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Übernahme in der Ölbranche: EU-Kommission prüft Halliburtons Milliarden-Deal

Halliburton-Anlage in den USA: Auf dem Weg zur Nummer eins Zur Großansicht
AFP

Halliburton-Anlage in den USA: Auf dem Weg zur Nummer eins

Die EU-Kommission hegt offenbar Zweifel an einer geplanten Megafusion in der Ölbranche. Die Behörde will die 35 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Dienstleisters Baker Hughes durch den größeren Rivalen Halliburton intensiv prüfen.

Eigentlich schien alles klar: Schon Ende 2014 hatte der Ölförder-Dienstleister Halliburton die Übernahme des Konkurrenten Baker Hughes angekündigt. 35 Milliarden Dollar soll der Deal kosten - und Halliburton zur Nummer eins der Branche machen.

Doch nun hegt die Europäische Kommission offenbar Zweifel an der Transaktion: Man habe eine intensive Untersuchung in die Wege geleitet, teilte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Dienstag mit. Bis 26. Mai will sie sich dafür Zeit nehmen. Geprüft werden soll demnach, ob durch den Zusammenschluss die Preise für Dienstleistungen rund um die Öl- und Gasförderung in der EU steigen könnten.

Die Kommission kann auch Übernahmen von Unternehmen durchkreuzen, deren Sitz außerhalb Europas liegt.

Halliburton und Baker Hughes sind bisher die Nummer zwei und drei der Branche. Nummer eins ist Schlumberger. Allen Unternehmen der Branche setzen die seit Monaten fallenden Ölpreise zu, denn ihre Kunden, die Ölproduzenten, haben im Zuge des Verfalls Ausgaben zurückgefahren. Am Dienstagabend war der Ölpreis der US-Sorte WTI kurzfristig sogar unter die Marke von 30 Dollar gefallen.

stk/Reuters/dpa-AFX

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insgesamt 9 Beiträge
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1. Zu Recht Zweifel
melek1963 13.01.2016
Unternehmen geht es immer um Marktanteile und Marktbeherrschung. Die Bildung von Monopolen oder Trusts ist systemimanent. Der Konkurrent ist ein Störfaktor und muss beseitigt werden. Das kann friedlich oder feindlich geschehen. Die Machteliten in den Unternehmen können oder wollen nicht anders! Sogenannte Synergien - um ein Modewort zu zitieren - äußerten sich allenfalls immer im Abbau von Arbeitsplätzen(Kostensenkung) und Kurssteigerungen an der Börse. Die Verknappung von Gütern und die Durchsetzung von höheren Preisen(Gewinnmaximierung) ist eine weitere Folge. Daher ist es folgerichtig, dass die Kommission zum Schutz der Verbraucher die Übernahme verbietet! Denn Konkurrenz belebt das Geschäft. Das lernt jeder VWL und BWL Student im Grundstudium. Doch wer der Macht hat bestimmt die Spielregeln. Und wenn nichts geht, dann wird eben massive Lobbyarbeit oder Bestechung von Politikern getätigt um sie gefügig zu machen. Wirtschaft und Politik "befruchten" sich gegenseitig zu eigenen persönlichen Profitmaximierung Transparenz muss oberstes Ziel sein.
2. Mal so ins Blaue gedacht -
neowave 13.01.2016
wird hier gerade eine Gegenposition zum Umgang mit VW durch unsere Freunde in Übersee aufgebaut?
3. @ neowave
aurichter 13.01.2016
Wäre durchaus wünschenswert, wobei Halliburton sowieso seit mehr als 25 Jahren im Schulterschluß mit einer gewissen Administration (schon seltsam, wieviel exRegierungsmitglieder dort beteiligt sind) weltweit ihr Unwesen treibt. Da sind bewilligte Fördergenehmigungen bei/nach jedem militärischen Eingreifen des Heimatlandes äusserst merkwürdig zustande gekommen. Diese Untersuchungen der EU kommen viel zu selten.
4. Wichtig
hektor2 13.01.2016
Zitat von neowavewird hier gerade eine Gegenposition zum Umgang mit VW durch unsere Freunde in Übersee aufgebaut?
Ich glaube, da nehmen Sie VW zu wichtig.
5. Wenn der Oelpreis unten ist
thequickeningishappening 13.01.2016
Kauft man die Exploration billigst.
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