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Öko-Bilanz Puma prangert eigene Umweltsünden an

Schuhe von Puma: Zwei Drittel der Belastungen fallen in Asien anZur Großansicht
DPA

Schuhe von Puma: Zwei Drittel der Belastungen fallen in Asien an

Treibhausgase, Luftverschmutzung, Abfälle: Der Sportartikel-Hersteller Puma verursacht einen jährlichen Umweltschaden von fast 150 Millionen Euro. Das geht aus einer neuartigen Öko-Bilanz hervor, die das Unternehmen erstmals vorgestellt hat. Besonders problematisch ist demnach die Schuhproduktion.

Herzogenaurach - Beim Thema Umweltverschmutzung denken Verbraucher nicht unbedingt als erstes an Turnschuhe oder Trainingsjacken. Doch auch die Herstellung solcher Produkte ist ökologisch bedenklich. Das zeigt eine sogenannte ökologische Gewinn- und Verlustrechnung, die der Sportartikelkonzern Puma Chart zeigen erstmals vorgelegt hat. In der Bilanz für 2010 beziffert das Unternehmen die Umweltschäden durch Herstellung, Transport und Vertrieb der eigenen Produkte auf 145 Millionen Euro.

Einen Schaden von 94 Millionen Euro hatte die Marke mit der springenden Raubkatze bereits im Frühjahr durch Treibhausgas-Emissionen und den Verbrauch von Wasser ausgewiesen. Nun kommen noch einmal 51 Millionen Euro für Auswirkungen von Landnutzung, Luftverschmutzung und Abfälle hinzu.

Lediglich sechs Prozent der Gesamtsumme gehen Puma zufolge auf das Konto des Kerngeschäfts - also auf Büros, Lager, Läden und Logistik. Die größten Schäden entstünden hingegen bei externen Partnern, mehr als die Hälfte auf die Produktion von Rohstoffen wie Leder, Baumwolle oder Kautschuk.

Zwei Drittel aller Umweltbelastungen fallen laut der Bilanz in Asien an, wo auch die Rivalen Nike und Adidas aus Kostengründen gerne produzieren. Innerhalb der Produktgruppen sorgen Schuhe für viel höhere Verschmutzungen als Textilien und Accessoires.

Laut dem früheren Puma-Chef Jochen Zeitz sucht das Unternehmen nun die Zusammenarbeit mit Regierungen, Umweltschutzorganisationen und anderen Sportartikelfirmen. Ziel sei es, "ein neues Geschäftsmodell zu etablieren, das nicht gegen, sondern im Einklang mit der Natur arbeitet".

Außerdem werde das Puma-Mutterunternehmen PPR Chart zeigen bis 2015 für alle weltweiten Luxus- und Sportlifestyle-Marken eine Bilanz erstellen, aus der sämtliche Umweltbelastungen hervorgingen, sagte Zeitz. Damit verpflichtet er PPR mit Marken wie Gucci, Stella McCartney oder Yves Saint Laurent, dem Beispiel von Puma zu folgen. Der Manager ist bei PPR neben dem Ausbau des Sportbereichs auch für das Thema Nachhaltigkeit zuständig.

Zeitz sprach sich dafür aus, dass auch andere Firmen zu ökologischen Bilanzen verpflichtet werden. Bei Puma solle es mit Hilfe des neuen Berichts bis 2015 Verbesserungen geben. Wie diese konkret aussehen könnten, sagte Zeitz nicht. In die reguläre Puma-Bilanz fließt die Öko-Bilanz vorerst nicht ein.

