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Niedriger Ölpreis: BP kündigt Stellenabbau an

BP-Ölplattform in Valhal vor Norwegen: Stellenabbau im Management Zur Großansicht
REUTERS

BP-Ölplattform in Valhal vor Norwegen: Stellenabbau im Management

Rohöl wird immer billiger, für die Konzerne ist das schlecht. BP werde daher Stellen abbauen, kündigte der Finanzvorstand des Unternehmens jetzt an - betroffen ist demnach vor allem das mittlere Management.

London - Angesichts des Ölpreisrückgangs will der Energiekonzern BP offenbar Stellen abbauen. Das britische Unternehmen werde vor allem im mittleren Management Arbeitsplätze streichen, sagte Finanzvorstand Brian Gilvary der "Sunday Times". Zudem könnten einzelne Projekte auf Eis gelegt oder ganz aufgegeben werden - die langfristige Unternehmensplanung werde davon aber nicht beeinträchtigt.

Wie viele Stellen betroffen sind, blieb in dem Zeitungsbericht offen. Der Konzern hat rund 84.000 Mitarbeiter. Der Ölpreis war in den vergangenen fünf Monaten um 40 Prozent auf rund 70 Dollar je Barrel gesunken - das ist der tiefste Stand seit fünf Jahren.

Saudi-Arabien, der größte Produzent der Organisation erdölexportierender Staaten (Opec), geht inzwischen jedoch davon aus, dass der freie Fall des Ölpreis demnächst stoppt. Die Golfstaaten hätten zwar kein Preisziel, doch "wenn die Preise weiter unter 60 Dollar fallen, wird das nicht lange andauern", sagte ein Vertreter der Golfstaaten zuletzt dem "Wall Street Journal".

Der Ölpreis war in den vergangenen Monaten vor allem angesichts der schwachen Weltwirtschaft und des Schieferöl-Booms in den USA stetig gesunken. Hintergrund des jüngsten Verfalls war auch eine Entscheidung der Opec: Die zwölf Mitgliedstaaten des Ölkartells konnten sich zuletzt nicht auf eine Kürzung der Fördermenge einigen.

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mxw/Reuters

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1. für die Konzerne ist der niedrige Ölpreis schlecht?
schocolongne 07.12.2014
Es würde mich schon sehr wundern, wenn die günstigen Preise auch nur halbwegs vollständig bei den Verbrauchern ankommen, eher werden jetzt die Läger gefüllt und erst auf den Markt geworfen, wenn der günstig eingekaufte Sprit ordentlich Rendite abwirft. Nachgerade grotesk, das etwa Aral z.Zt. ständig Lieferengpässe hat, -da stimmt doch was nicht.
2. Sanktionen
freiheitsk 07.12.2014
Zitat von schocolongneEs würde mich schon sehr wundern, wenn die günstigen Preise auch nur halbwegs vollständig bei den Verbrauchern ankommen, eher werden jetzt die Läger gefüllt und erst auf den Markt geworfen, wenn der günstig eingekaufte Sprit ordentlich Rendite abwirft. Nachgerade grotesk, das etwa Aral z.Zt. ständig Lieferengpässe hat, -da stimmt doch was nicht.
Wenn der Ölpreis zu stark fällt, erteilen die ölfördernden Nationen keine neuen Aufträge, da durch Erschließung neuer Quellen der Preis weiter fallen würde. Konsequenz: die Firmen müssen Sparmaßnahmen ergreifen. Bleibt der Ölpreis langfristig niedrig kann das auch schon in die Insolvenz führen. Betroffen sind hier vor allem die kleineren Fracking-Unternehmen in den USA, die werden als erste kippen. Gehen die Förderfirmen pleite, sinkt auch das Angebot an Öl was langfristig wiederum zum Preisanstieg führen wird. Das sind die Kollateralschäden, die der Westen in Kauf nehmen muss, wenn er den bösen Putin über den Ölpreis und Sanktionen niederringen will.
3. Vorwand
clift 07.12.2014
Ist der Gewinn pro Barrel geringer, bloß weil das Preisniveau sinkt? Das ist doch wieder nur ein vorgeschobener Grund für Personalabbau.
4. Sinn?
aktiverbeobachter 07.12.2014
Zitat von cliftIst der Gewinn pro Barrel geringer, bloß weil das Preisniveau sinkt? Das ist doch wieder nur ein vorgeschobener Grund für Personalabbau.
Und warum sollte ein Unternehmen einen Grund suchen, um Personalabbau zu betreiben, obwohl es betriesbwirtschaftlich nicht notwendig wäre? Weil es dem Unternehmen und den handelnden Menschen Spass macht Menschen zu entlassen?
5. Personalabbau
eduardo_dk 07.12.2014
Standardreaktion eines Kaufmannes auf die Resultate einer verfehlen Unternehmensstrategie - die, welch Wunder, von den gleichen Kaufleuten verantwortet wird.
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