Kriselnder Autobauer: Neumann führt Opel ab März

Es ist der schwierigste Job, den die deutsche Industrie derzeit zu vergeben hat: Karl-Thomas Neumann führt ab März den verlustträchtigen Autobauer Opel. Bei seinem vorherigen Arbeitgeber VW war Neumann zuletzt auf dem Abstellgleis gelandet.

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GM/Getty Images

Neuer Opel-Chef Neumann: Führt den Autobauer bereits ab März

Rüsselsheim - Der kriselnde Autohersteller teilte am Donnerstag mit: Opel bekommt einen neuen Chef. Der bisherige VW-Manager und frühere Vorstandsvorsitzende des Autozulieferers Continental Chart zeigen, Karl-Thomas Neumann, werde zum 1. März die Führung des Unternehmens vom bisherigen Übergangschef Thomas Sedran übernehmen.

Der Wechsel war bereits vorher bekannt gewesen, strittig war allein der Termin. Neumann habe "intensive Kenntnisse der Automobilindustrie", erklärte Opel-Aufsichtsratschef Steve Girsky. Der Manager habe in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass er Unternehmen wieder auf den Wachstumspfad führen und profitabel machen könne. Girsky spielt auf Neumanns Zeit als Vorstandsvorsitzender von Continental an: Damals strich er Tausende Jobs, machte den Reifenhersteller aber auch fit für den Wiederaufstieg in den DAX.

Eine ähnliche Erfolgsgeschichte erhofft sich General Motors Chart zeigen, Opels amerikanischer Mutterkonzern, auch für seine Tochter: Bis zur Mitte des Jahrzehnts soll Neumann Opel wieder in die Gewinnzone führen. Zunächst stehen aber harte Entscheidungen an: Neumann wird in seiner Amtszeit wahrscheinlich die Schließung des Opel-Werks in Bochum verantworten müssen. Girsky hatte kürzlich mit einer Schließung des Werks bis Ende 2014 gedroht, falls Gewerkschaft und Betriebsrat einem Sanierungsplan nicht zustimmten. Bislang ist die Schließung des Bochumer Standortes bis spätestens 2016 geplant.

In den vergangenen Jahren hat Opel horrende Verluste angehäuft. Die GM-Tochter leidet besonders unter der Absatzkrise der Autobranche in Europa, auch weil ihr die Mutter den Zugang zu vielversprechenden Märkten außerhalb Europas verweigert.

Bei Volkswagen Chart zeigen, seinem bislang letzten Arbeitgeber, hatte Neumann aber wenig Erfolg: Nach nur etwa zwei Jahren verlor er dort die Verantwortung für das Geschäft im wichtigen Wachstumsmarkt China. Mitte Januar hatte VW Neumanns Vertrag aufgelöst und so den Wechsel zu Opel ermöglicht.

ade/dpa/AP

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insgesamt 5 Beiträge
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1. Ich fahre selbst
GlobalerOptimist 31.01.2013
Zitat von sysopEs ist der schwierigste Job, den die deutsche Industrie derzeit zu vergeben hat: Karl-Thomas Neumann führt ab März den verlustträchtigen Autobauer Opel. Bei seinem vorherigen Arbeitgeber VW war Neumann zuletzt auf dem Abstellgleis gelandet. Neumann wird neuer Chef bei Opel ab März - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/neumann-wird-neuer-chef-bei-opel-ab-maerz-a-880770.html)
leidenschaftlich Opel. GM muss nur den Weltmarkt für die Fahrzeuge freimachen, damit mehr verkauft werden kann. Karl-Thomas Neumann hat die schwere Aufgabe, die überheblichen Heinies in Detroit zu überzeugen. Viel Glück!
2. Keine Ahnung...
Ex-Kölner 31.01.2013
...was der Mann kann. Aber eines ist sicher: Wenn GM sich nicht endlich zu einer klaren Linie bei der Positionierung von Opel durchringt, kann auch der Beste nichts bewegen. Das bisherige Rumgeeiere führt jedenfalls zu nichts. Da kann man den Laden auch sofort dichtmachen...
3. Erfolge bei Conti??
zweiter 31.01.2013
Wenn ich mich recht erinnere, musste der Herr den Sessel dort räumen, weil eben diese sich nicht einstellten ...
4. Neumann
Ein_Continentaeler 31.01.2013
Ich arbeite seit vielen Jahren bei der Continental AG, aber an Herrn Neumann als erfolgreichen Vorstandsvorsitzenden kann sich hier niemand erinnern, im Gegenteil er war voellig erfolglos. Ich glaube, der Mann wird total ueberschaetzt. Keine gute Wahl fuer Opel, die haetten einen besseren Manager gebraucht.
5. Und soviel
idealist100 01.02.2013
Zitat von Ein_ContinentaelerIch arbeite seit vielen Jahren bei der Continental AG, aber an Herrn Neumann als erfolgreichen Vorstandsvorsitzenden kann sich hier niemand erinnern, im Gegenteil er war voellig erfolglos. Ich glaube, der Mann wird total ueberschaetzt. Keine gute Wahl fuer Opel, die haetten einen besseren Manager gebraucht.
Und soviel bekannt hat er bei VW in China das Doppelkupplungsgetriebe wegen Qualitätsmängel in den Sand gesetzt und musste wohl deshalb seinen Posten räumen.
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