Kriselnde Netzwerkfirma: Nokia-Tochter erwägt Abbau von rund 8500 Stellen

Bei Nokia Solutions and Networks droht der nächste Jobkahlschlag. Der Telekomzulieferer erwägt laut der Nachrichtenagentur Bloomberg ein neues Sparprogramm. Erst Anfang Juli war der Konzern Siemens aus dem Joint Venture mit Nokia ausgestiegen.

München - Der krisengeplagte Netzwerkausrüster Nokia Solutions and Networks (NSN) erwägt offenbar den Abbau von rund 8500 Stellen. Das ehemals von Siemens und Nokia gemeinsam betriebene Unternehmen spiele intern ein Szenario durch, das 17 Prozent der zuletzt rund 50.500 Mitarbeiter treffen könnte, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf drei Insider.

Möglich sei ein Verkauf oder das Schließen von Standorten, sowie die Auslagerung der Produktion, um die Profitabilität auch bei sinkenden Umsätzen zu steigern, heißt es in dem Bericht. Eine abschließende Entscheidung sei noch nicht gefallen und müsste zudem vom nun alleinigen Eigentümer Nokia unterstützt werden, hieß es. Sprecher von Nokia und NSN wollten die Informationen nicht kommentieren.

Das Unternehmen NSN, bei dem Siemens Anfang Juli ausgestiegen war, ist einer der größten Telekomzulieferer der Welt. NSN kämpft wie die gesamte Branche seit Jahren mit einem harten Wettbewerb. Seit der Gründung steckt NSN in den roten Zahlen und hatte bereits in den vergangenen zwei Jahren mehr als 20.000 Stellen abgebaut.

Ende März hatte das Unternehmen in Deutschland noch 6000 Mitarbeiter und war in 17 Städten hierzulande vertreten. Den Informationen zufolge erwägt NSN den Verkauf von Produktionsstätten in Finnland, Indien und China.

ssu/dpa-AFX

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1. Wenn
eigene_meinung 09.08.2013
Wenn diese Firma (wie auch viele andere, denen es heute schlecht geht) endlich anfinge, sich in erster Linie mit ihrem Geschäft, also der Erforschung, Entwicklung, Herstellung, des Verkaufs und Services, zu beschäftigen, anstatt mit Umorganisation, Abstoßung von Firmenteilen, Kauf von anderen Firmen(teilen), Massenentlassungen und dergleichen (also mit sich selbst) zu beschäftigen, würde es ihr wesentlich besser gehen.
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