Brotaufstrich Weltgrößtes Nutella-Werk steht still

Nutella-Liebhaber könnte diese Nachricht aufschrecken: In einem französischen Werk, das ein Viertel der weltweiten Produktion abdeckt, gibt es ein Qualitätsproblem.

Ferrero-Fabrik in Villers-Ecalles, Frankreich
AFP

Ferrero-Fabrik in Villers-Ecalles, Frankreich


Ferrero hat in seinem weltgrößten Nutella-Werk in Frankreich ein Qualitätsproblem. Deshalb steht dort die Produktion still. Die Herstellung des Brotaufstrichs sei "vorsorglich" vorübergehend gestoppt, teilte Ferrero am Mittwoch mit.

Schon ausgelieferte Ware sei "von der Situation nicht betroffen", hieß es von dem Unternehmen. Auch die Versorgung der Kunden mit der Schoko-Nuss-Creme sei gesichert.

Produktion bis Ende der Woche gestoppt

Der "Qualitätsmangel" sei am Dienstagabend bei der Qualitätskontrolle festgestellt worden, teilte Ferrero Frankreich weiter mit. Es handle sich um ein Vorprodukt in der Herstellung von Nutella und dem Schokoladenriegel Kinder Bueno.

Die Frage, ob es ein bakterielles Problem gebe, könne das Unternehmen zurzeit nicht beantworten, hieß es. Untersuchungen seien im Gange. Die Produktion sei bis Ende der Woche gestoppt. Nutella ist auch in Frankreich sehr beliebt. Anfang 2018 hatte eine Rabattaktion einer französischen Supermarktkette zu einem Ansturm mit teils chaotischen Szenen geführt.

Im Video: Schokoladenherstellung - Das Geschäft mit der süßen Masse

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Das Werk in Villers-Ecalles in der Normandie produziert 600.000 Nutella-Gläser am Tag, das ist ein Viertel der weltweiten Produktion. Ferrero hat 22 Werke, in denen mehr als 30.000 Menschen arbeiten. Das italienische Unternehmen hat seinen Umsatz in den vergangenen Jahren auf mehr als zehn Milliarden Euro verdoppelt.

brt/AFP

insgesamt 54 Beiträge
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Seite 1
tobi1991 21.02.2019
1. So so....
Ob es sich um ein bakterielles Problem handelt kann Ferrero nicht beantworten und liefert dadurch schon die Antwort.
rosinenzuechterin 21.02.2019
2. Beruhigend
Mich schreckt diese Nachricht nicht auf. Ich finde es eher beruhigend, dass ein wie auch immer aussehender Qualitätsmangel nicht vertuscht wird, sondern zu einer offen kommunizierten Produktionsunterbrechung führt, damit das Problem gelöst werden kann, bevor der Kunde minderwertige oder vielleicht gar gefährliche Ware untergeschoben bekommt. Daumen hoch, Ferrero, und alles Gute! Und wenn Ihr ein paar Tage länger braucht, um das Problem zu lösen, dann nehmt Euch die!
Herr Mpunkt 21.02.2019
3. Palmöl
Nutella hat ein grundsätzliches Qualitätsproblem. Wie in Reportagen beim NDR über Palmöl zu sehen war, sind die im Palöl enthaltenen Glycidyle krebserrgend, ganz gleich ob sie Grenzwerte unterschreiten, sie wirken auch in kleinen Mengen im Körper: Beim starken Erhitzen von Palmöl können sogenannte Fettsäureester wie Glycidyl und 3-MCPD entstehen, die nach Auskunft des Bundesinstituts für Risikobewertung als krebserregend gelten. Die Substanz löse im Tierversuch ab einer bestimmten Dosierung Tumore aus. Der relativ hohe Gehalt an gesättigten Fettsäuren in Palmöl kann nach Ansicht von Medizinern zu einer Verschlechterung der Blutfette führen. Dadurch steige das Risiko für Gefäßverkalkung und Diabetes.
LFritze 21.02.2019
4.
wahrscheinlich war aus Versehen 1% weniger Zucker drin als sonst
misterknowitall2 21.02.2019
5. Wer isst denn noch Nutella?
Seit der letzten "Rezeptkorrektur" schmeckt Nutella wie eine beliebige andere Billigschokocreme. Deswegen gibt es noch ausreichend große Reserven in jedem Laden, sogar für unglaubliche günstige Preise. Gibt es da eventuell ein Absatzproblem?
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