Mehdorn-Nachfolge BER-Gesellschafter sollen sich auf neuen Flughafenchef geeinigt haben

Die Suche nach einem neuen Chef für den Hauptstadtflughafen ist angeblich schon zu Ende. Einem Zeitungsbericht zufolge haben sich die Gesellschafter für den Rolls-Royce-Geschäftsführer Karsten Mühlenfeld entschieden.

Hauptstadtflughafen BER: Neuer Chef angeblich gefunden
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Hauptstadtflughafen BER: Neuer Chef angeblich gefunden


Berlin - Eigentlich wollten sich heute die drei Spitzenvertreter der Flughafengesellschafter Bund, Berlin und Brandenburg in Berlin treffen und über einen neuen BER-Chef beraten. Zwar wurde nicht einmal das Treffen offiziell bestätigt, jetzt aber meldet der Berliner "Tagesspiegel", dass bereits ein Nachfolger für BER-Geschäftsführer Hartmut Mehdorn gefunden ist. Demnach soll Karsten Mühlenfeld, Geschäftsführer des Flugzeugtriebwerkeherstellers Rolls Royce Deutschland, neuer Chef des Berliner Hauptstadtflughafens werden.

Dem Bericht zufolge sollen sich Berlin, Brandenburg und der Bund als Eigentümer der Flughafengesellschaft (FBB) vor dem Spitzentreffen im Roten Rathaus auf die Personalie verständigt haben. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (beide SPD) und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) wollten dort über die Besetzung des BER-Chefpostens beraten. Von Rolls Royce in Dahlewitz wurde dem "Tagesspiegel" bestätigt, dass Mühlenfeld das Unternehmen verlässt.

Der amtierende BER-Geschäftsführer Mehdorn hatte nach Querelen mit dem Aufsichtsrat im Dezember seinen Rücktritt bis spätestens Ende Juni angekündigt. Wichtigste Aufgabe seines Nachfolgers wird es sein, das Projekt Hauptstadtflughafen in Schönefeld zu Ende zu führen. Der Willy-Brandt-Flughafen soll im zweiten Halbjahr 2017 in Betrieb gehen - sechs Jahre später als anfangs geplant. Die Gründe dafür sind Planungsfehler, Baumängel und Technikprobleme.

Die Personalie Mühlenfeld ist der Zeitung zufolge zwischen Müller, Woidke, Dobrindt und dem ebenfalls beteiligten Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) abgestimmt. Der Neue soll den Job kurzfristig antreten, rechtzeitig vor der nächsten regulären Sitzung des Flughafenaufsichtsrates Mitte März. Dort soll es vor allem um die weitere Finanzierung des BER gehen, der nach dem zwischen FBB-Geschäftsführung und Aufsichtsrat im Dezember abgestimmten Fahrplan im zweiten Halbjahr 2017 eröffnen soll.

Wie der "Tagesspiegel" weiter berichtet, seien sich Berlin, Brandenburg und der Bund einig, dass die eingespielte Managementriege unterhalb von Mehdorn bestehen bleiben soll. Finanzgeschäftsführerin Heike Fölster, Technikchef Jörg Marks und der für die Flughäfen Tegel und Schönefeld zuständige Betriebsleiter Elmar Kleinert sollen bleiben. Alle drei gelten jeweils für ihre Gebiete als versierte Führungskräfte, die einen guten Job machen.

Über den Maschinenbauingenieur Mühlenfeld, Jahrgang 1963, schreibt die Zeitung, er gelte als Macher. Er habe an der TU Berlin studiert und bei Rolls Royce in Dahlewitz seine Managerqualitäten bewiesen.

nck

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insgesamt 54 Beiträge
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Seite 1
deus-Lo-vult 16.01.2015
1.
Rolls Royce ist jetzt nicht gerade durch vorbildliches Wirtschaften bekannt. Eher im Gegenteil.
Korken 16.01.2015
2. Manchmal denke ich...
...warum nimmt man nicht einmal einen unbekannten, tortzdem erfahrenen Manager einer kleinen Firma daher, der nicht von einem der großen Weltkonzerne eh schon gepäppelt ist. Oft ist der Erfolg dieser Firmen nur durch die Mitarbeiter, nicht aber des Managers erbracht. Dass Mehdorn hinschmeisst zeigt dies doch ausrücklich (erneut).
auf_dem_Holzweg? 16.01.2015
3. egal wen sie nehmen...
JEDER macht es besser als dieser Ex-Bundesbahn-Beamte in Spätrente!
c.PAF 16.01.2015
4.
"Wichtigste Aufgabe seines Nachfolgers wird es sein, das Projekt Hauptstadtflughafen in Schönefeld zu Ende zu führen." Hm, da steht, das Projekt zu Ende zu führen. Wie soll man das verstehen? Warum schreibt man nicht, das Projekt fertigzustellen? Wird endlich abgerissen oder das Projekt als Mahnmal zu Ende geführt?
sitiwati 16.01.2015
5. wer hat noch
nicht, wer will nochmal baut man jetzt eine Drehtüre beim BER ein, wegen der häufigen Personalwechsel?
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