Hype um "Pokémon Go" Nintendo-Aktie steigt um 25 Prozent

Nintendo feiert mit seinem ersten Smartphone-Spiel "Pokémon Go" einen veritablen Erfolg. Dank der starken Nachfrage nach der App gewinnt die Aktie des Videospielekonzerns enorm an Wert.

"Pokémon Go"-Screenshot
Niantic

"Pokémon Go"-Screenshot


Der Aktienkurs des japanischen Videospielkonzerns Nintendo Chart zeigen ist an der Börse in Tokio um mehr als 25 Prozent in die Höhe geschossen, weil das Smartphone-Spiel "Pokémon Go" so gut ankommt. Das Papier hatte in den vergangenen Monaten wegen Zweifeln an Nintendos Geschäftsmodell mit dem Fokus auf Spielekonsolen an Wert verloren.

"Pokémon Go" ist das erste Spiel von Nintendo für Smartphones. Der Traditionsanbieter machte bisher seine Spiele nur auf den eigenen Konsolen verfügbar. Nintendo hatte lange gezögert, Spiele für Smartphones zu entwickeln, weil der Konzern eine Schwächung seines Geschäfts mit Spielekonsolen fürchtet, also mit der Wii; im Frühjahr 2017 soll die neue NX auf den Markt kommen.

"Pokémon Go" ist erst seit wenigen Tagen in den USA, Australien und Neuseeland verfügbar. Dort steht es bereits auf oberen Plätzen in den Charts der am meisten heruntergeladenen Apps. In Europa soll der Start in Kürze folgen.

Fotostrecke

7  Bilder
"Pokémon Go": Monster fürs Handy

Nintendo hat "Pokémon Go" mit der ehemaligen Google-Tochter Niantic entwickelt. Es bietet laut dem Hersteller "Reisen zwischen der echten Welt und der virtuellen Welt": Spieler suchen auf realen Karten versteckte Pokémon-Figuren. Sie müssen die realen Orte aufsuchen und die Figur dort mit Hilfe der App "einfangen".

msc/AFP/dpa-afx

insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
caone 11.07.2016
1. zu recht
hab das spiel "über umwege" herubtergeladen. die datenübermittlung könnte wirklich ein problem sein ABER: die möglichkeiten, die dieses spiel mit sich bringt sind gigantisch. noch ist es nicht ganz ausgereift, aber nach ein paar updates könnte dies ein genredefinierendes spiel werden. ich hoffe auf vieles mehr (PvP-kämpfe jederzeit usw.)
SethSteiner 11.07.2016
2. Die seltsamen Gesetze der Börse
Das Spiel, obwohl schon lange über Betaphase hinaus, hat so gut wie keinen Inhalt. Momentan springen alle drauf an, obwohl es nichts zutun gibt und das ganze nicht mal Geld einspielt aber in wenigen Wochen, wenn man einfach nichts mehr tun kann, ist das Spiel eine Appleiche. Spätestens dann ist die Abwärtsbewegung wieder nach unten.
Falsche Küste 11.07.2016
3. Starke Verhaltensveränderung beobachtet
Ich wohne in Florida und als ich gestern abend kurz vor Geschäftsschluß noch schnell was im Supermarkt eingekauft habe, sah ich Horden von Leuten auf dem Parkplatz davor auf ihre Handys glotzend herumlungern. Das waren keine Teenies, sondern Leute zwischen 20 und 30. Meine eigene Tochter, 21, die sonst nie zu Fuß aus dem Haus geht, geht plötzlich raus zum Spazieren und bleibt stundenlang weg, und das in brütender Hitze und unerträglicher Luftfeuchtigkeit, die uns momentan in Florida beschert ist. So was hab ich noch nicht erlebt, daß eine App bei so vielen Menschen über das Glotzen hinaus derartige Verhaltensveränderungen hervorrufen kann.
mowlwrf 11.07.2016
4.
Das Konzept mit der Verknüpfung von GPS (der Zwang wirklich raus zu müssen ) und Game finde ich super. Habe mal ein dreiviertel Jahr Resources gespielt. Macht süchtig und man tut noch was für die eigene Bewegung. Super ?? Werde mir das auf jedenfall anschauen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.