Business-Netzwerk: Xing bekommt einen neuen Chef

Das Business-Netzwerk Xing bekommt einen neuen Chef: Thomas Vollmoeller, bisher Vorstandsvorsitzender des Schweizer Handelskonzerns Valora wird die Führung bei der Hamburger Firma übernehmen. Vorgänger Stefan Groß-Selbeck verlässt das Unternehmen mit unbekanntem Ziel.

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Valora/dapd

Führungswechsel: Thomas Vollmoeller wird Chef beim Business-Netzwerk Xing

Hamburg - Im Schatten von Facebook sind auch die Business-Netzwerke für berufliche Kontakte gewachsen: Das Hamburger Unternehmen Xing hat Umsatz und Gewinn in den vergangenen vier Jahren mehr als verdoppelt - zum Jahresende verlässt der Vorstandsvorsitzende Stefan Groß-Selbeck das Unternehmen.

Die Aufgaben des Internet-Unternehmers Groß-Selbeck wird Thomas Vollmoeller übernehmen, der bisher Chef der Schweizer Handels- und Logistik-Holding Valora war. "Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, Xing einem Nachfolger zu übergeben", sagte Groß-Selbeck. "Ich persönlich habe mich entschieden, nach vier Jahren neue Wege zu gehen." Welche das sein werden, sagte der 44-Jährige frühere Deutschland-Chef von Ebay nicht.

Tchibo, Conrad und FC St. Pauli

Sein Nachfolger Vollmoeller ist in der deutschen Internetbranche bekannt: Der 52-Jährige, der von IBM ausgebildet wurde und zehn Jahre für die Unternehmensberatung McKinsey arbeitete, steuerte das sogenannte Non-Food-Geschäft bei Tchibo: Kleidung, Technik und Haushaltswaren - vertrieben nicht nur in Tchibo-Filialen, Bäckereien und Supermärkten, sondern auch über einen hauseigenen Onlineshop.

Vollmoellers offizielles Profil bei seinem künftigen Projekt Xing verrät darüber hinaus: Der Fan des Zweitligisten FC St. Pauli sitzt im Verwaltungsrat der deutschen Elektronikmarkt-Kette Conrad und leitet derzeit den Schweizer Handelskonzern Valora. Dieser teilte am Dienstag im Muttenz mit, Vollmoeller verlasse den Konzern unter anderem, um fortan wieder näher bei seiner Familie sein zu können.

Konkurrenzkampf gegen LinkedIn

Vollmoeller muss sich bei Xing Chart zeigen um das Wachstum kümmern. Die deutsche Firma kämpft gerade gegen das erfolgreiche US-Netzwerk LinkedIn Chart zeigen an, das inzwischen auch deutsche Nutzer anspricht. Derzeit tauschen sich auf Xing nach Konzernangaben elf Millionen Menschen aus, fünf Millionen im deutschsprachigen Raum. Das Netzwerk hat sich darauf spezialisiert, Kontakte im Geschäftsleben zu ermöglichen.

LinkedIn bringt weltweit nach eigenen Angaben "über 150 Millionen Fach- und Führungskräfte" zusammen. Im Jahr 2002 in den USA gestartet, greift dieses Netzwerk längst auch den deutschen Markt an - mit einer deutschsprachigen Benutzeroberfläche, Gruppen für deutsche Nutzer und aktuell etwa zwei Millionen deutschen Mitgliedern.

nck/dpa/dapd

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insgesamt 2 Beiträge
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1. optional
peterpanovski 10.05.2012
Ich persönlich finde Xing wesentlich übersichtlicher. Auf linked in finde ich mich nur schwer zu recht. Ich möchte aber auch eine neues erfolgreiches deutsches Business Netzwerk nennen. http://www.xanxi.de hat sich nicht nur auf die Vernetzung von Geschäftskontakten spezialisiert, sondern bietet mit dem netzwerkeigenen B2B Marktplatz auch ganz konkrete geschäftsanbahnungen an. Das besondere an diesem Marktzplatz, Inseriert ein Mitglied eine Anzeige im Marktplatz, erhalten alle Kontakte des Mitglieds eine verlinkte Nachricht im Newsstream auf ihrer persönlichen Startseite auf XanXi. Durch diese neue Art des Market-AdTargeting ist die Warscheinlichkeit sehr groß, das das Angebot oder Gesuch des Mitglieds auf Interesse stößt. Die Mitgliedschaft, sowie auch das Schalten von Anzeigen im Marktplatz ist kostenlos und unverbindlich. Aktuell verzeichnet das XanXi Business Netzwerk stark steigende Nutzerzahlen.
2. Ungereimtheiten
albert schulz 10.05.2012
Es gibt also ein ziemlich verstaubtes, altfränkisches, estrem prüdes und ödes Portal, das mit Business nie was am Hut hatte. Bestenfalls für Gurus obskurer Provenienz. Ansonsten gibt es höchst betuliche Laberei, sehr sittsam und im Regelfall hennenadäquat. Das Niveau der Berufsgruppen ist bestenfalls abschreckend, weit unterhalb von SPON. Und das Ding soll Umsatz und Gewinn im letzten Jahr verdoppelt haben ? Wie das ? Sollte es irgendwelche verborgenen Gewinne geben ? Oder Verkäufe irgendwelcher exotischer Töchter ? Und dann geht der Chef, wenn es am schönsten ist ? Oder wird zwangsweise ausgewechselt ? Gegen einen jungen mit allen Wassern der PR gewaschenen Strategen ? Und warum muß Xing in allen möglichen Kloaken der Medienwelt massiv Reklame machen ? Das machen Firmen, die zu viel Geld haben, aus Imagegründen, nicht zur Werbung. Und alle, denen das Wasser bis Unterkante Oberlippe steht, ein Hilferuf. Klar ist, daß die Brigitte (Hamburg) engstens mit Xing (Hamburg) verbandelt ist. Und genauso offensichtlich sind die herzlichen Beziehungen des Spiegel (Hamburg) zu Xing (Hamburg). Und Burda (Hamburg) hat mittlerweile eine Sperrminorität bei Xing. Und niemand nicht weiß, wer diese Brühe anrührt oder einen Nutzen hat. Oder soll der Kurs hochgejubelt werden, damit die alten Eigner sich endlich von ihren wertlosen Papieren trennen können ? Man kommt sich vor wie in einem Kindergarten, in dem kleine Piraten versuchen, erwachsen zu spielen. Oder Burda+Bertelsmann+Gruner+Jahr sind zu der Einsicht gekommen, daß das verstaubte Modell nichts taugt, und einen Macher engagiert. Vermutlich sollte einfach nur der Name Xing im redaktionellen Teil auftauchen. Nach dem Motto: „Keiner weiß, was das ist, und die es wissen, interessiert es auch nicht sonderlich.“ Witzig ist lediglich, daß SPON Reklame für den Verein macht, obwohl er einer seiner größten Konkurrenten ist, weil er ihm das Wasser abgräbt. Der Wegfall der Kommunikation und der Mitteilungen bei SPON spricht allerdings dafür, daß man Xing Vorteile einräumen will. Und was haben die Piraten damit zu tun ?
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