Neues Vertrauen Siemens lockert Regeln gegen Korruption

Nach einer gigantischen Schmiergeldaffäre hatte sich Siemens strenge Vorschriften im Kampf gegen Korruption verordnet. Nun werden diese nach SPIEGEL-Informationen zumindest teilweise wieder zurückgefahren.

Siemens-Chef Löscher: Locker in Skandinavien und den USA, hart in Afrika und Asien
dpa

Siemens-Chef Löscher: Locker in Skandinavien und den USA, hart in Afrika und Asien


Knapp vier Jahre nach Bekanntwerden der Schmiergeldaffäre bei Siemens will der Konzern nach Informationen des SPIEGEL seine kurz darauf installierten Anti-Korruptions-Regeln überarbeiten. In besonders anfälligen Ländern, etwa in Afrika oder Teilen Asiens, müssen die Mitarbeiter auch weiterhin strenge Auflagen einhalten und beispielsweise externe Berater oder Handelsvertreter vor deren Verpflichtung besonders sorgfältig überprüfen. Auch jeder Schritt bei einer Auftragsvergabe oder -abwicklung ist nach wie vor lückenlos zu dokumentieren.

Lockern will der Konzern die Vorgaben dagegen in risikoärmeren Regionen der Welt wie den USA oder Skandinavien. Dort sollen die Geschäftsabläufe in Form sogenannter Audits künftig nur noch routinemäßig kontrolliert werden. Stärker als bislang wollen die Konzernoberen dagegen die Einhaltung kartellrechtlicher Vorschriften überwachen. In der Vergangenheit war es vor allem in der Energiesparte immer wieder zu Absprachen mit Konkurrenten gekommen.



insgesamt 6 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Medienkritiker 16.10.2010
1. Mittel zum Zweck
Zitat von sysopNach*einer gigantischen Schmiergeld-Affäre hatte sich Siemens strenge Vorschriften im Kampf gegen Korruption verordnet. Nun werden diese nach SPIEGEL-Informationen zumindest teilweise wieder zurückgefahren. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,723522,00.html
jedem halbwegs gebildeten Menschen dürfte klar sein, dass Korrution ein unverzichtbares Mittel im Kampf um Großaufträge darstellt. Das verlogene und scheinbar "empörte" Getue der Politiker und Aufsichträte, wenn dann mal wieder ein Fall ans Tageslicht kommt, sollte von den Medien verdammt werden-nicht die Korruption als solche...
Alf.Edel 16.10.2010
2. Und vor allem...
Zitat von Medienkritikerjedem halbwegs gebildeten Menschen dürfte klar sein, dass Korrution ein unverzichtbares Mittel im Kampf um Großaufträge darstellt. Das verlogene und scheinbar "empörte" Getue der Politiker und Aufsichträte, wenn dann mal wieder ein Fall ans Tageslicht kommt, sollte von den Medien verdammt werden-nicht die Korruption als solche...
sollten einmal die Korrumpierten zur Rechenschaft gezogen werden! Sprich, die ganzen bestechlichen, raffgierigen Politiker aus diesen(zumeist 3.Welt) Ländern, ohne die keine Firma einen Auftrag erhält.
Nebhrid 16.10.2010
3. #
Zitat von Alf.Edelsollten einmal die Korrumpierten zur Rechenschaft gezogen werden! Sprich, die ganzen bestechlichen, raffgierigen Politiker aus diesen(zumeist 3.Welt) Ländern, ohne die keine Firma einen Auftrag erhält.
Korruption findet hier genauso statt, ebenso wie die OK, oder Steuerhinterziehung, ein Thema das keine der etablierten Parteien anfassen möchte. Gruß Nebhrid
altruist 16.10.2010
4. richtig Siemens-bravo
wenn der laden dadurch bei Siemens brummt,soll es mir recht sein.dann läuft auch die deutsche volkswirtschaft besser. andere länder haben andere methoden (spionage,ex-politiker,geheimdienste...) inder internationalen wirtschaft sind eben keine pfarrestöchter tätig und das blödsinnige gutmenschentum,das davon lebt,anderen stetig ein schlechtes gewissen einzureden,geht jedem auf den keks. andere haben sich nicht diese masochistischen beschränkungen auferlegt.die konkurrenz (entschuldigung;die lieben mitwettbewerber)sind schon weiter.
Nebhrid 17.10.2010
5. #
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4900276,00.html
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.