"Nuss-Affäre" bei Korean Air Tochter des Airline-Chefs kommt vor Gericht

Das Nuss-Drama geht in die nächste Runde: Die Tochter des Chefs von Korean Air muss sich vor Gericht verantworten. Sie hatte mit einem Wutanfall eine Linienmaschine am Abheben gehindert.

Ex-Korean-Air-Managerin Cho Hyun Anh: Anklage wegen Nötigung.
REUTERS

Ex-Korean-Air-Managerin Cho Hyun Anh: Anklage wegen Nötigung.


Seoul - Die Tochter des Chefs der südkoreanischen Fluggesellschaft Korean Air muss sich wegen der sogenannten Nuss-Affäre vor Gericht verantworten. Cho Hyun Ah war zornig geworden, als ihr eine Flugbegleiterin Macadamianüsse in einer Tüte und nicht in einem Schälchen reichte. Danach geriet sie derart in Wut, dass das Flugzeug am 5. Dezember von der Startbahn zur Rampe zurückkehren musste.

Nun erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Frau wegen des Verstoßes gegen die Bestimmungen zur Flugsicherheit. Außerdem werden der 40-Jährigen Nötigung und Behinderung der Ermittlungen vorgeworfen. Ende Dezember kam sie in Untersuchungshaft - angesichts ihrer Bemühungen, ihre Verwicklung in den Fall zu vertuschen, sei das notwendig, zitierte die Nachrichtenagentur Yonhap den zuständigen Richter.


Chos Verhalten hatte in der Öffentlichkeit viel Kritik hervorgerufen. Daraufhin hatte sie ihren Posten als Vizepräsidentin von Korean Air aufgegeben. Während der Auseinandersetzung an Bord soll sie unter anderem dem Bordpersonal gedroht sowie den Rauswurf des Chefstewards veranlasst haben.

mja/dpa

insgesamt 19 Beiträge
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xvxxx 07.01.2015
1.
Dem Fauxpas folgt die mediale , berufliche und jetzt auch justizielle Hinrichtung. man kanns, bei allem Unverständnis für das Verhalten der Dame, wirklich auch übertreiben. Jetzt wird sie zerstört... ob das wirklich sein muss?
fatherted98 07.01.2015
2. Kann ich schon...
...verstehen. Die Koreaner sind nach der Schiffskatastrophe sehr empfindlich gegen solche Ausfälle. Wenn es auch etwas übertrieben wird...die nächsten "Führungskräfte" werden es sich zweimal überlegen, ob sie sich nochmals so oder ähnlich verhalten werden.
coloniaexpress 07.01.2015
3. @xvxxx
Ja, dient der Abschreckung. Die Tussi hat jetzt viel zeit, sich selbst die Nüsschen im Schälchen zu servieren.
Havel Pavel 07.01.2015
4.
Zitat von xvxxxDem Fauxpas folgt die mediale , berufliche und jetzt auch justizielle Hinrichtung. man kanns, bei allem Unverständnis für das Verhalten der Dame, wirklich auch übertreiben. Jetzt wird sie zerstört... ob das wirklich sein muss?
Das Verhalten der "Dame" war absolut menschenunwürdig und ist durch nichts zu entschuldigen, so banal die Sache mit den Nüssen auch war. Entscheidend ist die dazu an den Tag gelegte Reaktion, die für einen solchen Vorgang mehr als unangemessen ist. Im Grunde genommen müsste die Frau auf ihren Geisteszustand überprüft werdn, möglicherweise ist sie ein Fall für die Psychiatrie. Gut, dass die Verantwortlichen hier nicht kuschen und aufgrund deren "Promistatus" nicht einfach den Schwanz einziehen, wie dies sicherlich hierzulande der Fall gewesen wäre.
hbblum 07.01.2015
5. Sie finden das Schlimm?
Dann sollten Sie mal Koreanische Vorgesetzte erleben, wenn keine Zeugen dabei sind.
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