Harter Sparkurs: Nokia macht Unternehmenszentrale zu Geld

Es ist ein symbolträchtiges Geschäft: Im Kampf gegen die roten Zahlen verkauft der Handyhersteller Nokia seine Firmenzentrale am Rande von Helsinki. Dennoch sollen die Angestellten weiter in dem Gebäude arbeiten.

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Nokia-Zentrale in Espoo: "Strategisch nicht wichtiger Besitz"

Helsinki - Die Lage bei Nokia ist ernst - das ist spätestens klar, seitdem Unternehmschef Stephen Elop den finnischen Konzern mit einer "brennenden Ölplattform" verglich. Der einstmals führende Handy-Hersteller ist hinter Konkurrenten wie Apple Chart zeigen und Samsung Chart zeigen zurückgefallen, schreibt seit fünf Quartalen Verluste und braucht dringend neue Einnahemen. Die soll jetzt ein symbolträchtiges Geschäft bringen: Nokia verkauft seinen Firmensitz am Rande der Hauptstadt Helsinki an das Immobilienunternehmen Exilion.

Nokia Chart zeigen erhalte für das in den neunziger Jahren aus Glas und Stahl erbaute "Nokia Haus" am Meer in Espoo 170 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. "Natürlich werden wir weiterhin in dem Gebäude arbeiten", sagte Finanzvorstand Timo Ihamuotila. Nokia zahlt an den neuen Eigentümer künftig feste Leasingraten. Nokia sitzt seit 1997 in dem 48.000 Quadratmeter großem Gebäude.

"Immobilieneigentum gehört nicht zu unserem Kerngeschäft", sagte Ihamuotila. Bei günstigen Gelegenheit sei der Konzern immer bereit, sich von "strategisch nicht wichtigem" Besitz zu trennen. Zuletzt hatte Nokia sich mit einer Wandelanleihe frisches Geld besorgt.

dab/AFP/dpa

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1. Fly By Night
rudolf_mendt 04.12.2012
Sale and lease back? So schlimm? Das sind doch normalerweise die letzten Trumpfluschen, die man noch auf der Hand hat. Es klingt, als sei es ganz kurz vor zwölf bei Nokia. Guten Flug!
2.
joergsi 04.12.2012
Zitat von rudolf_mendtSale and lease back? So schlimm? Das sind doch normalerweise die letzten Trumpfluschen, die man noch auf der Hand hat. Es klingt, als sei es ganz kurz vor zwölf bei Nokia. Guten Flug!
Keine Sorge, Nokia wird uns erhalten bleiben, notfalls werden die von Microsoft gekauft!
3. Fehlleistung
eigene_meinung 04.12.2012
So begann auch der Niedergang von Karstadt/Quelle/Arcandor. Wieder mal wird eine Bilanz geschönt - zum Schaden der Firmenzukunft.
4. Randerscheinungen ...
susiwolf 04.12.2012
by the way: Espoo (finn.) Esbo (schwed.) ist keine Randerscheinung von Helsinki/Helsingfors ... sondern eine eigenständige ... und die 2.grösste Stadt in Finnland. (1/4 Mio Einwohner) auch wenn die (geografische) Nähe zu Helsinki offensichtlich ist. Und wer in guten Zeiten seine 'festen Werte' verkauft und es 'mit strategisch nicht wichtigem Besitz' umschreibt, der hat wirkliche Probleme ... in der Stadt mit Weitblick auf die Ostsee.
5. Tafelsilber
spmc-129820260737547 04.12.2012
Zitat von sysopEs ist ein symbolträchtiges Geschäft: Im Kampf gegen die roten Zahlen verkauft der Handyhersteller Nokia seine Firmenzentrale am Rande von Helsinki. Dennoch sollen die Angestellten weiter in dem Gebäude arbeiten. Nokia verkauft seine Unternehmenszentrale - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/nokia-verkauft-seine-unternehmenszentrale-a-870891.html)
Damit beginnt der Verkauf des Tafelsilbers - und das ist in sehr vielen Fällen der Anfang vom Ende!
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  • Dienstag, 04.12.2012 – 13:15 Uhr
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