Air-Berlin-Tochter Lauda will erneut für insolvente Niki bieten

Niki Lauda kann's nicht lassen. Der Luftfahrtunternehmer plant einen wiederholten Anlauf für den Rückkauf der von ihm gegründeten insolventen Airline Niki. Ob er dieses Mal mehr bietet? Das weiß er noch nicht.

Niki Lauda im Oktober 2017
DPA

Niki Lauda im Oktober 2017


Der österreichische Luftfahrtunternehmer Niki Lauda will erneut versuchen, seine frühere Airline Niki zurückzukaufen. "Ich werde selbstverständlich ein Angebot bis zum 19. Januar für Niki abgeben", sagte Lauda dem "Handelsblatt".

Ob er sein Angebot im Vergleich zu früheren Offerten erhöhen werde, ließ Lauda offen. "Ob ich mein Angebot erhöhen werde, kann ich noch nicht sagen, da ich erst einmal sämtliche Unterlagen überprüfen muss", sagte Lauda. Er hatte die heute insolvente Fluggesellschaft Niki 2003 gegründet.

Niki war im Rahmen der Insolvenz seiner Muttergesellschaft Air Berlin in die Pleite geraten. In einem ersten Insolvenzverfahren in Deutschland hatte die britisch-spanische Luftverkehrsgruppe International Airlines Group (IAG) den Zuschlag erhalten, zu der die Unternehmen British Airways, Iberia und Vueling gehören. Eine Übernahme von Niki durch die Lufthansa war zuvor an Wettbewerbsbedenken gescheitert.

Vueling, die Billigfluglinie des IAG-Konzerns, hatte 20 Millionen Euro für Niki geboten und zusätzlich einen Kredit von 16,5 Millionen Euro für den Erhalt der Betriebsfähigkeit von Niki gegeben. Bei Niki waren zuletzt rund 1000 Mitarbeiter beschäftigt. Etwa 750 von ihnen sollten übernommen werden.

Entscheidung soll am 22. Januar fallen

Vor einer Woche entschied dann jedoch das Berliner Landgericht, die Zuständigkeit für das Niki-Insolvenzverfahren liege nicht in Deutschland, sondern am Niki-Unternehmenssitz in Österreich. Damit steht die Übernahme durch die IAG wieder auf der Kippe. Am Freitag wurde in Österreich ein neues Insolvenzverfahren eröffnet mit einer neuen Bieterfrist bis zum 19. Januar. Eine Entscheidung über die erneuten Angebote von Interessenten soll bereits auf der Gläubigersitzung am 22. Januar fallen.

Lauda begrüßt im Gespräch mit dem "Handelsblatt" die Verlagerung des Insolvenzverfahrens von Deutschland nach Österreich. "Das Insolvenzverfahren ist endlich dort, wo es von Anfang an hingehören sollte, nämlich nach Österreich. Ich bedauere, dass so viel Zeit mit dem Umweg über Deutschland verschwendet wurde".

