Frankreich Sarkozy wird Chef-Stratege von Hotelkette

Bei den Präsidentschaftsvorwahlen hat er verloren - jetzt wechselt Nicolas Sarkozy in die Wirtschaft: Der französische Ex-Staatschef wird Verwaltungsrat im Accor-Konzern.

Nicolas Sarkozy
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Nicolas Sarkozy


Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy zieht in den Verwaltungsrat des Hotelkonzerns Accor ein. Dort solle er ein neu eingerichtetes Gremium für internationale Strategie führen, teilte das Unternehmen mit. Die genauen Aufgaben des Komitees sollen noch im Detail festgelegt werden. Zu Accor gehören Marken wie Pullman, Mercure, Novotel oder Ibis.

Sarkozy war von 2007 bis 2012 französischer Staatspräsident. Ende vergangenen Jahres trat er bei der Vorwahl seiner Republikaner-Partei an, zog jedoch gegen seine Konkurrenten François Fillon und Alain Juppé den Kürzeren. Zuletzt geriet Sarkozy in die Kritik, da er für seinen Präsidentschaftswahlkampf 2012 die zulässige Budgetobergrenze von 22,5 Millionen Euro massiv überschritten haben soll.

Sarkozy erklärte laut Accor: "Ich bin sehr glücklich, an der Entwicklung und an der internationalen Ausstrahlung von Accor Hotels beteiligt zu sein." Der Konzern sei eines der Aushängeschilder der französischen Wirtschaft.

Die Terroranschläge in Frankreich und die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Brasiliens hatten dem Konzern zuletzt zugesetzt. Der Gewinn schrumpfte nach früheren Angaben im ersten Halbjahr 2016 um rund 19 Prozent auf 74 Millionen Euro. Der Umsatz sank in den ersten sechs Monaten 2016 um 4,7 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro.

kry/dpa

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insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
Farguard 21.02.2017
1. Vollblutexperten
Für alles, werden eben überall gebraucht.
nofreemen 21.02.2017
2. auf französisch
Das kann nicht gut gehen. Der Mann hat das Arbeiten nicht gelernt. Aber in Frankreich haben die Chefs immer viele Häuptlinge im Hintergrund. Wenn es läuft? dann läßt er sich feiern. Wenn nicht, dann sind die anderen Schuld.
kulinux 21.02.2017
3. Dann hat sich für mich die Qual der Wahl
bei Hotelbuchungen wieder deutlich reduziert. Ich bin schon bei "Dropbox" weg, seitdem die Condoleeza Rice eingestellt haben …*langsam wird es "übersichtlich" in der Welt. Wenn dann erst noch bekannt wird, wer eigentlich wo überall seine Finger drin hat und wem man sein Geld letztlich gibt, dann sollten Boykotts leicht zu organisieren sein. Wohlan, Herr Sarkozy, Sie sind einer der ersten, den es trifft. (Schade, dass ich legal nicht mehr tun kann…)
Tante_Frieda 21.02.2017
4. Spitzenpolitiker
So sind sie eben,Spitzenpolitiker und die,die sich dafür halten,parteiübergreifend und international.Sie sind Experten für alles,finden immer einen gutdotierten Posten,bei dem sie sich nicht überarbeiten und schwimmen stets obenauf wie die Fettaugen in der Suppe :-)
BlogBlab 21.02.2017
5. Aushängeschild
Da Sarkozy überhaupt keine Erfahrungen im Hotelgewerbe hat, außer dass er schon in vielen geschlafen hat, fragt man sich, wie er der Hotelkette nützlich sein kann. Wahrscheinlich nur als prominentes Aushängeschild. Ein größerer Werbeeffekt passend zu seinem Namen wäre gewesen, man hätte ihn zum Chef der Hotels "Cozy Inn" gemacht.
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