Düsseldorf - Thorsten Heins hat ehrgeizige Ziele: Der neue Chef des Blackberry-Herstellers Research in Motion
(RIM) will das Unternehmen zu einem der größten Produzenten von mobilen Computern machen - nachdem es zuletzt vor allem mit Flops aufgefallen war. "Ich will auf Dauer unter den ersten dreien sein im Markt für mobile Computer", sagte Heins dem "Handelsblatt". Er will dies mit einem neuen Betriebssystem und vielen neuen Anwendungsprogrammen ("Apps") schaffen. Damit soll die Wende bereits ab Februar gelingen.
Blackberry hatte in den vergangenen Jahren zahlreiche Trends verschlafen - vor allem in den Vereinigten Staaten schrumpfte deshalb der Marktanteil zuletzt drastisch. Der einstige Trendsetter bei hochwertigen Handys, sogenannten Smartphones, sah zuletzt vor allem im Vergleich zu Apple
und Samsung
schlecht aus. Dann war Heins Mitte Januar überraschend an die Spitze des kanadischen Unternehmens berufen worden, seit 2007 arbeitet er bereits bei RIM.
Heins räumte ein, dass das Unternehmen Fehler gemacht hat. "Wir hatten Probleme. RIM ist so schnell gewachsen, dass wir manchmal unsere Pläne nicht einhalten können", sagte er. Vor allem die Schwäche in den USA sei nicht zu verkennen.
Heins wies aber auf Erfolge in Europa, im Mittleren Osten, Asien und im pazifischen Raum hin. "Es stimmt einfach nicht, dass wir weltweit auf der Verliererseite sind." Er geht davon aus, dass er genügend Zeit hat, um das Unternehmen wieder zum Erfolg zu führen. "Es wird kein Quartal geben, in dem wir Verluste machen oder in dem uns das Geld ausgeht", sagte er.
Der vom ehemaligen Siemens-Manager avisierte Markt für mobile Computer befindet sich derzeit im Umbruch. Früher wurde das Segment von den Laptop-Herstellern wie Dell
, Lenovo
oder Hewlett-Packard
dominiert. In den vergangenen Jahren drängten Handy-Hersteller wie Apple, HTC, Nokia
oder Samsung mit immer besser ausgestatteten Geräten in den Markt. Zudem sorgte Apple mit dem iPad für den Durchbruch von sogenannten Tablet-PCs.
yes/dpa-AFX/AP
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