Bangalore - News Corp. ist ein gigantisches Unternehmen, das allein im Jahr 2010 mehr als 32 Milliarden Dollar Umsatz gemacht hat. Damit ist es größer als Bertelsmann (RTL, Gruner + Jahr), Axel Springer ("Bild", "Hörzu", "Welt") und ProSiebenSat.1 zusammen. Dieses Imperium plant Chef Rupert Murdoch nun aufzuspalten. Das berichten das "Wall Street Journal" und die "New York Times".
Geplant sei es, das Film- und Fernsehgeschäft von den Zeitungen und Verlagen der Gruppe zu trennen. Die Familie des Medienmoguls werde bei beiden Sparten die Kontrolle behalten. Eine endgültige Entscheidung über die Aufspaltung sei aber noch nicht getroffen. Der Zeitung zufolge werde die Idee einer Aufspaltung von News Corp. firmenintern bereits seit Jahren diskutiert. Chef Murdoch habe dies bisher jedoch abgelehnt. Nun freunde er sich allmählich mit dem Thema an. Eine Sprecherin des Konzerns wollte keinen Kommentar abgeben.
Zum Murdoch-Konzern gehört das Filmstudio 20th Century Fox sowie die Sender Fox und Fox News. Das Verlagsgeschäft schließt das "Wall Street Journal", die Londoner "Times" und den Buchverlag HarperCollins ein.
Die Boulevardzeitung "News of the World" geriet im vergangenen Jahr über Monate wegen Abhörskandalen in die Schlagzeilen. Am 10. Juli war sie schließlich in Folge der Skandale eingestellt worden. Die Ermittlungen in Bezug auf abgehörte Telefongespräche von Verbrechensopfern durch Journalisten haben in Großbritannien bereits zur Festnahme von mehr als zehn News Corp.-Mitarbeitern geführt.
cab/Reuters
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