Lockere Geldpolitik der Fed: Dow Jones schließt auf höchstem Stand seit 2007
Die Beschlüsse der amerikanischen Notenbank haben die Kurse der US-Börsen in die Höhe schießen lassen: Der Dow-Jones-Index legte um mehr als 200 Punkte zu und schloss auf dem höchsten Stand seit Dezember 2007. Die Fed hatte angekündigt, weitere Milliarden in die Wirtschaft zu pumpen.
Washington - Die US-Börsen haben am Donnerstag deutlich von der angekündigten weiteren Lockerung der Geldpolitik durch die US-Notenbank Fed profitiert. Der führende Dow-Jones-Index
schloss mit dem höchsten Stand seit Dezember 2007, dem Beginn der Großen Rezession: Mehr als 200 Punkte legte der Leitindex zu und erreichte 13.540 Zähler.
Der breiter gefasste S&P 500-Index schaffte es mit plus 1,63 Prozent auf 1459,99 Punkte auf den höchsten Schlussstand seit Ende 2007. An der Technologiebörse Nasdaq
rückte der Composite Index um 1,33 Prozent auf 3155,83 Punkte vor, und der Auswahlindex Nasdaq 100 kletterte um 1,42 Prozent auf 2831,35 Punkte.
Die Federal Reserve (Fed) hatte zuvor angekündigt, sie wolle die US-Konjunktur mit Anleihekäufen von monatlich mehr als 40 Milliarden Dollar (31 Milliarden Euro) ankurbeln - und zwar so lange, bis sich der Jobmarkt nachhaltig erholt hat. Außerdem solle das Zinstief nahe um null Prozent beibehalten werden. "Die Idee ist, die Erholung zu beschleunigen", sagte Fed-Chef Ben Bernanke. Die Arbeitslosigkeit bleibe "weiterhin eine ernste Sorge". Es ist die dritte geldpolitische Lockerung innerhalb von knapp vier Jahren.
Bernanke habe einen etwas mutigerer Ton angeschlagen als von vielen Marktakteuren erwartet, sagte ein Börsianer. Das habe die Risikoneigung der Anleger verstärkt. In den Augen des Marktanalysten Robert Halver von der Baader Bank sind die 40 Milliarden US-Dollar zwar "Peanuts", doch sei die Ankündigung eines derartigen Programms so kurz vor der US-Präsidentschaftswahl eher ungewöhnlich. Es sei daher ein klares Zeichen der Fed, dass weitere Maßnahmen folgen dürften.
lgr/dpa/dapd
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