Neue Standards: Lebensmittelkonzerne wollen auf Käfigeier verzichten

Hühner in Käfigen: Tierschützer vermuten viele Eier aus dieser Haltung in Fertigprodukten Zur Großansicht
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Hühner in Käfigen: Tierschützer vermuten viele Eier aus dieser Haltung in Fertigprodukten

Das dürfte Tierschützer freuen: Verschiedene große Lebensmittelkonzerne versprechen, in Zukunft auf Eier aus Käfighaltung zu verzichten oder besser über die Haltungsform der Legehennen zu informieren. Bislang muss bei verarbeiteten Eiern keine Angabe über deren Herkunft gemacht werden.

Hamburg - Mehrere große Lebensmittelhersteller wollen in Zukunft auf Eier aus Käfighaltung verzichten - oder zumindest besser über die Haltungsform der Legehennen informieren. Anders als bei Schaleneiern müssen bei verarbeiteten Eiern keine Angaben über deren Herkunft gemacht werden. Tierschützer gehen davon aus, dass der Käfiganteil bei Fertigprodukten besonders hoch ist.

Das könnte sich nun zumindest graduell ändern. So kündigte der Mutterkonzern des Fertigessen-Herstellers Erasco, Campbell's, einem Bericht der "Welt" zufolge an, komplett auf Eier aus Bodenhaltung umstellen zu wollen. Gerneral Mills, bekannt für seine Eismarke Häagen-Dasz, gab gegenüber der Zeitung an, bis Ende des laufenden Jahres in seinen Suppen und Eintöpfen nur noch Eier aus Freilandhaltung zu verwenden.

Ebro Foods, die Mutter der Nudelmarken Birkel und Drei Glocken, verwendet nach eigener Darstellung schon seit Jahren Eier aus alternativen Haltungsformen. Laut dem Bericht will das Unternehmen künftig genauer über die Herkunft der Eier informieren.

Der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestlé Chart zeigen gibt bislang nur bei Produkten mit einem besonders hohen Anteil an Eiern wie Mayonnaise deren Herkunft an. Nestlé arbeitet dem Bericht zufolge an Verpackungen mit sogenannten QR-Codes, mit deren Hilfe Smartphone-Nutzer mehr Informationen über Inhaltsstoffe erhalten sollen.

kut/afp

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insgesamt 6 Beiträge
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1. Das ist ein erster Schritt
Badischer Revoluzzer 28.03.2013
gegen Geiz ist geil, denn Qualität hat einen Preis.
2. Die Verwendung von BIO-Eiern aus NRW würde bereits die Deklaration des Dioxingehaltes
Privatier 28.03.2013
Zitat von sysopDPADas dürfte Tierschützer freuen: Verschiedene große Lebensmittelkonzerne versprechen, in Zukunft auf Eier aus Käfighaltung zu verzichten oder besser über die Haltungsform der Legehennen zu informieren. Bislang muss bei verarbeiteten Eiern keine Angabe über deren Herkunft gemacht werden. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/neue-standards-lebensmittelkonzerne-wollen-auf-kaefigeier-verzichten-a-891559.html
...der Gerichte in einer entsprechend erweiterten Produktionformation weitgehend treffsicher entlarven. MfG
3. Geiz ist geil??
YouDontKnowJack 28.03.2013
Ich erinnere an dieser Stelle gerne an den vor kurzem aufgedeckte "Eier Skandal". Nur weil man drauf zahlt, heisst es leider nicht dass man mehr Qilualität für bekommt. Das hat sich mehrfach gezeigt. Solange die vielen Bio oder die sonstigen Siegel nicht transparenter gestaltet, und die Einhaltungen der Standards nicht besser kontrolliert werden, kann man als Käufer höchstens das kaufen was einem vorgegaukelt wird...
4.
les.fleur.du.mal 28.03.2013
Zitat von Badischer Revoluzzergegen Geiz ist geil, denn Qualität hat einen Preis.
Viel wichtiger als Lebensmittel-Qualität erscheint mir die Lebensqualität der Tiere. Ich hoffe, Sie haben das auch so gemeint. Fleurs
5. Problem eindämmen einfach
mbraun09 29.03.2013
Viele Leute würden sich selber gerne ein paar Hühner halten - wie ich. Aber selbst bei vorhandenem Garten ist die Haltung von Hühnern in Wohngebieten verboten.
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