Niki Laudas neue Airline Ryanair will Mehrheit an Laudamotion kaufen

Niki Laudas neue Airline fliegt noch gar nicht, doch schon jetzt plant der Billigflieger Ryanair einen großen Einstieg bei der Firma. Zugleich hofft Lauda weiter auf eine Kooperation mit dem Ryanair-Rivalen Lufthansa.

Unternehmer Niki Lauda
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Unternehmer Niki Lauda


Ryanair will dem deutschen Marktführer Lufthansa Paroli bieten - und verbündet sich dafür mit der Airline Laudamotion, der neuen Fluggesellschaft des früheren Rennfahrers Niki Lauda. Der irische Billigflieger wolle fast ein Viertel an Laudas Firma Laudamotion übernehmen, teilte Ryanair mit. Abhängig von der Zustimmung der EU-Wettbewerbshüter solle dieser Anteil so schnell wie möglich auf 75 Prozent ausgebaut werden. Niki Lauda werde den Vorstand der Fluggesellschaft leiten.

Die Kosten für den Anteil von 75 Prozent lägen bei weniger als 50 Millionen Euro, Ryanair werde zusätzliche 50 Millionen Euro für die Gründungsphase im ersten Jahr und die Betriebskosten bereitstellen. Bis zum dritten Jahr der Geschäftstätigkeit solle die österreichische Fluggesellschaft Gewinne einfliegen. Voraussetzung sei, dass die Flotte auf mindestens 30 Airbus-Flugzeuge ausgebaut werden könne. Aktuell verfügt Laudamotion über 14 Jets.

Lauda hatte kürzlich die frühere Air-Berlin-Tochter Niki, die von ihm einst gegründet worden war, aus der Insolvenz zurückgekauft. Lauda hatte am 16. März noch angekündigt, Partner von Lufthansa werden zu wollen.

Lauda hat angekündigt, trotz des überraschenden Ryanair-Einstiegs Gespräche mit der Lufthansa über einen Leasingvertrag fortzusetzen. "Die Eurowings/Lufthansa-Verhandlungen gehen genauso weiter wie vorher geplant", sagte Lauda. Man warte nur auf die Genehmigung der deutschen Kartellbehörden.

Laudamotion will am 25. März den Flugbetrieb aufnehmen. Ab Juni sollen insgesamt 21 Maschinen auch von Wien aus starten.

beb/Reuters

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