Medienbericht Shell gibt Ölfelder im Irak auf

Shell will seine Anteile an Ölfeldern im Irak verringern. Experten sagen: Das Geschäft ist nicht mehr profitabel - und das hat politische Gründe.

Shell-Tankstelle
REUTERS

Shell-Tankstelle


Der britisch-niederländische Ölkonzern Royal Dutch Shell zieht sich offenbar aus dem Ölgeschäft im Irak zurück. Das berichtete das "Wall Street Journal" (WSJ). Shell werde demnach Anteile des Ölfelds "West Qurna 1" an das Japanische Ölbohrunternehmen Japan's Itochu verkaufen.

Im vergangenen Jahr hatte Shell bereits angekündigt, das "Majnoon" Ölfeld 2018 an die staatliche Basra Oil Company (BOC) abzutreten. Auf Nachfrage gab Schell zunächst keine Stellungnahme ab.

Dass Shell seine Ölfelder im Irak aufgibt, hängt offenbar mit den politisch bestimmten, finanziellen Einschränkungen der Region zusammen. Laut dem WSJ seien die Konditionen für die Ölförderung im Nahen Osten weniger profitabel als früher. Besonders die Iraker Regierung stelle vergleichsweise harte Bedingungen. Ausländische Unternehmen bekämen festgelegte Preise pro Barrel, die von Experten als niedrig bewertet würden.

Andere Ölkonzerne wie Exxon Mobil und Chevron haben sich in den letzten Jahren auf Schiefergasförderung durch Fracking in den USA spezialisiert. Beide hielten aber weiterhin Anteile an Ölfeldern im Irak. Trotz des angekündigten Rückzuges aus dem Iraker Ölgeschäft wolle Shell seine Anteile an Erdgasanlagen im Land behalten. Zudem habe das Unternehmen Interesse an einer Rückkehr in den Iran gezeigt, wie WSJ berichtete.

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insgesamt 3 Beiträge
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The Restless 02.09.2013
1. Soll das etwa heissen:
All die Kriege, mit Lug und Trug von G.W. Bush angezettelt, mit hunderttausenden Opfern, mit Aufwendungen von mehreren Trillionen Dollar an Steuergeldern, sind am Ende für die Katz gewesen?
decebalus911 16.01.2018
2.
Zitat von The RestlessAll die Kriege, mit Lug und Trug von G.W. Bush angezettelt, mit hunderttausenden Opfern, mit Aufwendungen von mehreren Trillionen Dollar an Steuergeldern, sind am Ende für die Katz gewesen?
Die Zeche hat der amerikanische Steuerzahler gezahlt, den Gewinn haben die Konzerne eingefahren. Der Krieg selbst hat Milliardenkonzerne entstehen lassen, z. B. Halliburton mit Hilfe des korrupten Dick Cheney. Daher wars nicht für die Katz...
ambulans 16.01.2018
3. >#1,
Zitat von The RestlessAll die Kriege, mit Lug und Trug von G.W. Bush angezettelt, mit hunderttausenden Opfern, mit Aufwendungen von mehreren Trillionen Dollar an Steuergeldern, sind am Ende für die Katz gewesen?
bleiben sie entspannt: nur, weil sich da zwei (exxon, chevron) aufs "fracking" (wo denn - wahrscheinlich doch, wg. der derzeit laxen regulierungen, in den USA) verlegen wollen, leckt noch längst kein ölfass irgendwo auf dieser welt. allein die reinen produktionskosten (muss man überhaupt erst einmal finanziert bekommen) sowie alle anderen, derzeit überhaupt nur abschätzbaren folgekosten machen solche großsprechereien erkennbar - reichlich dünn. ich vermute einfach, dass die USA (wie auch das UK) derzeit auf einer liste der "besonders un-erwünschten partner" für geschäftliches und so unangefochtene spitzenplätze einnehmen. da "gefallen" auch einem fuchs die trauben ("sind die sauer!") nicht mehr so richtig ...
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