Neuer Luftfahrtriese Aktionäre billigen Fusion von British Airways und Iberia

Der Zusammenschluss steht kurz bevor: British Airways und Iberia werden sich zur drittgrößten Fluggesellschaft Europas vereinigen. Durch die Fusion wollen die beiden Unternehmen jährlich 400 Millionen Euro einsparen.

Sie wollen hoch hinaus: British Airways und Iberia fusionieren
AFP

Sie wollen hoch hinaus: British Airways und Iberia fusionieren


London/Madrid - Die Airline-Giganten Lufthansa und Air France-KLM bekommen einen neuen Konkurrenten: British Airways (BA) und Iberia werden sich zur drittgrößten Fluggesellschaft in Europa zusammenschließen. Die Aktionäre der beiden Unternehmen haben am Montag die Fusion gebilligt. Das neue Unternehmen trägt den Namen International Airlines Group (IAG), die beiden Marken BA und Iberia bleiben aber erhalten. Bis zum Ende des Jahres soll der Zusammenschluss der Airlines umgesetzt werden.

Sowohl BA als auch Iberia hatten in der Vergangenheit starke Finanzprobleme. Durch die Fusion wollen sie langfristig mit Billiganbietern konkurrieren können. Die beiden Airlines erhoffen sich jährliche Einsparungen von 400 Millionen Euro.

Das neue Unternehmen IAG wird über eine Flotte von 406 Maschinen verfügen, die 250 Ziele anfliegen und rund 60 Millionen Passagiere im Jahr befördern werden. Hauptsitz soll London werden, wo die Fluggesellschaft auch an der Börse notiert sein wird.

Die EU hatte bereits im Juli grünes Licht für den neuen Luftfahrtriesen gegeben. Iberia fliegt von seinem Drehkreuz Madrid viele Ziele in Süd- und Mittelamerika an. BA bedient von London unter anderem Verbindungen nach Afrika, Asien und Nordamerika.

kar/AFP/dpa-AFX/dapd



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
htrunz 29.11.2010
1. Faule Arithmetik
In der Luftfahrtbranche ergibt minus x minus nicht plus. Sicher sind für den newcomer nur die kommenden heftigen Turbulenzen.
Dominik Menakker, 29.11.2010
2. Kein Titel
Zitat von htrunzIn der Luftfahrtbranche ergibt minus x minus nicht plus. Sicher sind für den newcomer nur die kommenden heftigen Turbulenzen.
Ahnung vom Geschäft haben Sie aber ganz dolle, gell? Fakten: Iberia und BA arbeiten seit Jahren zusammen und kennen ihre gegenseitigen Einsparpotentiale sehr sehr gut. Beide haben eine Kurstreckenflotte, welche nur noch ( Iberia ) bzw. hauptsächlich ( BA ) aus Airbus besteht. Die gesamt Wartung, Ersatzteilbevorratung, Personal, Schulungen etc. kann zusammengefasst werden. Die Langstreckenflotten sind komplett unterschiedlich, aber auch das kann Vorteile haben: Neben der 767, deren Tage wohl gezählt sind, ist die 772 das kleinste von BA betriebene Langstreckenmuster ( von der A 318 im Premiumverkehr mal abgesehen ). Nach Abgang der 767 fehlt einfach ein Muster nach unten. 343 der Iberia könnten hier problemlos eingesetzt werden. Ggf. wäre sogar der Betrieb von 332 oder 333 in Spanien interessant, auch wenn diese ggf. ex LHR fliegen. Genauso hat die IB mit ihrer Flottenpolitik ( nur 343 und 346 ) Probleme das Potential aufkommensstarke Märkte adäquat bedienen zu können. Natürlich wäre es ein finanzielles Abenteuer, solche Märkte mit eigenbereederten 747 oder A 380 zu bedienen. Wenn es diese Maschinen aber innerhalb des Konzerns schon gibt, sieht die Kalkulation wieder ganz anders aus. Ebenfalls bedienen IB und BA verschiedene Klientel. Die IB ist eher auf dem preiswerteren Segment zu finden, wobei die BA gundsätzlich keine Langstrecke ohne eigene F betreibt. Das mag im Kern für beide richtig sein, aber es dann halt entprechend schwer, auf Ausnahmen zu reagieren. Bisher landeten Vollzahler in F schon mal des öfteren bei AF. Künftig wird es sehr viel leichter diese Klientel im Konzern zu halten. Ich könnte noch stundenlang weiterschreiben, aber eines ist sicher. Die Fusion IB/BA macht mindestens so viel Sinn wie seinerseits AF/KL Nebenbei: Für alle die es nicht wissen, so z.B. den Autor des Artikel: IB ist die liquiditätsstärkste Airline in Europa.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.