigeren Tarifen profitiert als Haushaltskunden.

Importplus von 26 Prozent

Die nach der Finanzkrise wieder angezogene Konjunktur sowie versiegende Förderquellen in Europa werden die Importe steigern, heißt es in der Studie. Eine größere Rolle wird der Untersuchung zufolge dabei Flüssiggas spielen, das mit Tankern vor allem aus dem arabischen Raum eingeführt wird. Dieses Gas war zuletzt deutlich billiger als etwa Gas, das mit langfristigen Verträgen aus Russland importiert wird. Diese Verträge sehen zudem eine Koppelung an den zuletzt deutlich gestiegenen Ölpreis vor, was für Unternehmen wie E.on Ruhrgas zum Problem wurde.

A.T. Kearney geht zwar davon aus, dass der Gasverbrauch in Europa jährlich um 0,4 Prozent steigen wird. Dies bedeute wohl bis 2020 ein Importplus von 26 Prozent. Das sei jedoch weit weniger als Prognosen aus den vergangenen Jahren prophezeit hatten, wo von einer Verdopplung ausgegangen worden sei. Da Leitungen und Flüssiggasterminals derzeit massiv ausgebaut würden, zeichneten sich bereits Überkapazitäten ab.

Ab 2015 entstehe so eine "Gasblase", die massiv auf die Preise drücken werde. Dazu trage auch bei, dass gerade in Europa zunehmend erneuerbare Energien als Alternative zum Gas genutzt würden. Weltweit werde die Nachfrage nach Gas deutlich stärker ausfallen als in Europa.

cte/Reuters

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insgesamt 23 Beiträge
juergw. 08.11.2011
Nah klar ,Preissturz wie zur Zeit bei den Benzinpreisen ?? Experten hatten doch vor einigen Jahren einen Barrelpreis von 20,--US Dollar voraus gesagt.LOgisch,wir schalten die Atomkraftwerke ab und dann erfolgt der Gaspreissturz. [...]
Nah klar ,Preissturz wie zur Zeit bei den Benzinpreisen ?? Experten hatten doch vor einigen Jahren einen Barrelpreis von 20,--US Dollar voraus gesagt.LOgisch,wir schalten die Atomkraftwerke ab und dann erfolgt der Gaspreissturz. Selten so einen Unsinn gelesen.
Elizabeth_Tudor 08.11.2011
Ich weiss nicht ob das jetzt eine Zeitungsente oder der Witz des Jahres war...ich habe selten so gelacht!!! ;P
Ich weiss nicht ob das jetzt eine Zeitungsente oder der Witz des Jahres war...ich habe selten so gelacht!!! ;P
thiede11 08.11.2011
Der Erdgasverbrauch ist rückläufig. Laut AGEB ist der Erdgasverbrauch in Dtl in den ersten 3 Quartalen 2011 um über 9% zurückgegangen. Aber wenn Dtl das Gas weiter ins Ausland leitet kann es an Durchleitungsgebühren verdienen. [...]
Der Erdgasverbrauch ist rückläufig. Laut AGEB ist der Erdgasverbrauch in Dtl in den ersten 3 Quartalen 2011 um über 9% zurückgegangen. Aber wenn Dtl das Gas weiter ins Ausland leitet kann es an Durchleitungsgebühren verdienen. Von einem Preissturz 2015 wird sicher keine Rede sein da die Nachfrage im Verkehr als Ersatz zum immer teureren Öl steigen wird.
jan50 08.11.2011
"Die Ostsee-Pipeline Nord Stream werde aber wohl kaum zusätzliche Gasmengen transportieren. Sie sei vor allem eine Alternativroute zu existierenden Verbindungen. " --------------- War doch von Anfang an klar dass es [...]
Zitat von sysopWie entwickelt sich der Gaspreis mit der neuen Ostsee-Pipeline? Laut einer Studie wird der Energieträger zunächst deutlich teurer. Ab 2015 werde dann aber ein Überschuss dazu führen, dass Gas um bis zu 60 Prozent billiger wird. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,796622,00.html
"Die Ostsee-Pipeline Nord Stream werde aber wohl kaum zusätzliche Gasmengen transportieren. Sie sei vor allem eine Alternativroute zu existierenden Verbindungen. " --------------- War doch von Anfang an klar dass es keine ökonomische Grundlage dazu gibt und dass die Ostseepipeline zur Erpessung der Transitländer dient für Preisverhandlungen bzw. um diese politisch gefügig zu machen. Wie gut die Gasgeschäfte mit Russland verlaufen müsste man EON fragen.
manni-two 08.11.2011
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Megaprojekt in der Ostsee
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