dab/dpa/Reuters

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insgesamt 18 Beiträge
mopsfidel 16.11.2011
Man kann der Unternehmensleitung zu diesem Schritt eigentlich nur gratulieren. So viel Mut zur Ehrlichkeit sollten viele Firmen haben. Denn nur so kann eine ernsthafte Konkurrenz auf dem Gebiet der nachhaltigen Produktion [...]
Man kann der Unternehmensleitung zu diesem Schritt eigentlich nur gratulieren. So viel Mut zur Ehrlichkeit sollten viele Firmen haben. Denn nur so kann eine ernsthafte Konkurrenz auf dem Gebiet der nachhaltigen Produktion entstehen. Wer mit weniger Schadtstoffen produziert, wird vom Käufer eher honoriert. Doch dazu müssten mehr Hersteller diesen Weg zur Ehrlichkeit gehen. Wir lassen in Asien produzieren, weil es dort so billig ist. Logisch. Wir müssen uns hier ja auch nicht mit den Umweltbelastungen rumärgern. Wir lassen unseren Schrott in Afrika entsorgen, weil es dort so billig ist. Logisch. Wir müssen uns auch in diesem Fall nicht mit den Umweltbelastungen rumärgern. Wir konsumieren als ob es kein Morgen gäbe. Die dadurch entstehenden Umweltschäden sollen aber möglichst weit weg sein. Ein bisschen schizophren so wie beim Atomstrom.
nackter_Affe 16.11.2011
toller artikel...lol ich frag mich wie man solche Eingriffe in die Umwelt berechnet... ob der schaden auf 150 millionen oder 150 milliarden geschätzt wird ist doch völlig unerheblich! Der Dreck ist da, der Schaden auch und mir [...]
toller artikel...lol ich frag mich wie man solche Eingriffe in die Umwelt berechnet... ob der schaden auf 150 millionen oder 150 milliarden geschätzt wird ist doch völlig unerheblich! Der Dreck ist da, der Schaden auch und mir ist bis dato nicht bekannt das Geldscheine als Klärmittel oder zur Reinigung von Böden zur Verwendung kommen. Sollte dies entgegen meinem Wissen stimmen, wäre die Rettung unserer Umwelt mit den bald nicht mehr brauchbaren Euro-Scheinen denkbar... vieleicht ist die Krise damit doch für was gut. ZITAT: Ziel sei es, "ein neues Geschäftsmodell zu etablieren, das nicht gegen, sondern im Einklang mit der Natur arbeitet"....In die reguläre Puma-Bilanz fließt die Öko-Bilanz vorerst nicht ein....ENDE AHA... Geschäftsmodell bisher hat GEGEN die Natur gerarbeitet!? Ich dachte immer die wollten Turnschlappen verkaufen... Jetzt sind sie mir aber unsymphatisch....
bonusbonus 16.11.2011
jap, das ist der richtige Weg
jap, das ist der richtige Weg
Gani 16.11.2011
Vielleicht solltest du den Artikel nicht nur lesen, sondern auch versuchen zu verstehen. Dann, darüber nachdenken was die Konsequenzen aus dieser Aktion sein sollten. Dann wirst du das nächste mal keine dumme Polemik vom [...]
Zitat von nackter_Affetoller artikel...lol ich frag mich wie man solche Eingriffe in die Umwelt berechnet... ob der schaden auf 150 millionen oder 150 milliarden geschätzt wird ist doch völlig unerheblich! Der Dreck ist da, der Schaden auch und mir ist bis dato nicht bekannt das Geldscheine als Klärmittel oder zur Reinigung von Böden zur Verwendung kommen. Sollte dies entgegen meinem Wissen stimmen, wäre die Rettung unserer Umwelt mit den bald nicht mehr brauchbaren Euro-Scheinen denkbar... vieleicht ist die Krise damit doch für was gut. ZITAT: Ziel sei es, "ein neues Geschäftsmodell zu etablieren, das nicht gegen, sondern im Einklang mit der Natur arbeitet"....In die reguläre Puma-Bilanz fließt die Öko-Bilanz vorerst nicht ein....ENDE AHA... Geschäftsmodell bisher hat GEGEN die Natur gerarbeitet!? Ich dachte immer die wollten Turnschlappen verkaufen... Jetzt sind sie mir aber unsymphatisch....
Vielleicht solltest du den Artikel nicht nur lesen, sondern auch versuchen zu verstehen. Dann, darüber nachdenken was die Konsequenzen aus dieser Aktion sein sollten. Dann wirst du das nächste mal keine dumme Polemik vom Kaliber "mir ist bis dato nicht bekannt das Geldscheine als Klärmittel oder zur Reinigung von Böden zur Verwendung kommen." absondern, weil du verstanden hast, dass die Beseitigung von Umweltschäden Geld kostet und genau diese Kosten kann man berechnen. Was am Ende zählt, ist, was Puma aus dieser Erkenntnis macht, nicht wie falsch du sie einordnest.
rap 16.11.2011
Ist eine sehr gute Frage wie man Umweltvernichtung monetär berechnen soll. Energie rechne ich gerne in menschliche Arbeitstunden um um mal ein Gefühl für die Dimension zu bekommen. Wieviele % dieser Arbeitstunden der reinen [...]
Ist eine sehr gute Frage wie man Umweltvernichtung monetär berechnen soll. Energie rechne ich gerne in menschliche Arbeitstunden um um mal ein Gefühl für die Dimension zu bekommen. Wieviele % dieser Arbeitstunden der reinen Zerstörung dienen kann ja jeder für sich raten. Die Zerstörung ist aber erheblich mehr als die geringen Kosten suggerieren. Grundlage normal Nichtakkordarbeit von Homer Simpson, dem Prototypen des modernen Mannes ;). Angesetzt mit 50W. 1 kWh Strom: 20 Arbeitstunden. Man kann leicht den Gegenwert berechnen, auch je nachdem ob man einen Chinesen oder Deutschen arbeiten läßt... Rassismus? 1 Liter Sprit (Wärmeinhalt) 10 kWh: eine menschliche Monatsarbeitstleistung, ca 200h. 5.500 kW Strom für die Herstellung eines einzigen KomplettPC´s: ein komplettes menschliches Arbeitsleben, 50 Jahre á 300 Tage á 8h/Tag Wer über die hohen Energiekosten jammert hat keine Ahnung vom Gegenwert! von Energie. Und von der Zerstörung die diese anrichtet. Leider haben wir wohl mehr fossile Brennstoffe als es erfordert die Erde unbewohnbar zu machen. Ab einer bestimmten Temperaturerhöhung der Atmosphäre gibt es keine bebaubaren fruchtbaren Zonen mehr. Hatte mal gelesen bei 6°
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