Nach Peta-Kampagne Obi stoppt Kleintierverkauf

Hasen, Meerschweinchen und Hamster: Bislang konnte man in einigen Obi-Filialen Kleintiere kaufen. Damit ist jetzt Schluss. Die Baumarktkette reagiert auf eine Kampagne der Tierschutzorganisation Peta.

Rapper Thomas D: "Tierquälerische Bedingungen"
Peta

Rapper Thomas D: "Tierquälerische Bedingungen"


Obi gibt nach: Als Reaktion auf eine Kampagne der Tierschutzorganisation Peta will die Baumarktkette den Verkauf von Kleintieren in allen Filialen stoppen. Die Unternehmenszentrale habe sich bereits vor Jahren dazu entschlossen, keine Kleintiere mehr zu verkaufen, heißt es in einer Mitteilung auf der Webseite des Konzerns. Dennoch seien die Geschäfte bis zuletzt "in 15 von Franchisepartnern geführten OBI Märkten in Deutschland" weitergeführt worden.

Nun soll auch damit Schluss sein. "OBI setzt alles daran, dass unverzüglich auch in den entsprechenden Franchisepartnermärkten keine Kleintiere mehr angeboten werden", heißt es.

In der vergangenen Woche hatte die Tierschutzorganisation Peta die Baumarktkette dazu aufgefordert, den Verkauf zu beenden. Dazu wurden für eine Petition laut Peta rund 50.000 Unterschriften gesammelt.

Zuvor hatte Peta nach eigener Darstellung aufgedeckt, dass ein Großteil der Tiere, die im Handel verkauft werden, unter "tierquälerischen Bedingungen" gezüchtet werden. Zusammen mit Prominenten wie dem Musiker Thomas D fordert die Organisation ein Ende des Tierverkaufs in sämtlichen Baumärkten.

mka/dpa

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insgesamt 54 Beiträge
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Pars pro toto 05.08.2015
1. Danke PETA
ich habe auch unterschrieben und bin Glücklich, dass es jetzt endlich geklappt hat. Lebewesen wie Bauutensilien anzubieten ist verachtenswert.
12many 05.08.2015
2.
Zitat von Pars pro totoich habe auch unterschrieben und bin Glücklich, dass es jetzt endlich geklappt hat. Lebewesen wie Bauutensilien anzubieten ist verachtenswert.
Angenommen Angestellte sind dediziert für die Tiere verantwortlich: Wo ist da jetzt der Unterschied zu Zoohandlungen abgesehen vom PETA'schen Anthropomorphisierungswahn?
uventrix 05.08.2015
3. Glükwunsch
Auf der PETA Homepage wird berichtet, dass die Tiere aus Zuchten stammen also quasi Zulieferern von Obi. Also warum nicht diese Zuchtanlagen angehen, sondern den Verkäufer? Warum ist ein Baumarkt jetzt etwas anderes als eine Zoohandlung? Hier gibt es einen großen Baumarkt der eine sehr große Tierabteilung hat mit Futter und Zubehör und hier gibt es verschiedene Fische und auch Kleintiere. Wenn jetzt Obi hätte nachweisen können, dass ihre Tiere von bioveganen Fairtraidzüchtern stammen wäre das dann in Ordnung? Nein! Sagt PETA. PETA will JEGLICHEN Verkauf von Tieren stoppen. Mit der Begründung, dass jeder der ein Tier haben will doch bitte in ein Tierheim zu gehen hat. Meiner Meinung nach überflüssiges Zeug aber irgendeinen Rechtfertigungsgrund braucht so eine Organisation ja. Nur von Veggi-Blogs und schwachsinnigen Aktionen wie "Menschenrechte für Tiere" kann man eben nicht lange zehren und Spender locken. Da wird es dann als Erfolg verkauft, dass Obi jetzt offiziell keine Kleintiere mehr verkauft obwohl das ohnehin ein auslaufendes Geschäftsfeld bei Franchisenehmern gewesen ist. Glückwunsch... gäähn
muellerthomas 05.08.2015
4.
Zitat von 12manyAngenommen Angestellte sind dediziert für die Tiere verantwortlich: Wo ist da jetzt der Unterschied zu Zoohandlungen abgesehen vom PETA'schen Anthropomorphisierungswahn?
Sie scheinen anzunehmen, dass PETA den Tierhandel über "Zoohandlungen" begrüßt. Ich nehme an, dies ist nicht so und tatsächlich ist die Haltung in Tierhandlungen üblicherweise nicht besser als in Baumärkten.
tvinnefossen 05.08.2015
5. Was ist los in diesem Land?
Weniger zur Sache, mehr zum Procedere. Bis zu diesem Artikel habe ich von der PETA-Aktion noch nichts gehört. Egal ob sinnvoll oder nicht. Mich stört an solchen Aktion etwas anderes gewaltig. Jede Minderheit, die es versteht das PR-Karussell gegenüber den Medien ordentlich zu drehen, schafft es heutzutage recht einfach der Mehrheit seine Sicht der Dinge zu diktieren und die Mehrheit dann zu zwingen, nach den Vorstellungen der Minderheit leben zu müssen. Was soll das?
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