Streit um VR-Brille Richter halbiert Strafe für Oculus auf 250 Millionen Dollar

Eine halbe Milliarde sollte VR-Brillenhersteller Oculus an eine Spielefirma bezahlen. Deren Technologien hatte die Firma unrechtmäßig genutzt. Ein Richter hat diese Strafe nun halbiert.

Mark Zuckerberg mit VR-Brille
AFP

Mark Zuckerberg mit VR-Brille


Der Virtual-Reality-Brillenhersteller Oculus muss nur für die Hälfte der gegen ihn verhängten Strafzahlungen aufkommen. Das hat ein Gericht in den USA entschieden. Im Streit um die Entwicklungsgeschichte der VR-Brille Oculus Rift war die Firma im Februar 2017 zu einer Zahlung von 500 Millionen Dollar an die Spielefirma ZeniMax verurteilt worden. Nach dem jüngsten Urteil verringert sich die Strafe nun auf 250 Millionen Dollar.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg setzt große Hoffnungen in die Virtual-Reality-Technologie. Deshalb kaufte Facebook den Branchenpionier Oculus im Frühjahr 2014 für rund zwei Milliarden Dollar. Die VR-Brille Oculus Rift kam nach jahrelanger Entwicklung und massiven Investitionen schließlich im Frühjahr 2016 in den Handel.

Richter setzt sich über Geschworenenentscheidung hinweg

Die Firma ZeniMax hatte in ihrer bereits 2014 eingereichten Klage erklärt, die Oculus-Brille sei nur dank bei ihr entwickelter Technologien möglich geworden. Geschworene in Texas hatten ZeniMax deshalb im Februar vergangenen Jahres eine halbe Milliarde Dollar zugesprochen.

Richter Ed Kinkeade betätigte nun den Betrag von 200 Millionen Dollar für Vertragsbruch und 50 Millionen Dollar für Urheberrechts-Verletzung. Weitere 250 Millionen Dollar hatten die Geschworenen ZeniMax ursprünglich zugesprochen, weil die Oculus-Gründer in einem frühen Werbevideo auf der Finanzierungsplattform Kickstarter unerlaubt Logos der Firma verwendet hatten.

Der Richter entschied jedoch, dass ZeniMax keinen dadurch entstandenen wirtschaftlichen Schaden nachweisen konnte, und setzte sich über die Geschworenen-Entscheidung hinweg.

ans/dpa



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