yes/AFP

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Seite 1
Onkel Drops 14.01.2018
1. ein hin und her der Eitelkeiten!!!
wieso wir dann erst überhaupt ein Insolvenzverfahren in Deutschland begonnen,wen es dann doch rechtlich Aufgabe von Österreich ist. störten die Wettbewerbsbedenken ? werden dann Einnahmen durch den Verkauf in Österreich bleiben, aber die mitverschuldeten Kredite seitens Air Berlin nicht mitgetragen werden? irgendwie hatte das wieder ein "Geschmäckele" das hier solange gedreht wird bis es den Käufern passt! im Extremfall wirds wie immer der Steuerzahler tragen dürfen, da unsere Politiker ja bereits das Geld dort versenkt haben . das Herr Lauda seine ehemalige Firma gern wieder hätte ist ja putzig, wieso hat er sie dann erst abgestoßen (für wieviel verkauft? wieviel bietet er nun?). oder wird gar der östereichische Bürger auch noch das Insolvenzverfahren dort mit bezahlen dürfen , in Berlin vergeigt und die Rechnung gen Wien verschieben. das Gerede von den betroffenen 1000 Jobs ist reine Show! warten sie es ab, bis die Sache verkauft ist und dann werden wir ja sehen wer auf der Gewinner Seite ist! meine Wette : nicht der Arbeiter oder Steuerzahler...(als Nichtflieger kommt man sich da etwas ausgeraubt vor! nix verursacht und keinerlei Vorteile daran gehabt, unschuldig und doch mitbestraft!!! soziale Sippenhaftung kontra gierige Geld Verschwendung von ein paar Asozialen Bonigrapschern!?!)
Referendumm 14.01.2018
2.
Zitat von Onkel Dropswieso wir dann erst überhaupt ein Insolvenzverfahren in Deutschland begonnen,wen es dann doch rechtlich Aufgabe von Österreich ist. störten die Wettbewerbsbedenken ? werden dann Einnahmen durch den Verkauf in Österreich bleiben, aber die mitverschuldeten Kredite seitens Air Berlin nicht mitgetragen werden? irgendwie hatte das wieder ein "Geschmäckele" das hier solange gedreht wird bis es den Käufern passt! im Extremfall wirds wie immer der Steuerzahler tragen dürfen, da unsere Politiker ja bereits das Geld dort versenkt haben . das Herr Lauda seine ehemalige Firma gern wieder hätte ist ja putzig, wieso hat er sie dann erst abgestoßen (für wieviel verkauft? wieviel bietet er nun?). oder wird gar der östereichische Bürger auch noch das Insolvenzverfahren dort mit bezahlen dürfen , in Berlin vergeigt und die Rechnung gen Wien verschieben. das Gerede von den betroffenen 1000 Jobs ist reine Show! warten sie es ab, bis die Sache verkauft ist und dann werden wir ja sehen wer auf der Gewinner Seite ist! meine Wette : nicht der Arbeiter oder Steuerzahler...(als Nichtflieger kommt man sich da etwas ausgeraubt vor! nix verursacht und keinerlei Vorteile daran gehabt, unschuldig und doch mitbestraft!!! soziale Sippenhaftung kontra gierige Geld Verschwendung von ein paar Asozialen Bonigrapschern!?!)
Wie bekannt, wurde bei der Abwicklung von AirBerlin erheblich getrickst und manipuliert, alles zugunsten des Deutschen Staatskonzerns Lufthansa. Aus diesem Grund wollte man auch selber dafür sorgen, dass die Airline Niki dort hinkommt, wo sie am wenigsten für die Lufthansa störte. Selbstverständlich sieht es bei einem Insolvenzverfahren in Österreich dann womöglich anders aus. Dieses galt es von vorneherein zu verhinden. Hat nun leider nicht geklappt. Man kann für den Markt und die Kunden nur hoffen, dass die Monopolstruktur der Lufthansa arge Risse bekommt und mindestens ein starker Mitwettbewerber dazu kommt. Diese Billigfluglinien á la Ryanair sind es leider nicht. Ich bin öfters mit AirBerlin geflogen und war immer sehr zufrieden mit deren Leistungen, ganz im Gegensatz zum Staatskonzern Lufthansa. Dort herrscht in der Regel ein absolut mieser Service gepaart mit Unverschämtheiten beim Personal etc.. Die wissen wahrlich nicht, wie man Kunden zu behandeln hat, obwohl die oft ein Vielfacheres für bestimmte Strecken zahlen (müssen) im Vergleich zu AirBerlin - Stichworte / Destinations: Frankfurt Main - Gliwice/Polen etc..
hans.rueckert 15.01.2018
3. Airline Niki ist als Teil nicht pleite
Airline Niki war und ist hoch profitabel. Lauda weiß recht gut, was er macht. Er wird Airline Niki wieder zum Erfolg führen, wenn nicht Dritte plötzlich ihr Kreditvolumen erhöhen.
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